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LOVEISMORE Forum > Meine Story > Meine Story > ich bin neu hier und möchte ein Neuer werden
ich bin neu hier und möchte ein Neuer werden
 Moderiert von: pipo  
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VerfasserBericht
reiner
Member
 

Eingegeben am: 6 Mar 2009
Herkunft:  
Berichte: 5
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 7 Mar 2009 21:58
 Nennen  Antworten 
Hallo,
auch für mich war es unendlich schwer, einzusehen, daß das Frauen angaffen, sie in irgendeiner Form "geil" zu finden und die Vorstellung, mit ihnen Sex zu haben, eine Sucht ist. Ich merke es zwar manchmal, wie der Zwang da war zu gucken und zu masturbieren, aber ich tat es ab, "es ist doch nicht so schlimm" und "beim nächsten Mal lass ich es bleiben". Es half aber nicht. Und leider bin ich so narzistisch, daß ich so lange und penetrant alles geleugnet habe gegenüber meiner Frau, die ich nun vier Jahre kenne und sie hat es von Beginn an geahnt, wußte es vor mir.
(Mir fällt es schwer über Gefühle zu reden und mich verständlich auszudrücken, hoffe Ihr kommt damit klar)
Für mich hatte die Sucht ganz oft den Charakter der Flucht - aus der Beziehung zu meiner Frau - aber auch damit zu tun, daß SB so viel einfacher ist, wie mit einer Frau zu schlafen. Denn ich habe auch ein Problem mit meinem Männer-(bedingt natürlich durch meinen Vater)bild, so daß ich Erektionsprobleme habe.
Ich weiß´gar nicht mehr, wie es meine Frau immer noch schafft, mit mir zusammen zu sein. Mit meiner Sucht habe ich bei Ihr soviel zerstört, sie ist so kraftlos geworden, weil ich sie mit den Bildern im Internet, Zeitschriften und vor allem in meinem Kopf von den unzähligen Frauen, die einem begegnen, betrogen habe. Die körperliche Liebe mit ihr ist so wunderschön und es war für mich was völlig neues (mit 35 (jetzt 38) habe ich es durch sie kennengelernt)aber ich habe sie durch meine Lügen und die Sucht so oft in den Abgrund gestoßen, was sie mir auch sagte und zeigte. Aber ich tat es immer wieder und wieder-auch wenn es eine Zeit lang gut ging.
Ich glaubte, ich würde es hinkriegen, aber immer wieder gab es Rückfälle, die ich -Narzist- erstmal verleugnete. Nun bin ich endlich an dem Punkt, wo ich vor mir nicht mehr die Augen verschließen möchte und es mir selber so dermaßen zu wider ist, daß ich diese Gedanken aus meinem Kopf rausreißen muß - um meine Frau und mich und unsere Beziehung zu retten.
Jetzt werde ich auch endlich mal konkret:
Zu Karneval waren meine Frau, ihre Tochter und ich auf zwei Straßenzügen, und auch wenn ich mal ab und zu die Kamelle aufgesammelt habe, so waren all die vielen oft leicht bekleideten Frauen so ein extrem großer Reiz für mich, es war ein Dauerstess. Ich hatte Lust mit meiner Frau zu schlafen, es wäre aber Betrug gewesen, den ich nicht wollte- besser gesagt, ich hätte nicht gekonnt. Doch statt ihr das zu beichten, -obwohl sie das geahnt hat und über mein Problem besser bescheid weiß, wie ich- habe ich sie weiterhin angelogen.
Eins möchte ich noch schreiben:
Ich sehe das Problem bei mir darin, daß meine Gedanken, wenn ich eine Frau sehe, sich nur noch darum drehen, wie "anziehend" sie wirkt. Ich versuche nun, erst gar nicht zu gucken, damit diese Sch...gedanken nicht kommen. Ich kann mich dann mit nichts anderem beschäftigen, als mit diesen Gedanken. Doch wie bekomme ich das hin, andere Frauen anzusehen und sie nicht nur auf ihr Äußeres zu reduzieren?
Ich verletze jedes mal meine Frau so tief, und ich merke das oft gar nicht.
Wie kann ich es noch schaffen, daß sie wieder Vertrauen zu mir hat?
Wie kann ich ihr Kraft geben?
Wie kann ich meine Gedanken besiegen?
Wie kann ich ein Mann sein? Der mit seiner Frau schlafen kann, "seinen Mann stehen kann" und andererseits gefühlvoll, empathisch sein und sich nicht immer so in den Vordergrund stellen?

So, es ist länger geworden, wie ich dachte, und ich möchte zurück zu meiner Frau.
Diesen Beitrag stelle ich auch in´s Forum (original Anlaß ist der Workshop - 1.Woche ist nicht so inspirierend; da habe ich mehr auf den anderen Seiten gefunden)

Reiner

Mario
Moderator


Eingegeben am: 7 Jun 2007
Herkunft: Regensburg, Germany
Berichte: 427
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 8 Mar 2009 15:48
 Nennen  Antworten 
Hallo Reiner,

herzlich willkommen bei uns und vielen Dank für deine offenen Worte sowie deine Geschichte.

Ich perönlich glaube, dass eine tragende Säule, quasi der Anfang für eine Veränderung zum Besseren die Erkenntnis des Betroffenen ist, wie die Sucht das eigene Leben und vor allem das der Menschen neben einen konsumiert. Wie die Sucht Mitmenschen und sich selbst verletzt. Ohne dieses Eingeständnis ist es unmöglich wegzukommen.

Wie du sicher schon bemerkt hast ist die Grundlage unserer Homepage der Glaube an Jesus Christus. Daher ist er auch die Grundlage zum Lösen der Suchtfesseln für uns. Was aber nicht heisst, dass dieses Forum nur für Christen ist. Ganz im Gegenteil, hier sind Menschen jeglicher Glaubensrichtungen willkommen. Ebenso, wie jene, die überhaupt nicht gläubig sind.

Leider kenne ich deinen eigenen Background diesbezüglich nicht um näher auf deine Fragen eingehen zu können. Was ja eh schon hier auf einer individuellen Basis kaum möglich ist. Auf deine Fragen eine schlüssige Antwort zu finden ist deshalb auch sehr schwer. Ein Anfang aber ist sicher gemacht indem du ihr vor allem deine Liebe zeigst. Indem du ihre Gefühle achtest. Indem du nicht mehr deine eigene Lustbefriedigung in den Mittelpunkt stellst, sondern das, was deine Frau und euch beide Glücklich macht und das in jedem Lebensbereich. Darum geht es doch letztlich in einer Ehe. Nicht das Seine zu suchen, sondern das des Partners. Wenn du diese Punkte beherzigst, wirst du erleben, wie das Vertrauen deiner Frau zurückkehrt und deine eigene Selbstachtung steigt, weil du spürst, dass deine Frau dich wieder zu achten beginnt. All das braucht sehr viel Zeit. Werdet auch im Kampf gegen deine Sucht ein Team. Du brauchst deine Ehefrau als Partner hierfür. Sei in jeder Hinsicht offen mit ihr. Sprich mit ihr über Höhen und Tiefen. Lass Licht an deine Sucht anstatt sie zu verheimlichen. Du wirst merken, dass sie dadurch viel an Macht verliert. Deine Frau sollte dein erster Ansprechpartner sein. Vielleicht könnt ihr ja vereinbaren regelmäßig 1 Mal die Woche über diese Dinge bewußt zu reden.

Die aufrichtige Liebe zu deiner Frau ist der Schlüssel, wenn es um die Lösung deiner Fragen geht, Reiner.

In diesem Sinne: Liebe Grüße

Mario

 

Letzte Änderung am 8 Mar 2009 15:49 von Mario

asaph
Member
 

Eingegeben am: 13 Jun 2007
Herkunft: Düsseldorf, Germany
Berichte: 93
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Mar 2009 15:48
 Nennen  Antworten 
Willkommen Reiner,

 

du machst dasselbe durch wie ich.

---Die Augen werden nicht satt vom schauen und die Ohren nicht vom Hören.

-> es hat sich bei uns verselbständigt.  Wir haben den Feind in uns hineingelassen - Tausend Male. Er hat sich eingenistet in unserem Herzen.. Alleine kommen wir da nicht mehr raus! Nur Gott durch Jesus Christus kann uns vollständig heilen.

 

Wie kann ich es noch schaffen, daß sie wieder Vertrauen zu mir hat?

-> Totale Offenheit und Ehrlichkeit - aber ohne Gottes Beistand nicht zu schaffen


Wie kann ich ihr Kraft geben?
-> Dies habe ich total versäumt. Aber ich kann dir hier einen Tip geben:

Sei für sie da, hör ihr zu, halte ihre Hand und nehme sie in den Arm

Schenke ihr deine Liebe!


Wie kann ich meine Gedanken besiegen? Wie kann ich ein Mann sein?



-> dies schaffst du ohne Jesus nie. Jesus hat alles für uns getan. Wir sind schwach. Aber Gott ist in den Scwachen mächtig. Versuche nicht den starken mann zu spielen. Gehe zu Jesu und gebe zu, wie klein und schwach du bist und bitte den großen Heiland dir zu helfen.

 

Wir müssen unseren Egoismus abelgen (geht auch nur mit Gottes hilfe durch die Wiedergeburt)

Hier ist ein bemerkenwerte Zitat aus http://www.a-saph.de/downs/Reue.pdf

Ein egoistischer Lebensstil hält denjenigen, der von Drogen oder selbstsüchtigen Freuden abhängig ist, in der Gewohnheit gefangen, weiterhin ein Leben zu führen, das sich nur um die ichbezogenen Wünschen dreht



 

 

 

lg und Gnade

 

Andreas

 
P.S.

aus welcher Region kommst Du, Reiner?
 

 

 


Letzte Änderung am 9 Mar 2009 15:55 von asaph

nasiräer
Member


Eingegeben am: 14 Aug 2008
Herkunft: Berlin, Germany
Berichte: 259
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 14 Mar 2009 19:32
 Nennen  Antworten 
Ich sehe das Problem bei mir darin, daß meine Gedanken, wenn ich eine Frau sehe, sich nur noch darum drehen, wie "anziehend" sie wirkt. Ich versuche nun, erst gar nicht zu gucken, damit diese Sch...gedanken nicht kommen. Ich kann mich dann mit nichts anderem beschäftigen, als mit diesen Gedanken. Doch wie bekomme ich das hin, andere Frauen anzusehen und sie nicht nur auf ihr Äußeres zu reduzieren?
Ich verletze jedes mal meine Frau so tief, und ich merke das oft gar nicht.
Wie kann ich es noch schaffen, daß sie wieder Vertrauen zu mir hat?
Wie kann ich ihr Kraft geben?
Wie kann ich meine Gedanken besiegen?
Wie kann ich ein Mann sein? Der mit seiner Frau schlafen kann, "seinen Mann stehen kann" und andererseits gefühlvoll, empathisch sein und sich nicht immer so in den Vordergrund stellen?

Hallo reiner

ich würd´das mal als ganz 'normal' ansehen, daß Du sexuelle Begierden hast, daß Du Frauenkörper begehrlich findest, ich denke, das ist schon ein Teil Mann-Sein auch. Es ist natürlich und es zeigt auch ein großes Potenzial an Liebesbedürfnis in dir, wenngleich auch einseitig ausgerichtet auf sexuelle Begierde, aber das sollst Du ja in den Griff kriegen und ich denke das geht nicht, wenn Du dich dafür bestrafst und deine 'Lebenslust' einfach nur unterdrücken willst.
Ich denke so: steht dazu und dann relativiert sich das auch und: steh dazu und besinn dich dabei auf deine Frau.
Warum sollte dein Liebes- und auch Erotikbedürfnis nicht auch ein schöner Teil eurer Beziehung sein können? Dein Begehren auf deine Frau ausgerichtet, meinst Du nicht, daß auch ihr das gefallen könnte? Und ich meine damit nicht Sex-Begierde alleine, ja, die auch, aber überhaupt: deine Frau begehrlich finden, sie lieben, sie attraktiv finden, sich auf sie ausrichten und vor allem: mit Ihr zusammen das finden und vielleicht auxch zuerst mal suchen, was dich und sie wirklich befriedigt, was deine Seele und dein Begehren in dir zur Ruhe bringen kann und das liegt meist viel tiefer als das Ausleben von Sex.
Tiefes Einssein, sich alles mitteilen, alles miteinander teilen, sich (vielleicht ganz neu) ganz tief kennenlernen in Allem, das kann so viel Gemeinsamkeit stiften und Aufeinander-Ausrichten - und wenn man 'den Weg', ja den ganzen Weg des Lebens und des gemeinsamen Lebens miteinander geht, das erfüllt und schweißt zusammen und man kommt auch dabei auf die inneren Punkte, die in einem selbst vom Weg ableiten und abschweifen lassen wollen und gerade da liegt ein großer Segen drin, wenn man sich da mitteilt und den Kampf, den es gilt, das nicht für immer so stehen zu lassen, sondern stattdessen ein reicheres Leben gemeinsam sucht, gemeinsam kämpft.

Ich hoffe für dich und für euch, daß ihr euch 'findet' - weil dann brauchst Du nichts mehr (wo anders) zu 'suchen'.
Verstehst Du?


lG
nasiräer


reiner
Member
 

Eingegeben am: 6 Mar 2009
Herkunft:  
Berichte: 5
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 31 Mar 2009 11:53
 Nennen  Antworten 
Hallo,

ich bin nachlässig im Schreiben und mich intersiv mit dem Problem zu beschäftigen. Ich habe das Gefühl, wenn ich mich zu sehr damit beschäftige, verstärkt es sich. Auch wenn ich derzeit mich gut unter Kontrolle habe (Frauen/Frauenbilder kommen in mein Blickfeld und ich bekämpfe mögliche Sexgedanken), so bleibt mein Verhalten in der Vergangenheit und mein Umgang jetzt damit mir oft rätselhaft.

Klar ist,daß ich mich in meine eigene Gedankenwelt zurück gezogen habe, ich mich isolierte gegenüber meiner Frau, für die ich immer da sein will-es aber auf die schlimmste Weise,in der Art, andere Frauen sozusagen zu bevorzugen- vielmals leider nicht war. Diese Auseinandersetzung mit meinen Fehlern raubte mir mehr Kraft als daß es mich stärkte, offen zu sein, um Verzeihung zu bitten und mich auf meine Frau zu konzentrieren. Statt dessen konzentrierte ich mich nur auf mich.

 

@mario:

der gesuchte background beinhaltet die gesamte Lebensgeschichte, die man hier nur grob beschreiben kann. Zu dem Verhältnis zum Christentum ist es bei mir so:     seit der frühen Pupertät war ich in der ev. Kirche aktiv, habe auch dort so was wie Freunde gehabt, das aber ging später nicht mehr. Mit 34 geriet ich in eine Sekte, mit der Kraft und Hilfe meiner Frau brach ich den Kontakt ab. Aber nicht den Kontakt zu meiner Schwester, die mich erst dahin gefürt hatte.

Ich glaube an eine höhere Macht, die in uns allen steckt.

 

@asaph:

wie sieht die Liebe aus? was macht die Liebe aus? wo fängt der Egoismus an und wo hört die Persönlichkeit auf?

ich komme aus Kempen am Niederrhein

 

@nasiräer:

danke für Deine Worte, die so wahr sind, die mir im Grunde klar sind. Doch leider fällt die Umsetzung manchmal schwer, weil ich bisher so viel mit mir allein ausgemacht habe, meine Frau nicht an meinen Gedanken teilhaben ließ. Und ganz klar weil ich nicht stets sie,mit der ich den Rest meines Lebens verbringen möchte, in meinen Gedanken hatte. Sondern in den Gedanken andere Frauen da waren, die mir ein "besseres" Leben geben könnten.

Ich ließ diese Gedanken zu, ja hatte sogar Gefallen daran, ich ließ mich treiben. Ich kämpfte nicht gegen diese Gedanken, ich ließ es zu, mich von meiner Frau abzuspalten. Ich war so passiv und bin es zum Teil noch immer.

Ich hoffe und manchmal bete ich auch, für Kraft, Liebe, Verständnis und für eine erfüllte Zukunft.

 

Liebe Grüße

Reiner

Mario
Moderator


Eingegeben am: 7 Jun 2007
Herkunft: Regensburg, Germany
Berichte: 427
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 31 Mar 2009 12:18
 Nennen  Antworten 
reiner schrieb:  Ich habe das Gefühl, wenn ich mich zu sehr damit beschäftige, verstärkt es sich.
 

Hallo Reiner,

da ist absolut was dran. Deshalb ist es mehr als hilfreich nicht sich permant selbst den Druck auszusetzen es könnte ja was passieren. Eine gewisse Gelassenheit anstatt zu freaken ist sehr förderlich. Ansonsten bekommt man das Thema nicht aus der Lebensmitte, von wo es ja verschwinden soll.

Liebe Grüße

Mario

nasiräer
Member


Eingegeben am: 14 Aug 2008
Herkunft: Berlin, Germany
Berichte: 259
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 1 Apr 2009 17:58
 Nennen  Antworten 
Hi reiner,

aktuell beschäftigt mich grade auch das Thema Fluchtmechanismen und erotische Ausweichmanöver der Seele, das Problem, wirklich zu vertrauen und die Korrektur des Selbstbildes hin zu dem, der man wirklich ist.
Das alles hängt so eng zusammen, daß man sich fast einen Reim drauf machen kann: Wenn Vertrauensprobleme, dann geschädigtes Ich-Bild, dann Flucht in Scheinwelt, Fantasien, Erotik und je mehr der Verdrängungsmechanismus, desto stärker die Anziehungskraft der erotischen Versuchung.
Lösung: Du kannst nicht das Symptom bekämpfen, wenn Du dich den Ursachen nicht stellst: Verletzung oder Ähnliches, die Vertrauensverlust und angekratztes Selbstbild hinterlassen. Der "Ausweg", die Flucht in eine Fantasiewelt, in der man begehrt und begehrenswert ist, soll einem ein "heileres" oder stärkeres Selbstbild verschaffen, jedoch an das echte Selbstbild, das eben innerlich in Frage steht, will man nicht ran, weil man dann den Schmerz wieder fühlen müßte, was man ja nicht will, darum ja die Flucht.
Dazu kann dann so etwas kommen, daß ein Mensch, der einen wirklich liebt, einen wirklich so nehmen will, wie man ist, einem direkt sogar unangenehm ist, man ihn abweist, obwohl man ihn (sie) auch liebt und irgendwie innerlich sogar weiß, daß man da mehr hingehört, als in die andere, die Scheinwelt, aber man bringt es eben nicht fertig, sich der Realität zu stellen, verletzlich zu sein, etc. etc. - und das Mann-Bild und Selbstbild in Frage zu stellen oder einem anderen gegenüber so nackt zu sein.

Es nützt jedoch nichts: Wir sind niemand anders, als wir in Wirklichkeit in uns sind - ob wir das wahr haben wollen oder nicht - und Gottes Therapie ist und war schon immer die Wahrheit, die heilt, wenn man sich ihr stellt und die Gnade und Annahme glaubt und auch dann menschliche, wahre Beziehungen zulässt, in denen man sich nicht verstellt, in denen man nicht die Fantasiewelt sucht.

Da läuft der Hase lang, denk ich.

Das Ankommen aber in der realen Welt des Menschseins, das das Leben in der Fantasiewelt in uns verdreht und scheinbar unmöglich hat erscheinen lassen, ist aber ein heilsamer Prozess, der unser Herz wieder menschlich oder wie die Bibel sagt 'fleischlich' werden lässt (Hes. 11; 18) und es ist auch gleichzeitig ein Ankommen in Gottes liebender Realität, in der "Ruhe Gottes" (Heb.4), in der wir dann auch zur Ruhe kommen 'von den eigenen Werken', den selbsterdachten Fluchtwegen und Fantasiewelten, ankommen im Ja zu unseren direkten Mitmenschen, denen wir - oder unser Fluchtmechanismus - mißtrauisch gegenüber stand - und das, obwohl wir uns doch nach Tiefe und Nähe und  und  und  mit einem Menschen sehnten.

Die Heilung Gottes ist allumfassend und geht in die Tiefen der Seele hinab, wo wir oft denken, 'ja muss das denn so "dramatisch" sein'?, muss das denn alles auch noch aufs Tablett? - und die Liebe zur Wahrheit sagt: "Ja, es muss, wenn Du wirklich heile werden willst. Lauf nicht weiter davon."

Wir sind so oft nicht die, die wir denken, daß wir wären. Überlassen wir einmal Gott, uns zu zeigen, wer wir wirklich sind, so kommen wir auch einmal endlich da an, wo wir immer schon hin wollten und die Nebel der Verschleierung lösen sich in Klarheit auf, wie an einem sonnigen Frühlingsmorgen.

Soll es nicht so sein?: Ankommen, Ja-sagen können zum Leben und zu den Menschen um mich herum, Freude und Frieden finden darin, wir selbst, transparent vor Gott zu sein, geborgen in Seiner Liebe und Realität? u.s.w.u.s.f.


"Gott ist größer" - sagen die Moslems - und den Gedanken können wir ruhig auch mal öfter denken - bzw. zulassen, oder??



so long
nasiräer


reiner
Member
 

Eingegeben am: 6 Mar 2009
Herkunft:  
Berichte: 5
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 8 Apr 2009 00:28
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hallo

ich bin verzweifelt,ich eiß nicht was ichtun kann,soll. ich sehe mich nicht für so stark krank an wie ich es in den augen meiner frau bin. ich verstehe ihre angst und ihrre gedanken,daß ich sie nicht liebe,aber ich weiß nicht,wie  sie (mal wieder) mir vertrauen kann. sie will änderungen sehen,daß ich was tue. und ich kann ihr nur sagen, daß meine gefühle für sie schön sind, ich mit ihr zusamman sein will. und ich meine gedanken bekämpfe, aber ich will nicht darüber reden, sehe nicht,wenn es situationen gibt,die sie verletzten bzw.verletzen könnten(da ich -so wie ich es empfinde- keine gedanken habe). hier ist es wieder so, daß ich wohl nur mich sehe und nicht meine Frau. ich bin so oft stur und uneinsichtig und nahezu verbissen, meine sichtweise und meine gedanken(unterteilung kranke/gesunde???) zu verteidigen und schön/normal zu reden, daß sie verzweifelt.

für meine frau sind meine gedanken und lügen viel schlimmer wie für mich, sie hat mir in all den jahren immer wieder vertraut, aber ich habe sie immer wiedder betrogen. ich spiele alles herunter, sag ihr das es nicht so ist wie sie denkt und das macht noch mehr kaputt wie es ohnehin schon ist.

ich wäre so gerne ein anderer mensch,wäre so gerne weitsichtig, und schon gar nicht so verletzend wie es sich für meine frau anfühlt. ich sehe mich vor einem trrümmerhaufen bzw. einem riesenberg und erstarre eigentlich nur.

all die frauen die ich anschaute,anstarrte, die mich erregen hatten nichts mit meiner frau gemeinsam. ich falle auf die oberflächlichkeit herein, weil ich selber nicht so tief in mir ruhe, mich oft nicht kenne bzw ich nicht weiß,was ichwill,was gut für mich ist. mich zu sehen zu reflektieren mich zu spüren und das zu leben, fällt mir schwer. ärger herauszulassen kann ich nicht.

in meiner verzweiflung bete ich mittlerweile zu gott.

ich will, daß alles wieder gut wird, meine frau mir vertrauenkann und ich meine verletzenden gedanken los werde für immer, ich liebe geben kann, die aus den tiefen des  herzen kommt, und gerechtigkeit einzug erhällt

ich danke insbesondere dir nasiräer für deine worte, die tröstend, stärkend und so wahr sind(habe auch einiges von dir in den anderen beiträgen gelesen)

Du hast geschrieben:

"Es nützt jedoch nichts: Wir sind niemand anders, als wir in Wirklichkeit in uns sind - ob wir das wahr haben wollen oder nicht - und Gottes Therapie ist und war schon immer die Wahrheit, die heilt, wenn man sich ihr stellt und die Gnade und Annahme glaubt und auch dann menschliche, wahre Beziehungen zulässt, in denen man sich nicht verstellt, in denen man nicht die Fantasiewelt sucht."


da zweifel ich manchmal,wer bin ich in wirklichkeit? vielleicht gehört die fantasiewelt zu meiner wirklichkeit? vielleicht "brauche" ich diese vorstellung um in der realität "klar" zu kommen? bin ich in wirklichkeit schlecht oder gut? "gut gemeint" ist oft verletzend.

 

skywalker
Member
 

Eingegeben am: 8 Apr 2009
Herkunft:  
Berichte: 2
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Apr 2009 19:40
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Hallo

ich habe zwar schon längere Zeit über die Seiten gesurft, aber mich erst heute angemeldet.

Und Reiner,da Dein Beitrag der aktuelste ist und ich mal in die diskussion einsteigen möchte,  schreibe ich hier.aber vor allem,weil Dein letzter beitrag doch sehr verzweifelt klingt.Warum glaubst du brauchst du die fantasiewelt? Du sagst:

ich möchte endlich ein anderer werden .

Ist die Fantasiewelt leichter,bequemer für dich als dich zu dem zu bekennen, was du wirklich sein möchtest?

Ich habe die gleiche Verzeiflung gehabt,als mich vor einem jahr meine Freundin (sie hat es 6 jahre mitmir ausgehalten) vor die Wahl gestellt hat.Ich habe aber nicht aufhören können mit SB und Bildern im Internet und sie weiter angelogen und redete mir immer ein, es wär normal für einen Mann.Vor einem halben Jahr hat siemich verlassen und erst jetzt habe i ch kapiert,daß ich die tollste frau in die Flucht gejagt habe mit meinem verhalten und wohl nie mehr zurückbekomme.

Ich habe mich nach der Trennung in meinen Job geflüchtet, mich weiter auf andere Frauen befriedigt (da erst recht),bis mich plötzlich große leere füllte,depressiv wurde und jetzt mache ich eine Therapie.Zum ersten mal habe ich richtig körperlich gefühlt,wie mir meine Ex fehlte, wie sehr ich sie liebe und ich habe sie nocjmal aufgesucht,aber sie ist so verletzt,kannmir nicht mehr vertrauen und hat mir die Hoffnung genommen,daß ich nicht glaube,daß sie mich nochmal an ihre seite nimmt.

Es macht mich fertig,ich kann nicht glauben,was ich all die Jahre gemacht habe,ja eigentlich mein Leben lang,daß ich noch nicht mal gespürt habe,daß sie meine traumfrau ist-war.

Im Moment ist die therapie das einzige was mich noch aufrecht erhällt und durch diese Seiten hier , hab ich erstmal kapiert,was wir männer mit unseren frauen machen.Ich wünschte meine ex könnte das hier lesen,obwohl ich auch verstehe,daß sie mir nicht verzeihen kann.Aber abfinden kann ich mich damit noch nicht und hoffe das mich die Kraft nicht irgend wann ganz verläßt

reiner,ich wünsche dir kraft von ganzem Herzen

skywalker

reiner
Member
 

Eingegeben am: 6 Mar 2009
Herkunft:  
Berichte: 5
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Apr 2009 20:31
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hallo,

skywalker, schön, daß du geschrieben hast, denn ich sitzte im Internet-cvafe statt zu hause.

einerseits bin ich traurig und so sauer auf mich. weil ich mal wieder alles abstreite, (es geht bei mir auch ganz allgemein um den Umgang mit einer Frau, daß es kaum noch möglich ist, irgendeine Frau als mensch zu sehen) und nicht DIE immense psychische Störung sehe, wie es meine frau sieht. wo sie mich mit ihren gefühlen un dgedanken konfrontiert, ich grundsätzlich - wie schon immer, in unseren vier gemeinsamen Jahren- alles abstreite. und damit mache ich alles schlimmer und bringe sie zu noch schlimmeren gedanken, wie zum beispiel, daß ich pädophil wäre. und das gehtmir dann zuweit. mit meiner verklemtheit,scheu vor menschen insbesondere beziehungen, auseinandersetzungen, und der unfähigkeit, meine gedanken zu äußern und meine wünsche, gefühle zu äußern,- wenn ich überhaupt welche habe- kann ich es nachvolllziehen, daß sie nichts anderes denken kann, aber verstehen will ich es nicht, weil ich mich nicht für so schlimm halte und so gefährlich, wie es möglich ist bei einer gestörten person, wie ich es born.

das schlimme ist, daß ich es so oft vergessen habe, daß sie mich liebt, daß ich so viele glückliche momente, echte tiefe, mit ihr erlebt habe und ich sie (auf meine sicherlich beschränkte weise) liebe aber dennoch flüchtete in irgendwelche bilder,traumbilder, und vor der auseinandersetzugn. mit ihr ,mit mir, mit meinen gefühlen und wünschen, denn es kamen ja all´die sachen, die ich ablegen wollte uas meinem "früheren" leben, wieder hoch und raus, und ich konnte nicht NEIN sagen und sagen, es ist für mich schwierig, aber ich möchte den Weg mit DIR gehen, und nie konnte ich direkt sagen, hier habe ich gefehlt, hier habe ich dich betrogen, statt dessen wollte und will ich die weiße weste haben.

skywalker, in meiner beziehung, hat meine frau mich schon so oft, vor die wahl und die tür gesetzt, aber es hat -so empfinde ich es, im gegensatz zu meiner frau- dazu geführt, daß ich verkrampfter, angespannter bin, und die bilder/gedanken im kopf noch -zwischenzeitlich- vergrößert haben. da ich aber in meinem verhalten und in meinen worten keine veränderung herbei geführt habe, kann sie auhc nicht von einer veränderung ausgehen.

und sie muß sich und ihre tochter vor mir schützen.

und ich bin allein mit mir,mit meinen gefühlen und gedanken(wie ich es irgendwie schon immern war).

und ich glaube fast, da´ß ich es nicht anders will und/oder kann. und das ist wohl die fantasiewelt, in der ich alleine lebe, in einer heilen Kinderwelt, wo ich nicht reden muß, nichts erklären muß. 

 

 

liebe grüße

reiner 

nasiräer
Member


Eingegeben am: 14 Aug 2008
Herkunft: Berlin, Germany
Berichte: 259
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 11 Apr 2009 18:54
 Nennen  Antworten 
hey, reiner,

weißt Du, es ist schön, zu lesen, daß Du dich ändern willst und genau dazu hat der Glaube, Jesus, Gott, eine wunderbare Antwort: "Selig, die arm im Geist sind" - die also ihre Fehler sehen und ihre Armut, ihr Unvermögen, sich selbst zu ändern, die wenn sie genau hingucken, nicht dem göttlichen Bild (eines Menschen) und auch nicht einem liebevollen menschlichen Bild entsprechen und denen sagt Jesus bereits das Himmelreich zu, weil der Himmel ist, wenn wir 'werden, wie die Kinder' und das Geschenk des Vaters: Annahme, Liebe, Vergebung, Kraft, sich zu ändern und Erfüllung mit dem Heiligen Geist ( '. . die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Geist') erkennen. Gott will uns Menschen nicht in unserem Sumpf und unserer Verkorxtheit stecken lassen, sondern Er hat ein volles Erlösungsprogramm für all diejenigen, die endlich zur Besinnung kommen aus diesem wie die Bibel sagt 'verkehrten Geschlecht' (weltliche, gottlose Menschheit).
'Selig auch, die trauern' über ihre verfahrene Situation und ihre verkehrten inneren Haltungen, die sie nicht so einfach zu ändern im Stande sind, denn es sind oft auch tiefe Prägungen und eingespielte Haltungen dem zu Grunde liegend.
Ja, und 'Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit' - gemeint ist nicht Gerechtigkeit für sie, sondern, daß sie gerecht werden mögen endlich, also daß sie nicht mehr andere verletzen und haltlos sündigen und alle Gebote und Einsichten ignorieren und damit sich selbst und anderen schaden. 'Denn sie werden Gerechtigkeit erfahren' (anders werden) . . . u.s.w. sagen wir mal bis hin zu 'Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.' - und das ist das Wunderbarste, was einem Menschen geschehen kann, daß Gott=Liebe in unseren Herzen Wohnung macht und Er seine Liebe, seinen Geist in uns ausschüttet und das ist eine Trilliarde (oder noch mehr) mehr an Ausschüttung, als alle Orgasmen dieser Welt zusammengenommen, weil ein reines Herz die Glückseligkeit schlechthin ist, weil - wie die Schrift sagt, der Mensch dann 'seine Seele gewonnen hat' und alle Zerrissenheit damit ein Ende hat. Glückselig ist so ein Mensch schon hier auf Erden, das ist gewiss (wir machen nur das Evangelium viel zu klein, weil wir keine Vorstellung von der Größe und Güte Gottes haben).

Der Mensch, der so danach strebt, seine alte, sündige, kaputte, kranke, ignorante, ungerechte Seele von sich zu werfen und das neue Wesen Gottes (Wiedergeburt etc. Taufe, . . ) beginnt anzuziehen, der wird in dieses neue Wesen mehr und mehr versetzt und hineinwachsen, daß er merkt, daß Jesu Worte lebendig und wirksam sind und ein Fels, auf dem man sicher steht.

reiner, mein bester Rat an dich: Glaube! und zwar nicht zu klein, und es wird dir werden und auch eure Beziehung wird leuchten und heile werden, nicht unbedingt von jetz auf nu, aber sicher und stetig. Und noch eins: Verleugne dich selbst - also besteh nicht weiter darauf, daß Du nun mal so bist, sondern ab in die Tonne damit, damit Du wirklich ein anderer werden kannst.

Gott segne Dich und deine Frau dazu reichlich.

und hey, glaub mir, ich mag auch keine Sprücheklopper und ich hoffe nicht, daß Du dies als solches ansiehst, denn ich weiß schon, wovon ich rede.

lG
nasi

übrigens hab ich zu den Seligpreisungen an anderer Stelle im Forum schon mal was abgesondert und ich finde sie nach wie vor so zutreffend

reiner
Member
 

Eingegeben am: 6 Mar 2009
Herkunft:  
Berichte: 5
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 7 Sep 2010 22:10
 Nennen  Antworten 
nach langer Zeit melde ich mich wieder und ich finde es lohnt sich.Denn ich habe die Erkenntnis gewonnen,dass meine Sexsucht bzw. das loslösen davon mich nicht geheilt hat. Ich habe nach meinen Beiträgen hier vollkommen die SB sein gelassen,aber es hat sich nichts geändert und auch meine Frau bestätigt das.Also macht euch nicht unbedingt Hoffnungen,dass sich etwas in eurem Leben ändern wird. Ich kann nur sagen,ob mit SB-Sucht oder nicht hat sich bei mir nichts geändert. Ich bin höchstens noch frustrierter als vorher!

Reiner

Mario
Moderator


Eingegeben am: 7 Jun 2007
Herkunft: Regensburg, Germany
Berichte: 427
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 8 Sep 2010 09:28
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''Ich weiß´gar nicht mehr, wie es meine Frau immer noch schafft, mit mir zusammen zu sein. Mit meiner Sucht habe ich bei Ihr soviel zerstört, sie ist so kraftlos geworden, weil ich sie mit den Bildern im Internet, Zeitschriften und vor allem in meinem Kopf von den unzähligen Frauen, die einem begegnen, betrogen habe. Die körperliche Liebe mit ihr ist so wunderschön und es war für mich was völlig neues (mit 35 (jetzt 38) habe ich es durch sie kennengelernt)aber ich habe sie durch meine Lügen und die Sucht so oft in den Abgrund gestoßen, was sie mir auch sagte und zeigte.''

Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass es für deine Frau keinen Unterschied macht. Und wenn das so ist, dann sollte das, nämlich deine Frau der beste Grund sein damit aufzuhören selbst, wenn es für dich auf den ersten Blick keine Veränderung darstellt.

Letzte Änderung am 8 Sep 2010 09:29 von Mario

Lena*82
Member
 

Eingegeben am: 5 Aug 2010
Herkunft:  
Berichte: 4
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Sep 2010 12:01
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Hallo Reiner,

ich habe deine Beträge gelesen und stockte beim letzten Beitrag.

Ich selbst habe einen Freund der sich ständig SB. ...leider hat sich unsere Beziehung bisher noch nicht geändert, da er seine/unsere Situation nicht sieht und eingesteht.

Ich kann nicht glauben, dass sich bei dir nichts geändert hat. Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn ER plötzlich beim "Kuscheln" verschwindet und ich im Bett lieg und weiß, dass er sich´s lieber schnell selber macht - anstatt weitere Zeit mit mir zu verbringen.
Ich könnte IHN manchmal dafür hassen (oder mich hassen) wenn ich sehe, dass er andere Frauen wie versteinert anglotzt oder begehrt (wenn auch nur in Filmen/Bilder) und mich hängen lässt.
Und ich weiß, dass es schwierig ist, jemanden anzuvertrauen - wenn "Mann" ´s nicht gelernt hat. Aber du hast einen großen Schritt gewagt - was mein Freund noch lange nicht wagen kann.
...Ich kann’s nicht glauben, dass sich bei euch nichts geändert hat! Und ich kann’s noch weniger glauben, dass deine Partnerin nichts an Änderungen spürt.

Ich glaube auch, dass sich nur das Verzicht auf SB nicht riesig auswirkt - aber das neue Vertrauen und vor allem die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Thema muss doch irgend eine Auswirkung auf eure Beziehung habe.

...Ich hatte gestern wieder Streit, da ich nur mal vorsichtig angefragte, ob er für unsere Beziehung auf Filme/Fotos verzichten könnte - Das "Gespräch" hat nicht mal 2 Minuten gedauert - und er schrie mich an und schlief im Gästezimmer ....  Was würde ich dafür geben, wenn so eine Diskussion normal endet und er mich einfach nur fest halten würde.

Liebe Grüße, Lena


 Uhrzeit 13:28




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