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hi, ich bins ;-)
 Moderiert von: pipo  
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VerfasserBericht
ich
Member
 

Eingegeben am: 7 Nov 2009
Herkunft:  
Berichte: 10
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 24 Mar 2010 22:38
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jo, ich glaube, ich fange an, zu verstehen.

Gott will nicht, dass ich mich jedesmal und bei allen möglichen Dingen fertig mache. Da ich aber manchmal sehr empfindlich reagiere, mache ich das automatisch. Nur kann ich mich selber eben nicht verändern. Von daher muss ich wahrscheinlich versuchen, den Blick auf Gott zu richten.

Leuchtfeuer, ich hab deinen Rat befolgt und Gott mal ganz ehrlich darum gebeten, ihn näher kennenlernen zu dürfen. Ich glaube, dass allein dies schon Druck nimmt.

Ich hab auch manchmal schon gedacht, dass ich unter ner Art Depression (aber ich denke, das ist Gott sei Dank nur ne Vorstufe) leide und dass SB nur ein äußeres Anzeichen dafür ist ... mein verkorkster und teilweise sehr unproduktiver Tagesablauf mit Ängsten und Motivationslosigkeit könnten dafür sprechen.

wir werden sehen. Ich schaue erstmal, wie Gott wirklich ist. OPTIMISMUS XD

Ich danke euch für eure Beiträge!

... und tschüss ;-)

tryout
Guest
 

Eingegeben am: 
Herkunft:  
Berichte: 
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 27 Mar 2010 21:23
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Hallo ich,

ich verfolge deine Beiträge mit großem Interesse, weil ich selber in einer ähnlichen Situation bin und sie mich daher angesprochen haben.

Das Du mich einordnen kannst: ich bin Christ, 20 Jahre alt und komme aus einem christlichen Elternhaus.

Ich selber bin auch Pornographie abhängig, aber auf dem Weg der Heilung. Ich habe mir selber viele Gedanken zu dem Thema gemacht und kam zu unterschiedlichen Schlüssen. Vielleicht bringen sie Dir auch etwas.


Zu aller erst muss man sich glaube ich bewusst werden, was eine Sucht im allgemeinen bedeutet, was sie macht und woher sie kommt.
Und zwar ist eine Sucht jeglicher Art erstmal eine Mangelerscheinung. Es fehlt etwas, man sucht es (daher auch "Sucht") und glaubt, es in dem jeweiligen Suchtmittel gefunden zu haben. Das Suchtmittel befriedigt ja auch für kurze Zeit und somit gibt man sich damit erst einmal zufrieden.

Jetzt die Frage: Was suchen wir?
Das kann natürlich nur individuell beantwortet werden, hier mal mein Fall. Da wir nicht körperlich, sondern alle psychisch abhängig sind müssen wir also auch in der Psyche die Antwort suchen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass sehr oft das Elternhaus ausschlaggebend ist. Die Eltern sind nämlich die Menschen, die uns für gewöhnlich am längsten prägen. Weil unsere Eltern nun aber auch keine Übermenschen sind, sondern auch ihre Fehler haben, entstehen "Löcher" (so nenn ich es immer) in uns, also Sehensüchte die einen Mangel beschreiben. Diese Löcher entstehen natürlich mit der Zeit und wie sie größer werden, fangen wir an sie zu zuschaufeln. Wir schmeißen unbewusst alles rein, was wir finden. Die einen PC-Spiele, die andern Pornos, die nächsten Frauen, das ist abhängig von dem Menschen und dessen Vergangenheit/Tendenzen/Veranlagungen.

Nun, jetzt ist das Loch erstmal "voll", das Problem: es leert sich mit der Zeit. Also schieben wir nochmal ne Dosis nach. Wir können ohne Stoff nicht, weil sonst das Loch leer geht und wir da ungeheuere Angst davor bekommen. Mit dem Suchtmittel sind wir auch unzufrieden, weil es uns nicht dauerhaft befriedigt und uns irgendwie nicht gut tut.
Man sucht also, um die Frage zu beantworte, das richtige Mittel für sein Loch.
Ich habe natürlich auch versucht, den Stoff (Pornos) abzudrehen. Das hat auch ganz gut geklappt, bis ich realisierte, dass ich viel mehr Alkohol trank und Computerspiele bis zum umfallen spielte.

Wie dein Loch aussieht, musst du natürlich selber rausfinden.

In meinem Fall waren es mehrere Löcher. Aber ein ganz großes Loch war/ist bei mir die fehlende Anerkennung meines Vaters.
Ich habe auch im Zuge meiner eigenen Sucht erkannt, dass sehr viele sexuelle Störungen, sowohl bei Männern als wie auch bei Frauen, ihren Ursprung beim Vater haben. Was nicht heißen soll, dass der Hase zwangsläufig so läuft.


Wenn man erkannt hat, wo das Loch gegraben ist und wie es ausschaut, muss man den richtigen Stoff finden und anfangen den da rein zu schaufeln.
Aber das ist ein Kapitel für einen anderen Tag, wenns Dich oder sonst jemanden interessiert schreib ich da gerne noch etwas dazu.

Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse, mit der ich diesen Beitrag dann auch schließen möchte, war bzw ist, dass Gott uns die Sucht nicht wegzaubert, er uns aber bei der Hand nimmt und uns durch das Dornengeflecht der Sucht zurück ins Licht führt.


Lieber Gruß und Gottes Segen für deinen Weg,

Matze

Mario
Moderator


Eingegeben am: 7 Jun 2007
Herkunft: Regensburg, Germany
Berichte: 427
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 28 Mar 2010 16:36
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Hallo Matze,

ich denke dennoch, dass die Ursache der Sucht, wie sie in deinem Fall zutrifft dennoch nur bei einem sehr geringen Teil der betroffenen Personen den Ausschlag gab. Denn hierfür ist die Gesamtverteilung auf das männliche Geschlecht einfach viel zu groß. 

LG

Mario

ich
Member
 

Eingegeben am: 7 Nov 2009
Herkunft:  
Berichte: 10
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 29 Mar 2010 22:39
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Mario, was meinst du mit "Denn hierfür ist die Gesamtverteilung auf das männliche Geschlecht einfach viel zu groß."??

Ich kann zumindest bei mir sagen, dass der Grund für meine depressiven Phasen, für meine SB/Porno- Sucht, für meine Ängste etc. unter anderem auch mit meinem Vater zusammenhängen. Für mich wäre das zumindest eine logische Erklärung. Mein Vater war während meiner gesamten Pubertät oft nicht für mich da und hat mich auch manchmal verletzt. Die Ursachen dafür liegen wiederum in der extrem schweren Kindheit meines Vaters, der nie einen richtigen Vater hatte, in verschiedenen Familien aufwuchs und geschlagen wurde.

Der andere Punkt hat bei mir sicherlich mit Enttäuschungen durch Freunde zu tun, die mich eine Zeit lang sogar zum Außenseiter werden ließen. Auf Ablehnung reagiere ich daher heute noch ziemlich empfindlich. Daraus entwickelte sich womöglich meine Angst.

Sooo, aber die Vergangenheit kannste ja nun nicht mehr ändern ;-). Von daher sollte ich lieber nach vorn schauen.

Also mich würde schon interessieren, wie das mit dem Löcher füllen so ist, Matze. Finde ich jedesmal interessant, dass sich die Geschichten, zumindest bis zu einem gewissen Grad, wie ein kleines Strickmuster gleichen.

Vielleicht gehts ja so: Ich möchte versuchen, die Beziehung zu meinem Vater zu verbessern. Und ich sollte auf Gott schauen und versuchen, ihn kennenzulernen. Blöde Frage zu Letzterem, aber: Wie kann man eigentlich Gott (wahrhaftig) kennenlernen?

Liebe Grüße,

ich



 

Mario
Moderator


Eingegeben am: 7 Jun 2007
Herkunft: Regensburg, Germany
Berichte: 427
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 30 Mar 2010 10:50
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Ich meinte damit, dass die Gründe für die Sucht bei den meisten der Betroffenen andere sein müssen. Denn, wenn, wie immer wieder angeführt negative Erfahrungen in der Jugend die Hauptursache wäre, dann dürfte die Verteilung auf das männliche Geschlecht nicht so eindeutig ausfallen. Oder aber würde bedeuten, dass nur hauptsächlich Männer in ihrer Jugend negative Erfahrungen in ihrer Beziehung zu Eltern und Mitmenschen durchleben würden. Das ist aber eher unwahrscheinlich. 

 

 

leuchtfeuer
Member
 

Eingegeben am: 13 Mar 2010
Herkunft:  
Berichte: 14
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 30 Mar 2010 17:10
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Hallo, ihr Lieben

möchte vorweg kurz etwas zu meiner Person sagen

@ Mario, bin kein "er" sondern eine "sie" :)

also ich bin weiblich und Single, mich hat das Problem der Pornographie dank Gottes großer Gnade "nur" am Rande gestreift. Aber ich glaube, das Problem mit dem "Loch in der Seele" kennt jeder Mensch, der Gott nicht als seinen liebevollen Vater und Jesus Christus als besten Freund kennt.

Ich meine, es gibt auf beide Fragen "wie fülle ich das Loch in meiner Seele" und "wie kann ich Gott wirklich kennenlernen" die gleiche Antwort, zumindest mache ich damit wirklich gute Erfahrungen:

Sobald sich dieses schmerzhafte Gefühl der Leere in mir bemerkbar macht, bitte ich Gott, dass er mich füllt, sage ihm, dass ich möchte, dass er mir wichtiger ist als alles andere und lese viel in der Bibel, wenn ich zu Hause bin. Auch das mit der Bitte, ihn und seine Liebe immer mehr zu erkennen, schließlich hat er uns die Bibel ja dazu gegeben.

Dabei ist es tatsächlich völlig gleichgültig, wodurch dieses Gefühl der Leere verursacht wird, ob durch Erinnerungen aus der Vergangenheit, durch Ablehnung, Verletzung oder allein gelassen werden.

Es ist auf jeden Fall ein Wachsumtsprozess, aber ich darf mich immer mehr bei meinem Vater im Himmel "zu Hause" fühlen, es ist ein guter Kampf des Glaubens, des Glaubens, dass Gott mich liebt.

Einen großen "Hunger" nach Gott und seinem Wort wünsche ich uns allen!

LG leuchtfeuer

tryout
Guest
 

Eingegeben am: 
Herkunft:  
Berichte: 
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 30 Mar 2010 23:19
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zuerst an Mario:

Natürlich durchleben auch Mädchen eine schwierige Kindheit/Jugend. Aber die sind für andere Süchte viel anfälliger und bei denen gibt es dann vielleicht eine andere "Trendsucht".
Das Pornos vor allem für Jungs/Männer attraktiv sind, liegt ganz einfach daran, dass Männer sich viel leichter visuell stimulieren lassen und wir das alle gemein haben. Daher springen wir auch alle drauf an.


zu den Löchern stopfen:

Ich für meinen Fall, hab erkennen müssen, dass die eigentliche Quelle (mein Vater) mir das nicht geben kann, was ich brauch. Aber ich bin nun erwachsen und nicht mehr nur abhängig von ihm. Das heißt, dass ich andere Quellen erschlossen habe, weil mein Leben ja weiter geht und ich an dem Loch nicht zerbrechen kann. Das sind lange Prozesse, die auch bei mir noch anhalten.
Ich habe auch mit meinem Vater darüber reden dürfen, allerdings noch nicht über die Pornographie-Sucht. Es tut natürlich gut zu sehen, dass der Vater dann bemüht ist etwas zu ändern, aber auf der anderen Seite ist man erschüttert, dass es einfach nicht geht.

Nun, Offenheit ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Es macht kein Sinn zu sagen, dass man kein Defizit hat, also muss man damit demenstprechend umgehen. In ein Loch, das man sieht kann man schon nicht mehr so leicht rein fallen. Natürlich heißt das nicht, es jedem unter die Nase reiben zu müssen. Aber mit Freunden drüber reden und zu sagen, dass man hier verletzlich ist, ist ja auch erleichternd sowohl für Dich als auch für die Freunde.

Ich habe auch angefangen meinen Gefühlen Ausdruck zu geben. Also die Leere zu füllen. Manchmal ist es lautes Musik hören, das andere Mal ein Spaziergang oder langes Joggen. Was mir selber am meisten hilft ist aber das Gitarre spielen. Es ist relativ einfach zu erlernen, man braucht nicht viel, es gibt viele (auch einfache) Lieder und es lässt ganz anderes Licht in die Seele.

Und bewusst setze ich Gott als letzten Punkt an, obwohl er das wichtigste an dem ganzen ist, und auch bereits in den anderen Punkten mit enthalten ist. Leuchtfeuer ist da ja auch schon gut drauf eingegangen.
Ich denke, dass Gott uns helfen will, aus dem Dornenbusch raus zu kommen, das Loch zu füllen. Aber er macht nicht "Wusa-Wusa" und es ist alles weg, sondern er arbeitet mit uns mit weltlichen Mitteln! Es wird sich kein Himmel auf tun und es wird dort auch kein Leuchtbanner kommen:"Deine Sucht ist jetzt beendet!". Nicht das es für ihn unmachbar wäre, sondern es ist einfach nicht unsere Art.
Gott benutzt, erfahre ich, die oben genannten Mittel, wie Mitmenschen (Freunde, Verwandte, auch Fremdlinge), Sport, usw. alles dazu um uns zu helfen (Nicht nur in Sucht-Bekämpfungsfragen). Effektiv hier bei ist, das Gebet und die einfache Bitte, das Loch zu schließen.

Noch drei Dinge, die ich noch los werden will:

Zum einen denke ich, dass man der Sucht, durch das Löcher ziehen die Grundlage entzieht und sie somit auch nachhaltig bekämpft. (z.B. mein Fasten, wie schon erwähnt, hat super geklappt, aber war halt alles nur verlagert, weil ich da von den Löchern noch gar nichts wissen wollt.)

Und zum anderen, darf man nicht aus der Sache raus gehen und sagen "Ich bin nur Opfer und kein Täter". Die Schuld/Sünde darf man nicht einfach am Vater/Mutter/Bruder etc. abwiegeln.


Und zum Abschluß die Antwort auf deine Frage, wie man Gott richtig und echt kennen lernen darf? (zusammengefasst und beim nächsten Mal ggf. mehr ;-) )
Drei Dinge: (er)Leben, Gebet und Bibel.



Fußballspiel aus, alles erledigt, und gute Nacht :-)

Lieber Gruß,

Matze

ich
Member
 

Eingegeben am: 7 Nov 2009
Herkunft:  
Berichte: 10
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 30 Mar 2010 23:23
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@mario: Dann unterscheidest du sozusagen zwischen Ursache bzw. Grund (was wäre das deiner Meinung nach? Eine  Beziehung zu Gott, die nicht tief genug ist?) und Auslöser (negative Erfahrungen in der Jugend beispielsweise), nicht wahr?

Aber bedeutet das nicht, dass, wenn deine These stimmt, uns sogar durch soetwas eine Chance gegeben wird, ein schöneres Leben (mit Gott) zu führen?

@Leuchtfeuer: Aber muss man da nicht aufpassen, dass man nicht in diese "Werkegerechtigkeit" verfällt? Ich weiß nicht genau, aber muss man denn unbedingt sehr sehr viel in der Bibel lesen, um näher zu Gott zu gelangen? Sind wir dann nicht wieder in anderen Religionen wie Buddhismus oder Islam, die durch Gehorsam und Rituale versuchen, Gott näher zu kommen? ... Nicht falsch verstehen ;-)

So viele Fragen, aber dafür ist ja sowas wie das Forum hier gut. Wenn die auch noch beantwortet werden würden, wäre das natürlich noch schöner :-)

LG

Yumiyoshi
Member
 

Eingegeben am: 24 Jun 2007
Herkunft:  
Berichte: 129
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 31 Mar 2010 16:00
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lieber mario,

es tut mir leid, aber ich muss dich korrigieren was deine meinung zur rolle des vaters betrifft. denn so gut wie immer findet man mehr oder weniger massive probleme in der vaterbeziehung, wenn menschen mit süchten kämpfen. das sagen nicht nur langjährige seelsorger, die sich intensiv mit den verschiedensten defiziten auseinandergesetzt haben. auch mike genung geht auf diesen punkt in seinem buch "mein weg zur freiheit" ein.  ebenso der amerikanische psychiater gerald d. mayer in seinem buch "addiction and grace", das sich mit ursachen und heilung von sucht beschäftigt. und auch im nichtchristlichen bereich weiß man - zumindest in einigen denkrichtungen - um die wichtigkeit einer intakten beziehung zu *beiden* elternteilen für eine gesunde persönlichkeitsentwicklung.

zu glauben, dass die vaterbeziehung keine so entscheidende rolle spielen kann, nur weil frauen tendenziell weniger zur pornografie neigen, ist völlig falsch. denn erstens sind es ja gar nicht sooo wenige frauen, die damit ein problem haben. und zweitens spielen bei frauen halt andere dinge hinein - schau dir z.b. einmal das konsumverhalten mancher junger frauen an, das ist nicht nur ein männliches klischee, dass da ein paar dinge schief laufen. oder das essverhalten (trifft jetzt auch immer mehr burschen), oder das verhalten in beziehungen, ...

natürlich will ich damit nichts vereinfachen - das geht ja auch gar nicht. denn so individuell wie jeder vater, jede mutter und jedes kind und allfällige geschwister sind, so vielfältig sind die möglichkeiten, wie störungen entstehen oder auch geheilt oder kompensiert werden können. zu wissen, dass es oft (bzw. eigentlich fast immer) auch an der vaterbeziehung liegt, wenn eine sucht entsteht, erspart uns in der heilung nicht, den menschen zu helfen, jenen weg zu finden, der für ihre ganz individuelle situation der richtige ist.


leuchtfeuer
Member
 

Eingegeben am: 13 Mar 2010
Herkunft:  
Berichte: 14
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 1 Apr 2010 16:38
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Hallo "ich",

finde deine Fragen richtig gut!

Also, ich glaube zu verstehen, was du mit der "Werkegerechtigkeit" meinst. Bin nämlich selbst "streng" christlich erzogen worden, wenn auch bestimmt nur mit den besten Absichten.

Habe mich dann aber als Jugendliche eine Zeit lang komplett vom Bibellesen distanziert, hatte überhaupt nicht verstanden, dass ich es mit einem Gott zu tun hatte, der Liebe ist.

Aber er hat mich Schritt für Schritt zu sich gezogen, gerade durch die innere Leere, die sich mit nichts anderem füllen lies. Daraus ergab sich dann in einem langen Prozess (bin inzwischen 37), dass ich Jesus gerne als meinen absolut besten Freund haben wollte.

 Wie kann er aber mein bester Freund sein, wenn ich ihn nicht wirklich kenne?

Wie kann ich ihn kennenlernen, wenn ich mich nicht mit ihm beschäftige?

Wie kann ich mich besser mit ihm beschäftige, als wenn ich in der Bibel über ihn lese und meinen Vater im Himmel bitte, es zu verstehen?

Das, glaube ich, ist der richtige Beweggrund, die Bibel zu lesen. Nicht um Gott dadurch zufrieden zu stellen und damit "gerechter" zu werden (was ja auch gar nicht funktioniert), sondern aus dem Bedürfnis heraus, ihn immer besser kennen zu lernen, seine Liebe immer mehr zu erkennen und sich dadurch immer mehr bei ihm "zu Hause" zu fühlen :).

Dieses Bedürfnis ist ja auch nicht immer gleich stark und manchmal vielleicht auch gar nicht da, aber gerade dann dürfen wir Gott darum bitten.

"denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen" Philipper 2,13 :D

LG leuchtfeuer

 

 

ich
Member
 

Eingegeben am: 7 Nov 2009
Herkunft:  
Berichte: 10
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 28 Apr 2010 23:08
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ok, ich habe jetzt eine Abmachung mit einem Freund... jedesmal, wenn ich mich selbst befriedige / Pornos schaue, senden wir uns sms. Weiß nicht, ob das hilft, aber man kann es ja mal versuchen. Man sollte aber wahrscheinlich aufpassen, dass man nicht zu sehr in das Tage zählen verfällt. Eigentlich geht es ja um was anderes, nämlich darum, das Defizit oder, wie ihr es immer so schön sagt, das Loch zu füllen. Und zwar mit etwas anderem, besserem.

Mein Problem ist aber wahrscheinlich, dass ich mich, weil ich ein sensibler Mensch bin, oft entmutigen lasse.

Mein Defizit, so habe ich jetzt erkannt, ist (u.a.) mein fehlendes Selbstwertgefühl. Trotz dass es mir selbst sogar vom Verstand her logisch erscheint, dass ich wertvoll bin und gut und schön gemacht bin, fällt es mir schwer, genau das anzunehmen. Im Moment zumindest. Mein Selbstbewusstsein war vorher fast nur auf Anerkennung aufgebaut. Da ich diese bekam, habe ich erst jetzt Probleme bekommen, als ich ein neues Umfeld vor die Nase gesetzt bekam.

Ich möchte euch mit meinem Senf natürlich nicht belasten ;-), aber wenn ich dies aufschreibe, hilft es mir selber, verschiedene Dinge zu realisieren und besser nachzuvollziehen.

Franky
Member
 

Eingegeben am: 23 Apr 2010
Herkunft:  
Berichte: 97
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 30 Apr 2010 10:19
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Also ich mag Senf sehr gerne, vor allem den Löwensenf.

Da das Leben nun mal so funktioniert, das man seine eigene Nase nicht sehen kann, so ist man eben auf Spiegel angewiesen, ob man sich nun Haare aus der Nase ziehen will, oder wenn Mann sich rasieren will.

Schon die Bereitschaft sich mit einer Problematik auseinander zu setzen ist doch schon der erste Schritt.

Der Suchende hat aber seine Fragen so zu stellen, das Dr. Sommer sie beantworten kann. Aber wenn der Suchende schon alle Phrasen kennt, steht er wieder alleine für sich da.

In einem Tal von hirnkranken ist die Frage nach dem Ausweg lustig, denn kein Hirnkranker kennt den Ausweg, also liegen die Informationen dort, die mir niemand sagt.

Deine Gedanken einfach aufzuschreiben finde ich klasse, und vielleicht antwortet Dir ja auch Gott. Im Traum oder sonst irgendwie, denn nur wer anklopft, dem wird geöffnet, und nur wer frägt, der bekommt auch eine Antwort

Nun ist es aber mehr als komisch, wenn ein Stier eine Herde von Ochsen frägt, was er denn gegen die Sexsucht unternehmen könnte, natürlich können Ochsen viele Ratschläge auf den Tisch bringen, aber sie wissen ja nicht , was es bedeutet unter Dampf zu stehen.

Die ganze Welt der Angstberater ist voll von Maultieren, welche dem Araberhengt erklären möchten, wie man denn "angstfrei" einen schmalen Gebirgspfad wandern könnte. Aber ein Araberhengt und ein Maultier haben andere Gene, genau wie ein Stier und ein Ochse. Als Stier seine Sexualhormone zu bändigen, diese Information bekommt man nicht von den Ochsen.

lg  Franky

Letzte Änderung am 30 Apr 2010 14:39 von Franky


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