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LOVEISMORE Forum > Allgemeine Diskussion > Allgemeine Diskussion > Nutzen von Medikamenten gegen Pornographiesucht!!!
Nutzen von Medikamenten gegen Pornographiesucht!!!
 Moderiert von: pipo  
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VerfasserBericht
Dani
Member
 

Eingegeben am: 1 Sep 2009
Herkunft:  
Berichte: 25
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 3 Sep 2009 21:55
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Hallo,

mein Name ist Dani. Und ich bin selbst im Leitungsdienst einer Gemeinde tätig.

Ich bin selbst von Internetpornographie abhängig gewesen und ich hatte seit meinem 16 Lebensjahr schwer dbelschuleamit zu kämpfen (jeden Tag mehrere Stunden). Mit der Zeit wurde mir klar, dass dies nicht so weiter gehen konnte.

Wahrscheinlich ist meine Internetpornosucht auch daran Schuld, dass ich eine psyschiche Störung bekam. Mit Ausbruch der Krankheit habe ich das Modem weggesperrt und die Versuchung war aus dem Weg gerräumt. Ich muss dazu sagen, dass ich nie die Grenze überschritten habe mir Zeitschriften zu kaufen oder Filme auszuleihen. Hauptsächlich aus Scham.

Der Verzicht auf das Modem half größtenteils. Hier sollte das Bibelwort von Jesus ernstgenommen werden im kompromisslosen Umgang mit Versuchungen: Mt.18,9

Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, daß du einäugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest und wirst in das höllische Feuer geworfen.

Den Text aber bitte nicht buchstäblich verstehen!

Nun gut, die Versuchung war natürlich immer noch da. Schließlich hatten sich die Suchtstrukturen sehr intensiv im Gehirn abgespeichert.

Und was ich jetzt sage ist keine Alleinlösung. Zur Heilung von Pornographiesucht ist unbedingt eine biblische Auseinandersetzung mit Sexualität von nöten. Sonst wird das nichts.

Nach fast 2 Jahren schwersten psychischen Leiden hat mir mein Arzt ein Medikament gegen Angststörungen verschrieben. Es handelt sich hierbei um sogenannte tryziklanische Antidepresiva der älteren Sorte (Doxepin, Anafranil etc.). Diese Medikamente werden seit 40 Jahren millionenfach verschrieben und gelten als unbedenklich. Trotzdem greifen diese Medikamente in den Stoffwechsel des Gehirns ein und eine leichtfertige Einnahme ist nicht zu empfehlen. Vorurteile und Ängste sind aber meistens übertrieben.

Das Medikament nahm mir jede Lust an Sexualität und ich hatte keine Versuchungen mehr. Keine!!! Die willkommenen Nebenwirkungen befreiten mich fast vollständig von der Sucht und das Leben bekam eine ganz neue Qualität.

Übrigens sind diese (erwünschten) Nebenwirkungen von Mensch zu Mensch ähnlich. Diese Medikamente sollte man sich natürlich nur unter einer ausführlichen Beratung bei einem Psychiater oder einem gut informierten Hausarzt verschreiben lassen.

Heute bin ich aus seelsorgerlicher Sicht der Überzeugung, dass

1. bevor deine Ehe den Bach runter geht.
2. du deiner Arbeit nicht mehr nachgehen kannst.
3. oder du stark selbstmordgefährdet bist.

...es der beste Weg ist durch Einnahme eines Antidepressiva sich eine "Ruhepause" zu verschaffen währenddessen man seine Internetpornosucht aufarbeitet und ggf. seine Ehe rettet.

Wer aber meint, dass dies die Lösung aller Probleme ist hat sich getäuscht. Wer seine geistlichen Probleme nicht aufarbeitet wird nach absetzen des Medikamentes wieder den Versuchungen nachgeben.

Es hilft aber dem Gehirn die Möglichkeit zu geben die über Jahre eingeprägten Suchtstrukturen durch eine so herbeigeführte Pause (ca. 3-12 Monate je nach Schweregrad) aufzulösen. 

Letzteres hat mir sehr geholfen nicht mehr Sklave der Sünde zu sein. 

Heute merke ich, dass ich immer noch Probleme mit Internetpornographie habe. Ich falle durchnittlich alle 1-3 Monate. Das zeigt, dass ich noch was aufzuarbeiten habe. Es geht jetzt darum mit der Sünde nun endgültig zu brechen.

In diesem Punkt bin ich am verletzlichsten. Aber in diesem Stadium sollte man nicht zu Medis greifen.

Letzte Änderung am 2 Okt 2009 12:13 von Dani

seineFrau
Member
 

Eingegeben am: 22 Mai 2009
Herkunft: Germany
Berichte: 199
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 3 Sep 2009 23:09
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Hi,
deinen Text kann ich schon fast auswendig und ich würde gern mal wissen, warum du immer wieder den selben Text hier in`s Forum schreibst?

Werbung???

Medikamente als Helfer...wer`s glaubt! Sorry, Medikamente bekämfen niemals die Ursache (wie du selber schon bemerkt hast).

Ich habe keine Fragen, aber...bei allem Respekt:

*vielleicht möchtest du mal (hinter-) fragen*?


Dani
Member
 

Eingegeben am: 1 Sep 2009
Herkunft:  
Berichte: 25
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 4 Sep 2009 09:47
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Ja, tut  mir leid. Aber ich habe schon veranlasst, dass man die doppelten Texte löscht. War keine Absicht.

Du solltest mir aber auch nichts unterstellen.

Medikamente können eine gute Lösung sein ein wenig Ruhe zu bekommen und das dahinterliegende Problem anzugehen. Das habe ich aber auch geschrieben.




Letzte Änderung am 4 Sep 2009 10:12 von Dani

ITs ME!
Moderator


Eingegeben am: 25 Jan 2008
Herkunft: Berlin, Germany
Berichte: 165
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 4 Sep 2009 10:37
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Also, ehe hier jetzt ein Streit losgeht:

Sicher können Antidepressiva keine Ursachen heilen und so war's ja auch nicht gemeint. Sie können aber schon ein Ansatz sein, durch den man überhaupt erstmal wieder in der Lage ist klar zu denken, ruhig zu bleiben in Situationen mit denen man nur schwer umgehen kann usw.

Allerdings finde ich sollte man sowas niemandem direkt empfehlen oder davon abraten, weil man sowas wirklich selbst entscheiden sollte zusammen mit nem Arzt. Sowas greift schon ganz schön in den Körper ein und das sollte man auch bedenken. Es gibt auch Hausärzte, die sowas verschreiben, find ich aber ehrlich gesagt bissl leichtsinnig.

 

 

 

Yumiyoshi
Member
 

Eingegeben am: 24 Jun 2007
Herkunft:  
Berichte: 129
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 14 Sep 2009 13:22
 Nennen  Antworten 
antidepressiva sind keine tauglichen mittel gegen pornografiesucht.

die dämpfung der sexuellen lust, bei männern auch erektionsschwierigkeiten, sind eine bekannte und relativ häufig auftretende nebenwirkung von antidepressiva.

wenn man antidepressiva einnimmt, ohne tatsächlich welche zu benötigen, ist die wahrscheinlichkeit hoch, dass man vor allem mehr oder weniger stark deren nebenwirkungen spürt (schwindel, benommenheit, übelkeit, müdigkeit, ...). diese dinge treten ja auch dann auf, wenn man tatsächlich unter einer depression leidet, und man ein bestimmtes medikament nicht verträgt oder die dosierung zu hoch ist.

insofern halte ich die aussage, dass antidepressiva quasi ein medikamentöses "gegenmittel" gegen die sucht seien, für problematisch. denn die medikamente lösen nichts. im gegenteil, sie sind eher kontraproduktiv. denn dadurch, dass der leidensdruck wegfällt, ist die gefahr groß, dass man dann meint, hurra, jetzt ist ja alles gut. und in der folge auch glaubt, sich nicht weiter mit der eigenen sucht und den dahinter liegenden ursachen auseinandersetzen zu müssen. was zu einem bösen erwachen führen kann, wenn die medikamente dann irgendwann abgesetzt werden. denn dann fällt auch die nebenwirkung weg, und dann ist wieder alles beim alten.

sorry, aber menschen, die in einer sucht gefangen sind, den leidensdruck zu nehmen, führt in den allermeisten fällen NICHT zum ziel. menschen in der sucht sind sowieso schon weltmeister im verdrängen. wenn dann der leidensdruck auch noch wegfällt, bestärkt man den suchtkranken menschen lediglich darin, dass er sich und sein leben ja ohnehin nicht zu ändern braucht, und dass es ja eh auch irgendwie anders geht als mit der konfrontation mit den unerfreulichen fakten. womit einer der wenigen funktionierenden wege zur heilung erfolgreich blockiert wird.


Dani
Member
 

Eingegeben am: 1 Sep 2009
Herkunft:  
Berichte: 25
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 20 Sep 2009 12:38
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Hallo Yumiyoshi,

vielen Dank für deine ehrliche Antwort.

Es ist in der Tat so, dass der Leidensdruck hauptsächlich dafür verantwortlich ist, dass man seine Probleme aufarbeitet.

Allerdings darf man das m.E. nicht ganz so schwarz/weiß sehen. Es gibt Menschen (so wie ich;-)), die alle Wege gegangen sind die 1. Ihr gesundes Verhältnis zur biblischen Sexualität entdeckt haben 2. Im Glauben gewachsen sind und die Fehler der Vegangeheit zutiefst bereut haben. 3. Mit Pornographie nichts mehr zu tun haben und es wirklich verabscheuen.

Aber Yumiyoshi. Diese Menschen haben einen hohen Grad der körperlichen Abhängigkeit erreicht (Mehr als andere) bis zu dem Grad, dass sie sich das Leben nehmen wollen.

Für diese Leute können Medikamente, die den sexuellen Drang stark zügeln eine wirkliche Hilfe sein. Zudem ist es eine barmherzige Maßnahme für die Familienangehörigen, die die Folgen ebenfalls aushalten müssen.

In ambulanter, sowie klinischer Behandlung wird Menschen mit einem starken Sexualtrieb (Verursacht z.B. durch Pornographie) auf diese Weise schon sehr lange erfolgreich geholfen.

Und ich betone zum dritten Mal, dass Medikamente kein Allheilmitte ist, sondern das eine geistliche Auseinandersetzung unbedingt erforderlich ist für eine Heilung.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber berichten, dass ich die Medikamente ca. 1 Jahr genommen habe und danach kein Suchtmuster mehr entwickelt habe. Einfach deshalb weil ich daraus gelernt und Probleme aufarbeitet habe.

Es mag andere geben, die mögen das anders handhaben. Aber dafür kann man doch der Therapieform nicht die schuld geben.

Noch ein paar Worte zu den Nebenwirkungen:

Yumiyoshi, vielen Dank das du auf die Nebenwirkungen hingewiesen hast. Das was du geschrieben hast stimmt und ist berechtigt. Ich gebe zu, dass ich hier etwas versäumt habe zu sagen.

Allerdings
sind die von dir beschriebenen Nebenwirkungen von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei einer hochgradigen Abhängigkeit und den damit verbundenen psychischen Problemen (Selbstmordgefahr) und dem zusammenbrechen familiärer Strukturen, könnte man dieses kleinere Übel in Kauf nehmen. Zumal die Einnahme nur befristet ist und der z.T enorme Leidensdruck (den Pornographiesucht verursacht!) von vielen als quälender empfunden wird, wie evtl. auftretende Nebenwirkungen.

Aber dies muss jeder einzelne für sich selbst entscheiden. Ich hatte zum Beispiel fast keine Nebenwirkungen (leichte Gewichtzunahme). Dies ist aber eher eine von Gott geschenkte Sache.

Auf jeden Fall sollte man beten, wenn man der Meinung ist dieser Punkt sei erreicht.

Bei mir hat es die Wende gebracht daher will ich das den Menschen hier nicht vorenthalten.


Letzte Änderung am 26 Sep 2009 10:26 von Dani


 Uhrzeit 12:55




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