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ich wollte mal folgende Frage mit euch austauschen. Fördert Selbstbefriedigung die Sucht nach Pornokonsum? Und sollte man besser nicht beides lassen?
Ich habe folgende Erfahrung gemacht. Und das was ich jetzt schreibe, stammt auch nur aus der eigenen Erfahrung heraus.
Vor einiger Zeit habe ich mich mit oben gestellte Frage während meiner Pornosucht beschäftigt.
Ich hatte den Eindruck gehabt, besonders auf viel Gebet hin, dass ich mit der Selbstbefriedigung aufhören sollte, um das größere Problem (Pornosucht) in den Griff zu bekommen.
Seit 6 Wochen Masturbiere ich nicht mehr und davor habe ich es immerhin in 4 Wochen Zyklen geschafft mich davon weitgehend rein zu halten. Natürlich war das harte Arbeit.
Wie hat sich das auf meine Sucht ausgewirkt? Folgendes ist passiert. Mein Verlangen nach Pornographie hat stark nachgelassen. Ich konnte nach ca. 3 Wochen wieder im Internet surfen ohne an Pornographie zu denken oder in Versuchung zu geraten. Seitdem bin ich auch nicht mehr gefallen.
Nebenbei hat sich mein Trieb auf ein normales Maß zurückentwickelt. Es ist so, als ob ich eine "Entziehungskur" hinter mich gebracht habe.
Genaugenommen habe ich jetzt Frieden mit meinen Geschlechtsorganen.
Nach diesen Erfahrungen komme ich für mich zu den Schluss, dass die These: "SB ist ein Ventil, dass man besser nutzen sollte bevor man wieder in die Porno Sucht zurückfällt" nicht stimmt.
Man könnte noch viel Schreiben über den Dopamin Schub im Gehirn, den man durch gleichzeitiges Onanieren und Pornographiekonsum erfährt und die Sucht erst möglich macht. Aber ich will es nur mal bei bloßen Erfahrungswerten belassen.
Welche Erfahrungen habt ihr mit SB und Pornographiesucht gemacht und wie steht ihr zu dem Thema?
habe deinen Kommentar mit großem Interesse gelesen, da ich in fast der gleichen Situation bin. Ich möchte wegkommen von Onanie und Pornokonsum. Habe auch erste Anfangserfolge, aber es "juckt" halt immer wieder und ich möchte gerne in eine Pornokabine gehen um mich zu befriedigen.
Gleichzeitig erlebe ich immer ein Triumpfgefühl wenn ich der Versuchung widerstehen kann. Wenn ich auf der anderen Seite die Pornokabine verlassen habe, hatte ich kein gutes Gefühl, sondern schämte mich und fühlte mich schwach und schlecht.
Ich denke dass man sich "belohnen" sollte wenn man es nicht tut, denn das Gefühl, seinen Trieb bezwungen zu haben ist viel befriedigender als das Gefühl nach dem Kinobesuch.
Ich weiß nicht, ob es dir genauso geht. Es ist halt auch sehr schwer jemanden zu finden, miz dem man darüber reden kann. Das kann ich noch nicht mal mit meiner Frau, ich würde mich doch sehr genieren.
Vielleicht hast du ein paar Tips, wie man davon wegkommt?
Medizinisch gesehen, soll die Enthaltsamkeit nicht krank machen, oder? ich dachte immer, das irgendwann das "Fass" überläuft und sich der Samen seine Weg suchen muss. Aber das scheint ja nicht zu stimmen.
Wir könnten uns ja auch gegenseitig unsere Fortschritte und Erfolge schreiben. Gemeinsam fällt es oft leichter.