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was, wenn er es selbst nicht weiÃ?
 Moderiert von: pipo  
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VerfasserBericht
Elisabeth85
Member
 

Eingegeben am: 10 Mar 2008
Herkunft: Germany
Berichte: 1
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 11 Mar 2008 11:58
 Nennen  Antworten 
Hallo, ich bin heute das erste Mal zu euch gestoÃen. Ich finde diese Seite sehr interessant und ich möchte euch von meiner Situation erzählen:
Mein Lebensgefährte (wir sind leider nicht verheiratet, weil er nicht will) ist sexsüchtig.  Ich weià das seit drei Jahren. Es ist eben "das Ãbliche": Pornograpie im Fernsehen, Dvd, im Computer. Das sieht er sich heimlich an. Ich war mir nicht ganz sicher, ob er süchtig ist, deshalb habe ich nach Beweisen gesucht-und diese auch gefunden.
Den einen Tag bin ich früher als angekündgt nach Hause gekommen, um herauszubekommen, ob er wirklich das tut, was ich vermutete.
Er saà vor dem Pc, nur noch eine Unterhose an, und starrte auf den Pc. Er war grad dabei, sich Pornos aus dem Netz zu laden. Er sah mich böse an: "Warum bist du schon hier?" Und dann hatte er sofort einen schuldbewussten Blick im Gesicht.
Ich bin öfters ohne Ankündigung früher nach Hause gekommen. Was mir auffiel, war, dass er die Tür von innen verschlossen hatte und den Schlüssel von innen hat stecken lassen. Wenn ich geklingelt habe, hat es immer gedauert, bis er mir meist in Unterhose aufgemacht hat. Er war verschwitzt, er roch nach Sex, seine Augen sahen müde aus.

Ich habe seine Wohnung auf den Kopf gestellt und was ich fand, war der Horror: Kisten voller Pornographie, der Pc voll von Pornographie (auch von seinen Exfreundinnen). Eine Truhe voll von Sexspielzeug speziell für Männer.
Ich habe ihm einen Brief geschrieben, indem ich ihm sagte, dass ich weiÃ, dass er sexsüchtig ist. Er kam wütend nach Hause, knallte den Brief auf den Tisch und sagte, dass ich ihm diese Sucht unterstelle.

Seither bin ich in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern. Er ist nämlich auch trockener Alkoholiker und ich "co-abhängig". Nun, ich habe viel über Sexsucht gelesen. Und soweit ich weiÃ, kann eine Angehörige eines Sexsüchtigen ihm helfen. Nur-wie kann ich ihm helfen, wenn er seine Sucht immer noch vor mir und sich selbst verleugnet?
Verlassen will ich ihn nicht, da ich ihn liebe und mir Kinder von diesem Mann wünsche.
Was könnt ihr mir raten, wie kann ich ihm helfen, obwohl er nicht einsieht, dass er ein Problem hat?

Danke fürs Zuhören,
Elisabeth

Wir
Member
 

Eingegeben am: 17 Feb 2009
Herkunft:  
Berichte: 5
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 12 Mar 2009 19:50
 Nennen  Antworten 
Hallo Elisabeth,
wir beide, meine Frau und ich fühlen mit dir, da wir ein ähnliches Drama hinter uns haben. Ich bete für euch, dass dein Partner sich für dich und gegen die Sucht entscheidet. Genau vor 2 Jahren war es, als ich meiner Frau sagte: "Da ist noch etwas.." Also wollte ich mich endlich, nach Jahren der sündhaften Sucht öffnen, bekennen. Meine wunderbare Frau verließ mich nicht, sondern stellte mich sanft, aber bestimmt vor die Entscheidung. Auch ich war bis zu obigem Datum der Überzeugung, nicht süchtig zu sein. Meine Frau sagte  mir auf den Kopf zu, dass ich süchtig sei und bot sich an, mir zu helfen, was ich annahm. Der Weg ist äußerst schmerzhaft und langwierig für beide und dauert noch an...

In Selbsthilfegruppen wurde uns abgeraten, die eigene Frau als "Sponsorin" zu belasten, aber bei uns war es segensreich. Wie das bei anderen, also bei euch sein würde, können wir nicht beurteilen. In der Bibel steht an so vielen Stellen, dass der sexuelle Missbrauch am eigenen Körper die schlimmste Sünde ist, sie führt zum TOd, gesitig, seelisch und schließlich körperlich. 

Jesus Christus, bitte lenke das Herz des Mannes von Elisabeth, sich zu öffnen und sein Leben nach Matth. 5, 27 und nach deinem Wort auszurichten, AMEN

nasiräer
Member


Eingegeben am: 14 Aug 2008
Herkunft: Berlin, Germany
Berichte: 259
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 13 Mar 2009 18:36
 Nennen  Antworten 
Hallo Elisabeth85,

was mir grad durch den Kopf geht, wo ich eure beiden Beiträge lese und wenn ich mein (Innen-)Leben dagegen sehe.
Vielleicht klingt es naiv, aber ich glaube, es ist gar nicht so schwer, endlich offen zu sein und ehrlich und es ist vor allem sehr heilsam und dazu kommt, daß Gott dann auch eingreift, weil er Wahrheit liebt und Wahrhaftigkeit und jedem, der sich zu seiner eigenen Wahrheit stellt, auch hift, sich zu ändern, auch wenn es dabei eine Zeit braucht, weil meist sitzt so eine Sucht ja sehr tief in der Seele verankert.
Es ist eine Chance, daß das Leben ein wirkliches, erfülltes Leben werden kann, einfach dadurch, daß es dann endlich echt ist und man ankommt und sich auch gegenseitig annehmen kann, ja erst wirklich dann sich gegenseitig annehmen kann und dann ist auch eine Liebesbeziehung erst wirklich echt und kann unendlich tief gehen und aufbauend sein.
Ich wünsche Dir, Elisabeth85 daß Du dir nichts vormachst und auch nicht dich so einfach als coabhängig hinstellst, nur weil es so eine Theorie ist, sondern prüfe einmal, ob Du das wirklich sein willst: coabhängig oder ob Du unabhängig von einer unehrlichen Sucht sein willst, indem Du die Sucht nicht gelten läßt und damit auch keinen eigenen Fatalismus hinnimmst und zumindest Du dich gegen die Verfinsterung deines und eures Lebens stellst, weil sonst würdest Du das ja noch unterstützen, wenn Du es passiv hinnimmst.
Aber machen wir uns nix vor: es geht nicht darum, alles soll gleich anders werden oder ein entweder oder in Bezug auf die Suchtsymptome, sondern es geht um Ehrlichkeit und Offenheit und ein Ziel, das man haben kann und sollte und die Frage und die ehrliche Antwort, ob man (Er, sowie Du) es auch wirklich erreichen WILL und ob man es auch ehrlich und wirklich gemeinsam WILL oder nicht - und solange diese Frage unbeantwortet oder uneindeutig oder wischiwaschi beantwortet bleibt, bleibt 'ihr' auch in dem elenden Zustand, ob nun gemeinsam oder getrennt.

Wahrhaftigkeit und Offenheit ist der Weg, totale Annahme das Mittel, Liebe das Ziel - wenn es ein 'wahres Leben' sein soll und kein verfinstertes Rumgequäle und Halbheiten mit dem, was das Lebensblut aussaugt.

Oder?


Eph 6, 12 "Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen <Mächte> der Bosheit in der Himmelswelt."*




Möge Gott euch die Liebe offenbaren, wie uns allen.




Nasi

 . .  denn die Liebe Liebe Liebe Liebe die macht viel Spass, viel mehr Spass, als irgendwas
(
Codo der dritte, aus der Sternenmitte)

*Elberfelder


 Uhrzeit 13:13




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