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Kein Vertrauen mehr da
 Moderiert von: pipo  
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VerfasserBericht
christina
Member
 

Eingegeben am: 8 Jul 2010
Herkunft:  
Berichte: 17
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Jul 2010 07:03
 Nennen  Antworten 
Hallo,
erstmal kurz über meine Situation: Mein Mann ist pornosüchtig. Nicht erst seit gestern, sondern schon ein paar Jahre. Über das Anschauen von Filme, hätte ich eventuell noch hinwegsehen können. Das Problem ist, dass er immer wieder den persönlichen Kontakt mit diesen Frauen sucht, mittels Handynummern, Emailkontakt, Treffen usw. Er hatte mir schon des Öfteren versprochen dies zu lassen. Jetzt gab es letzte Woche wieder einen riesigen Knall bei uns, er wollte sich schon wieder mit einer Frau treffen oder hat er vieleicht auch, er sagt nein, aber ich weiß nicht ob ich ihm gauben kann.
Dieses mal war es wirklich soweit, dass ich unsere Ehe beenden wollte, denn ich gehe daran zu Grunde, zumal wir auch zwei Kinder haben, die auch mitbekommen, wenn etwas nicht stimmt. Naja, wir haben geredet, er hat mir versprochen aufzuhören. Er hat es jetzt eingesehen und, und, und. Naja, wir haben jetzt einen Pornoblocker installiert, er hat alles an Pornodateien gelöscht, macht jetzt einen Internetworkshop, um von dieser Sucht loszukommen. Ich sehe schon, dass er sich bemüht, und bin auch mächtig stolz auf ihn.
Jetzt kam aber wieder so eine Situation, wo ich einfach merke, wie tief der Schmerz bei mir sitzt, und ich ihm einfach noch nicht vertrauen kann. Gestern Nacht ging bei uns das Telefon, mit einer Nummer, die aus dem Ort stammt, wo mein Mann arbeitet. Er ist nicht rangegangen, hat gesagt, die kennt er nicht. Aber bei mir kreisten meine Gedanken die ganze Nacht um diese Nummer. War es eine Geliebte von ihm, wieso ruft eine fremde Nummer so spät bei uns an. Ist es Zufall, dass es eine Nummer aus seinem Arbeitsort war? Ich kann nicht mehr, ich möchte diese schrecklichen Gedanken nicht mehr haben. Ich möchte ihm vertrauen und vergeben können. Was soll ich nur machen, ich mache mich mit diesen Gedanken fertig. Ich möchte diese Ehe nicht aufgeben, ich liebe ihn und meine Kinder unendlich, und wir haben schon so viel miteinander durchgemacht. Doch kann ich ihm jemals wieder vertrauen? Ich habe Angst, und mir geht es nicht gut, was soll ich nur machen...

seineFrau
Member
 

Eingegeben am: 22 Mai 2009
Herkunft: Germany
Berichte: 200
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Jul 2010 08:37
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Hallo christina,
das ist ganz schön heftig, was du hier schreibst...und ich kann wirklich nachvollziehen, dass du deinem Mann nicht mehr vertrauen kannst...und wenn das nun schon so lange Jahre geht, er aber immer wieder verspricht, es zu lassen...

Liebe christina, wovor hast Du Angst?

Euer Familienleben ist ja nun stark belastet, die Kinder leiden auch darunter und dir geht es nicht gut...was spricht dafür, weiter zu kämfen?

Ich wünsche dir Mut und Kraft
von herzen
seineFrau

christina
Member
 

Eingegeben am: 8 Jul 2010
Herkunft:  
Berichte: 17
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Jul 2010 08:59
 Nennen  Antworten 
Ich habe Angst, diesen Menschen zu verlieren, der er auch sein kann. Ein liebenswürdiger Vater, mein bester Freund und guter Ehemann. Wenn da nur diese Sucht nicht wäre...
Ich habe ja die Hoffnung, dass es dieses mal klappt, denn ich glaube, er hat jetzt endlich auch mal etwas begriffen, oder täusche ich mich so sehr in den Menschen, den ich doch am besten kennen sollte. Es ist schwer...
Mir bedeutet diese Ehe und Familie zu viel, um sie aufzugeben, oder sollte ich gerade deswegen aufhören zu kämpfen? Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll.
Und dieser blöde Telefonanruf, geistert mir die ganze Zeit im Kopf umher, weibliche Intuition?

seineFrau
Member
 

Eingegeben am: 22 Mai 2009
Herkunft: Germany
Berichte: 200
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Jul 2010 10:48
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...was fehlt Ihm denn in eurer Beziehung...hast du ihn gefragt, warum er das tut?...was sagt er...Was fehlt ihm überhaupt im Leben?...

Du hast dich ja bereits entschieden...aber was willst du tun, dass es dir wieder besser geht?


christina
Member
 

Eingegeben am: 8 Jul 2010
Herkunft:  
Berichte: 17
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Jul 2010 10:58
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Ich weiß es nicht, was ich machen kann, damit es mir besser geht.
Ich habe ihn des Öfteren gefragt, woran es liegt, er weiß es selber nicht. An mir soll es nicht liegen. Der Reiz am Verbotenen? Ich weiß nicht. Mein Mann ist im Allgemeinem ein sehr verschlossener Mensch. Erzählt nicht sehr viel über seine Gefühle. Vieleicht kann er sich bei diesen Sachen öffnen, sich selber wahrnehmen? Ansonsten kann ich es mir nicht erklären. Ich verurteile ihn nicht, für das was er getan hat. Es wird mit Sicherheit seinen Grund haben, trotzdem ist es schwer.
Ist Dir auch so etwas passiert? Wenn ja, wie gehst Du damit um?

seineFrau
Member
 

Eingegeben am: 22 Mai 2009
Herkunft: Germany
Berichte: 200
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Jul 2010 19:28
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Ausschliesslich (nach meinem Wissen) geht es bei ihm um Internet-P...
Wüsste ich allerdings von persönlichen Kontakten...nun ja...ich denke, ich hätte weder Mut, Kraft und vorallem kein Verständnis...selbst wenn es für ihn schwere Gründe gibt (es nicht an mir liegt). Einmal...vielleicht, aber so oft...nein. Ich glaube, die Kraft hätte ich nicht...


christina
Member
 

Eingegeben am: 8 Jul 2010
Herkunft:  
Berichte: 17
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 9 Jul 2010 19:34
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Das Problem bei mir ist ja, dass ich zur Zeit garnicht mehr weiß, ob ich die Kraft noch habe. Der Schmerz sitzt im Moment so tief, dass es mir die Luft zum Atmen nimmt. Ich kann nicht denken, entscheiden was ich machen soll.
Über Bilder und Filmchen hätte ich wahrscheinlich auch schweren Herzens drüber hinweggesehen, aber dieses Persönliche... Das ist es was mich so tief  trifft...
Wie lange geht es bei Dir denn schon so? Hast Du Dich damit abgefunden, oder hat Dein Mann sich versucht zu ändern?

seineFrau
Member
 

Eingegeben am: 22 Mai 2009
Herkunft: Germany
Berichte: 200
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 10 Jul 2010 07:34
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Ich hoffe du wirst bald einen Weg finden, dass ist ganz schön hart!, was er dir da zumutet...

Nun ja....es geht schon relativ lange, eigentlich seit dem wir zusammen sind...7 Jahre...was vorher war in dieser Hinsicht, weiß ich nicht.

Ja, ich habe mich damit eigentlich abgefunden, die einzige Möglichkeit für mich, um nicht dran zu "scheitern"... hast du jemandem, mit dem du persönlich darüber reden kannst?...

christina
Member
 

Eingegeben am: 8 Jul 2010
Herkunft:  
Berichte: 17
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 10 Jul 2010 10:48
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Nein, ich kann nur mit meinem Mann selber darüber sprechen. Ich finde es bewundernswert, dass Du es so hinnehmen kannst. Ich weiß ja auch selber, dass ich ihn nicht ändern kann. Das nur er etwas dagegen tun kann, im Moment schaut es ja auch so aus, dass er sich bemüht. Naja, ich denke, ich kann nur abwarten und schauen, ob ich mit der Zeit besser damit zu recht komme, und ob er auch endlich anfängt etwas für diese Ehe zu tun.

seineFrau
Member
 

Eingegeben am: 22 Mai 2009
Herkunft: Germany
Berichte: 200
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 10 Jul 2010 21:06
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(aus einem Post von mir an katzenfreundin...passt aber hier für dich auch sehr gut)

...dass erste, was ich tat war, in die nächste Stadt zu fahren und mich in eine Kirche zu setzen (ich bin keine Christin, aber ich glaube an diese eine Große Kraft!).
So, da saß ich nun, ich habe geweint und in Gedanken um Hilfe "gefleht", um Kraft gebeten um nicht zu zerbrechen...einen Weg!
Ich schaute lange Jesus am Kreuz an und wurde dabei ganz ruhig...ganz tief, ganz ruhig.
Es war eigenartig,.... ich habe die Kirche ganz "ruhig" verlassen...ich hatte die Kraft zu laufen, ich hatte Kraft mich zu beruhigen...hatte Kraft weiter zu machen, irgendwie!
Es hatte sich für mich eine Tür aufgetan, denn ich war fähig, weiter zu "leben"...

Versuch, jemanden zu finden, mit dem auch du reden kannst....ich denke, dass wird gut sein...und/oder schreibe hier einfach weiter...wir lesen mit...ich bin in Gedanken bei dir!

von herzen
seineFrau

christina
Member
 

Eingegeben am: 8 Jul 2010
Herkunft:  
Berichte: 17
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 11 Jul 2010 12:09
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Ich habe die Befreiung des Schreibens wieder für mich entdeckt. Ich schreibe meine Gefühle wie in einem Tagebuch nieder. Es tut gut, seine Gedanken auch schriftlich einmal zu formulieren. Ja, beten tue ich auch. Und ich habe diesmal, das erste Mal, nach all den Jahren, Hoffnung, dass mein Mann es endlich versteht. Das er endlich sieht, wie tief es mich verletzt.
Heute morgen haben wir einen kleinen Ausflug mit den Kindern gemacht, und was soll ich sagen, es war schön. Ich bete und schreibe weiter, und gebe dieses kleine Stückchen Hoffnung nicht auf.  Zur Zeit sitzt er fast garnicht vor dem Computer, aber Angst bleibt natürlich, dass es sich wieder ändern wird. Ich werde sehen müssen, was kommt.

Hiob
Member
 

Eingegeben am: 24 Mai 2010
Herkunft:  
Berichte: 16
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 28 Jul 2010 18:30
 Nennen  Antworten 
Liebe Christina

Deine letzten Zeilen sind nun schon einige Zeit her, als Du sie schriebst, deshalb hoffe ich, dass Du noch keinen Schlussstrich in Eurer Beziehung gezogen hast!

Dass Du Deinen Mann liebst und Deine Familie erhalten willst, ist der beste Vorsatz, den Du treffen konntest, Du bist eine sehr starke Frau und hast viel Liebe in Dir!!!

Du bist bereits auf dem guten Weg, auf dem richtigen, auf dem Weg der Heilung!

Wie Du aus meinem Synonym ersehen kannst, bin ich ein Mann und schreibe Dir auch aus dieser Sichtweise.

Meine fast 30jährige Ehe wurde 2004 letztendlich geschieden. Einer der Hauptgründe war meine Sexsucht mit anschließendem Ehebruch, den ich bitter bereute. Trotz meines öffentlichen Schuldbekenntnisses und der Bitte um Vergebung – vor meiner Frau, unseren 4 Kindern und unserer Gemeinde (Kirche), wäre ich beinahe an meiner Selbstanklage, Schuld-selbst-Zuweisungen, das Erkennen der großen Not, welche ich über meine ganze Familie brachte, und der Frage, ob Gott mir dies jemals vergeben kann, zerbrochen.

Heute weiß ich, dass ich dies alleine nicht geschafft hätte, ich hatte / habe einen übermächtigen Helfer, der mich über alle maßen liebt – Jesus Christus.

Zu ihm habe ich in meiner Verzweiflung gerufen, nein geschrien, und er hat mich erhört, mir meine große Schuld vergeben und mich noch zusätzlich von meiner Sucht befreit.

Auch meine Kinder sind auf dem Weg der Heilung, wo sie IHN in ihr Leben hineinlassen.

Dieser ganz ganz lieben Papa hat mir seine Wärme und Frieden spüren lassen, das kann ich auch Dir nur wärmstens empfehlen!!!

JESUS liebt Dich, Deinen Mann und er liebt Eure Kinder und ist genauso traurig über Euer Leid, wie Du / Ihr es seid!

Er ist DER STARKE HELFER an unserer Seite in den stürmischen Zeiten des Lebens!

Nur ER kann deinen Mann auf wundersame Art und Weise heilen und Dich zärtlich an sein liebendes Vaterherz drücken und Dir all Deinen unermesslich großen Schmerz, Kummer und Schamgefühl von Dir nehmen und seinen großen Frieden in Dein verwundetes Herz legen und es heilen – wenn Du es zulässt.

Habe mich sehr gefreut, als ich las, dass Du betest, werde Dich dabei gerne unterstützten!

Ja, erzähl Jesus von Deinem Schmerz, Kummer, Not und von Deinen Wunden, die Du erlitten hast und bitte IHN, Dir zu helfen – ER hört Dich überall und weiß bereits von Deiner / Eurer großen Not, auch wenn Du Jesus nicht sehen kannst.

Bitte Jesus um Heilung für Deinen Mann, auch wenn er selber gar nicht weiß, dass Du für ihn betest, tu es im Vertrauen, gib dich IHM einfach hin. Ob Dein Herz es jetzt glauben kann, oder nicht, ist im Moment nicht so wichtig, Jesus hört Dich in jedem Fall und ER will Dir helfen, ER braucht nur Deine Zustimmung, Dein Vertrauen und Deine Zuwendung!

Ich habe auch in anderen Bereichen Heilung durch Gebet an meinem eigenen Körper erfahren.

Auch weiß ich von einer Frau, die für ihren, seit ca. 20 Jahren an TBC erkrankten Mann betete. Eines Abends hörte sie ihn noch im Nebenzimmer husten, als sie auf ihren Knien betete und plötzlich war sein Husten weg, und er war ab diesem Moment geheilt.

Meine Erfahrung mit Sexsucht ist jene, dass ich irgendwann mal ein kleines Türchen dieser Unmoral geöffnet habe. Und herein kam dann etwas, das sich als übermächtig und besitzergreifend entpuppte. Ähnlich einer Krankheit (Vieren, Bakterien). Bitte versuche nicht auf Deinen Mann böse zu sein, sondern auf das, was ihn dazu treibt, das was ihn im Moment noch gefangen hält. Eine große Hilfe wäre es für eure Beziehung, wenn Du Deinem Mann vergeben könntest - ich weiß, das ist sehr sehr schwer, was ich Dir hier rate, jedoch würdest Du großen Druck von ihm und von Dir nehmen. Auch wenn Du es im Moment bei bestem Willen nicht kannst, lass die Vergebung Dir als Ziel vor Augen sein und suche sie. Ein ganz großer Schritt in Richtung Heilung wäre es, wenn Du Deinem Mann sagen könntest, dass Du ihn liebst und ihn als Person annimmst, jedoch die Sache, oder das, was er tut, ablehnst.

Als Schlusswort möchte ich Dir noch sagen, dass ich aus Erzählungen von älteren Ehepaaren (70-80), welche noch heute glücklich und händchenhaltend spazieren gehen weiß, dass gerade jene die ärgsten Tiefen ihres Lebens gemeinsam durchgegangen sind und durchgestanden haben und danach ihre Beziehung gerade dadurch gewachsen ist und zu der innigen Verbindung wurde, wie sie heute ist.

Ich würde mich freuen, wenn Du schreiben würdest, wie es Dir / Euch geht und bete gerne für Dich und Deine Familie…

 

…Hiob…


Letzte Änderung am 28 Jul 2010 19:19 von Hiob

christina
Member
 

Eingegeben am: 8 Jul 2010
Herkunft:  
Berichte: 17
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 28 Jul 2010 20:50
 Nennen  Antworten 
Lieber Hiob,

ich danke Dir für Deinen stärkenden und lieben Zeilen. Es ist immer noch sehr schwer für mich, aber ich habe trotzdem die Hoffnung, dass es mir bald wieder besser geht. Vergebung, ja, das ist ein so großer Schritt, den ich im Moment noch nicht gehen kann. Ich sage meinem Mann immer wieder, das ich ihn liebe und ihn keinenfalls verachte,aber vergeben kann ich zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht. Ich wünschte es wäre anders, aber ich würde mich nur selber belügen.
Ich bete und hoffe weiter, dass ich ihm bald vergeben kann...Ich hoffe, dass unsere Ehe gestärkter denn je aus dieser schweren Zeit herausgehen wird. Alles hat seinen Grund, warum dann nicht auch dieses.

Ich danke Dir für Deine Gebete

Christina

christina
Member
 

Eingegeben am: 8 Jul 2010
Herkunft:  
Berichte: 17
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 29 Jul 2010 06:03
 Nennen  Antworten 
Hallo Hiob,

Deine Zeilen ließen mich heute Nacht nicht los. Das allerschlimmste an dieser Sitution ist das Misstrauen. Es gibt  kein schlimmeres Gefühl, als dieses. Den Schmerz könnte man eventuell noch ertragen, aber das Misstrauen nagt in jeder Sekunde an einem. Und ich glaube, das ist auch das, welches meinen Mann im Moment sehr mitnimmt. Er fragt mich immer wieder, was er machen kann, damit es mir besser geht. Ich sage dann immer nur, höre bitte auf damit. Aber es ist halt leichter gesagt als getan...
Bist Du in einer Beziehung, ausser in der zu Gott?
Ich werde um diese Ehe und um meine Familie kämpfen, ich bete und hoffe auf Heilung...

Gruß
Christina

Hiob
Member
 

Eingegeben am: 24 Mai 2010
Herkunft:  
Berichte: 16
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 29 Jul 2010 23:32
 Nennen  Antworten 
Liebe Christina

 

Danke für Deine Offenheit und Aufrichtigkeit!

Wie warmherzig Du trotz allem über Deinen Mann sprichst, ehrt Dich!

Dein Misstrauen jedoch ist durchaus verständlich, weil einem die verschiedensten Szenarien durch den Kopf schießen und man nicht weiß, ob sein Partner stark bleiben kann, oder wieder schwach wird und fällt, wobei man da auch wieder mit ihm leidet, weil man weiß, dass er es anschließend wieder bereuen würde und selber darunter leidet. In jedem Fall weiß Jesus bescheid und weil er Dich, Deinen Mann und Eure Kinder mit einer unermesslichen Liebe liebt, wartet ER bereits auf Dich, dass Du IHM alle Deine Sorgen um Deinen Mann und Familie anvertraust.

„Alle eure Sorge werft auf ihn (Jesus), denn er sorgt für euch.“ Steht im 1. Petrus 5,7.

Ich habe mich selber dabei ertappt, dass ich Jesus im Gebet meine Sorgen und Ängste „hingeworfen“ habe und bald darauf habe ich schon wieder darüber nachgegrübelt und schon wieder war ich bedrückt, blockiert, frustriert und gefangen in meinen Sorgen!

Wozu habe ich eigentlich gebetet?

Vertraue ich wirklich, dass ER größer und stärker ist und in alle Situationen eingreifen kann, oder war mein Gebet nur eine Oberflächlichkeit und ich doch die Situation selber kontrollieren und manipulieren möchte???

Als ich diese Lektion gelernt hatte, ließ ich keinen sorgeerfüllten Gedanken darüber mehr zu, nachdem ich ihn an Jesus abgab und sagte zu mir: „Nein, darüber denke ich nicht mehr nach, mein lieber Papa kümmert sich jetzt um diese Sache - Punkt!“ Nach einiger Zeit der Übung gelingt es mir heute ganz gut Sorgen und Probleme abzugeben, ohne mich selber für meine falsche Oberflächlichkeit selber anzuklagen, sondern fröhlich und sorglos meinen Weg weiter gehe. Dieses ganz praktisch gelebte Vertrauen auf unseren Gott entspannt die Situation und kann auch in Deinem Fall Deinem Mann die Chance geben, in eine entspannte Situation zu kommen, denn er sieht Deine Sorgen in Deinen Augen!

Vielleicht wäre es in den nächsten Tagen sogar möglich, dass Du Dich mit Deinem Mann am Abend zusammen setzt, seinen Hände nimmst und betest. Wenn Dein Mann hört, dass Du eine dritte Person (Jesus) bittest, ihn zu stärken, zu beschützen, dass du ihn liebst, nicht verlieren möchtest, Eure Familie als eine feste Einheit zusammen bleiben soll, wird Jesus auch das Herz Deines Mannes bewegen und stärken. Vielleicht werdet ihr miteinander weinen – das ist o.k. - vielleicht wird auch er eines Tages den Mut finden mit Dir zu beten und Jesus bitten Dich zu beschützen, zu stärken und zu segnen? In jedem Fall kommt Segen und Kraft in eine Familie, wo Eltern gemeinsam und für einander beten. Jesus hat selber zu seinen Jüngern in Matthäus 18, Vers19+20 gesagt:

“Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.“

„Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Ist das nicht eine ganz, ganz tolle Verheißung, auch für Euch???

Im Namen Jesus spreche ich all diese wunderbaren Verheißungen über Eure Familie aus!!!

 

Nun zu Deiner Frage: Nein, ich lebe in keiner Beziehung, muss zuvor noch einiges in meiner Seele geheilt werden.

 

Würde auch gerne Deinen Mann kennenlernen. Vielleicht möchte er sich einem Mann gegenüber mitteilen, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, und mir eine e-Mail schreiben, wäre nicht so öffentlich, wie hier im Forum???

Er Bräuchte dazu im Forum nur links, neben meinem Artikel den Namen „Hiob“ (in grün) anklicken, danach auf „sende E-mail“.  ;)

 

Der Herr segne und beschirme Euch...

 
...Hiob...


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