| Verfasser | Bericht |
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nunc Member
| Eingegeben am: | 7 Aug 2010 |
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Geschrieben: 16 Sep 2010 21:29 |
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Hallo Goofy,
Danke für Deine ermutigenden Worte.
„Dein Christliches Verhalten kann Deinen Mann ändern“
Danke für das Vertrauen das Du in mein christl. Verhalten setzt. Leider muß ich zugeben, daß ich mich keinesfalls immer gut, geschweigen denn christl. Verhalten habe. Auch nach meiner Bekehrung nicht.
Von einer Verhaltensänderung meines Mannes merke ich ncihts.
„Gott hat Dich gefunden und das ist gut so.“ Da hast Du vollkommen recht.
Ich bin Gottes geliebte Tochter.
Du bist Gottes geliebte Tochter.
„Gott hat Dich gefunden und das ist gut so.“ Das ist das beste was mir jemals passiert ist. Kommt noch vor den Geburten und ich liebe meine Kinder.
„Er hilft Dir diese Situation zu meistern.“ Davongehe ich irgendwie aus. Trotzdem mußte ich in den Ferien erstmal meine unterkühlte Gottesbeziehung in Ordnung bringen.
Dabei haben mir die online-Kurse von mehrglauben.de sehr geholfen.
Zur Erklärung:
erster Schock:
Computeraktivität meines Mannes entdeckt und Puzzleteile zusammensetzen. Also alte auffällige nicht einzuordnende Dinge wie einmal eine total hohe Telefonrechnung, entsprechende Videos von einem „Freund“ die in unserem Keller waren, anzügliche Spam-Mails usw
Immer eine passende Erklärung von ihm, einleuchtend und dann noch meine Naivität. Ich bin ja gar nicht auf die IDEE gekommen, daß da was sein könnte. „M e i n Mann doch nicht!“
Damals (Zeit nach der Geburt unserer Tochter) hab ich mich übrigens keineswegs entzogen. Ganz im Gegenteil ich erlebte diese eineinhalb Jahre als gute gemeinsame Zeit.
Etwas später kam mir manches, das ich schwer in Worte fassen kann, komisch vor. Wie fremdgesteuert. Mag er jetzt plötzlich Männer, hab ich mich unter anderem gefragt. Ich war irritiert und ging auf Rückzug.
Nach der Entdeckung war ich wie bereits erwähnt nur gelähmt und handlungsunfähig, ziemlich depressiv würde ich jetzt sagen. Das hat aber niemand so richtig wahrgenommen.
1. Ich bin etwas zurückhaltend und in mich gekehrt.
2. Hatte ich den Eindruck ich muß damit alleine klarkommen. Hab also mit niemandem darüber gesprochen
3. Hab so gut es geht, und ich denke DAS kann ich gut, weil lebenslänglich geübt, versucht nichts von der häuslichen und meiner Situation nach außen dringen zu lassen. Außen beginnt bei meiner Haut. Also auch kein Wort zu meiner Freundin. Stellung halten.
Falscher kann man es wirklich kaum hinbringen. Reden und Trost suchen ist existenziell.
Aber, ..es war so unwirklich. Alles lief weiter wie immer. Ich hab meinen Mann nicht zur Rede gestellt, zuerst. Dann hab ich Anspielungen gemacht um Brücken zu bauen. Vielleicht erzählt er ja von selbst…
Fehlanzeige.
Schließlich, nach ein paar Wochen, habe ich ihn vor dem Computer „gestört“ (bereits beim Hochfahren) und gesagt ich weis was er vorhätte und am Computer macht. Wieder nichts. Keine Reaktion. Steht nur da, achselzuckend und guckt. Bis ich mich verziehe.
zweiter Schock:
Ich war neu in der Gemeinde. Neugeboren. Ich hab wirklich für Jesus gebrannt. Obwohl die Kinder klein waren habe ich in vielen Arbeitsgruppen gearbeitet. Es war toll. Spannend.
Vorher lief es zuhause nicht immer so gut, schwanger, Haus renovieren, umziehen, die neue sehr anspruchsvolle berufl. Tätigkeit von meinem Mann, lange Arbeitstag, unregelmäßige Arbeitszeiten, nebenbei weiterrenovieren, wochenlange Besuche der Schwiegereltern, zur Bauhilfe.
Jetzt mit Jesus, war ich befreiter und konnte viel leisten. Hab ich auch. Es ging mir richtig gut. Anfangs ging mein Mann noch mit zur Gemeinde. Hat sich auch dafür interessiert, unsere Nachbarn wurden uns gute Freunde. Aber dann hat sein Interesse nachgelassen.
Zugegeben: Zuerst war ich gar nicht so böse darüber. Ich habe mich immer für ihn mitverantwortlich gefühlt, daß er die Botschaft versteht und auch bald zum Glauben kommt und ich hab mich auch von ihm bewacht und kontrolliert gefühlt, aber das liegt wohl eher an mir.
Jedenfalls, jede –wirklich- jede außerhäusige und besonders gemeindliche Abwesenheit wurde von ihm für seine Computertätigkeiten genutzt. Dieser treudoofe Computer zeichnet Datum und Uhrzeit ja säuberlich auf. Ich mußte nur noch mit dem Kalender vergleichen.
Termin um acht, dann gehe ich viertel vor. Computer hochgefahren 19.52 und dann…. entsprechende Dateien.
So hat sich auch meine Co-Abhängigkeit prima entwickelt. Ich könnte mich jetzt noch in den Ellenbogen beißen. Wie doof ist eigentlich erlaubt? Sorry, bin einfach nur verärgert über mich selbst.
Daß dieser Riß so tief sitzt auch in meiner Gottesbeziehung weis ich erst jetzt nach 7 Jahren. Jetzt wird es heil.
Vielen Dank fürs Zuhören/Lesen.
Liebe Grüße
nunc
Letzte Änderung am 16 Sep 2010 21:31 von nunc
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Goofy Member
| Eingegeben am: | 9 Sep 2010 |
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Geschrieben: 17 Sep 2010 11:41 |
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Hallo nunc,
ich danke Dir, dieser Gedankenaustausch hilft auch mir.
Unsere Situation ist sehr ähnlich.
Also zum christlichen Verhalten:
Da muss ich Lachen, nicht über Dich, sondern, weil ich mich in der Zeit, als noch nicht raus war, was mit meinem Mann los ist (und ich dachte auch, man jetzt ist er Homosexuell), alles andere als christlich reagierte. Der Zorn und die Wut und das Gespür, dass er mich von vorne bis hinten belügt, haben mich zu so manchen schlimmen Schimpfwörtern hinreisen lassen. A-loch war das harmloseste, Wi... (und ich wußte nicht, wie sehr ich damit den Kern der Sache traf.
Doch meine Wut brachte mich letztendlich dazu zum Therapeuten zu gehen und ihn zur Rede zu stellen. Nachdem raus war, dass er mich betrogen hat, vergingen weitere zwei Monate, in denen mir das Ausmaß unserer Probleme noch nicht bekannt war. Ich ließ mir auch noch die Schuld für seinen Ehebruch in die Schuhe schieben. Weltliche Therapeuten bekräftigten dass auch noch. Der Spruch: "Es sind immer zwei Schuld, wenn eine Ehe krankt" - hängt mir zu den Ohren raus.
Irgendwann siegte meine Wut - Gott sein Dank! - Ich sagte "Nein, dass mach ich nicht mehr mit. Du hast Mist gebaut, Du bist fremdgegangen. Wenn hier einer beim anderen zu Kreuze kriechen muss und sich den "Arsch" aufreissen muss, dann bist Du dass. Ich mach dass nicht mehr. Mag sein, dass ich Fehler habe, darüber hätten wir reden können. Aber es berechtigt Dich nicht, mich zu betrügen. Und wenn Du nicht bereit bist, mir zu zeigen, wie leid es Dir tut und dass Du froh bist, dass ich noch hier bin, dann bin ich weg!"
Und das meinte ich so. Und von da ab ging es bergauf. Immer wieder kam das Vertrauensthema auf. Immer häufiger habe ich zu Gott gebetet. Ich fand mein Verhalten auch nicht wirklich christlich. Irgendwann hat Gott mich hierher geführt, nachdem ich ihn angefleht habe mir zu helfen, ich hätte einfach nicht die Kraft, er müßte das übernehmen. Da hab ich wohl endlich begriffen, dass nur Gott sowas heilen kann und nicht ich. Diese Demut hat Gott sofort belohnt und ich fand den Artikel auf dieser Seite "Heilung einer durch Ehebruch zerbrochenen Ehe". Nachdem wir diesen Artikel gelesen haben, hatten wir noch einen Tag richtig zoff und dann hat mein Mann gestanden, auch süchtig zu sein. Ich habe in dieser Zeit wirklich mehrmals täglich gebetet, weil ich merkte, es läge nicht in meiner Macht.
Danach ging es bergauf. Er wollte es niemandem erzählen, aber ich verlangt, dass er es als ersten Therapieschritt jemandem erzählen müßte. Das tat er dann auch.
Er kündigte seinen Nebenjob, der ihn in Versuchung gebracht hat und ihm die Möglichkeit für seinen Ehebruch lieferte und sagte dem Chef auch warum. Da wußte ich, dass er mich liebt und wirklich kämpfen will.
Wir machen nun zusammen den Kurs auf SettingCaptivesFree.com und nun merke ich, wie Gott endlich sein Herz erreicht. Mein Mann wird immer liebevoller. Interessiert sich auch für meine Seite des Problems und sucht nach Lösungen, wie es mir dabei besser gehen kann. Mein Mann war schon vor mir "Christ", ging in den Predigtdienst und hielt Vorträge in seiner Gemeinde. Doch Gott hatte er nicht wirklich im Herzen. Jetzt hat er begriffen, dass seine Sünde ihn von Gott getrennt hat.
Das haben wir gestern im Kurs als Oberthema gehabt:
Eure Schuld - sie steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott! Eure Sünden verdecken ihn, darum hört er euch nicht. " (Jesaja 59,2).
Genauso ist es! Wir waren uns da ganz sicher, dass die Sünde der Grund dafür war, warum Gott ihm nicht geholfen hat und die Worte Gottes ihn nicht erreichten.
Also Fazit:
Beten reicht völlig! Der Rest kommt von alleine: erst Deine Veränderung und dann die Deines Mannes. Werte nicht, in welche Richtung Gott Deinen Weg lenkt. Wenn er meine Wut nicht zugelassen hätte und ich nicht so wild geschimpft hätte, hätte mein Mann aufgrund meiner Persönlichkeit sonst immer weitermachen können. Nachdem die Sache zwischen uns geklärt ist, bin ich wie verwandelt:
Ruhig, geduldig, ich knalle nicht mehr mit den Türen, ich schreie nicht, ich beschimpfe ihn nicht. Wir können über alles Reden, meine Ängste, seine Versuchungen, einfach alles...
Wie ein Wunder! Vor drei Monaten hätte ich nicht gedacht, das unsere Ehe zu retten ist, heute geb ich ihr eine Chance (was nicht heißt, dass ich alles mitmache).
Mir hat es übrigens geholfen, jeden Tag Joyce Meyer auf Tele 5 zu sehen. Das hat mein Verhältnis zu Gott deutlich gebessert. Sie findet irgendwie die Worte, die mich erreichen.
Achja und die Wut auf mich selbst und die Naivität verschwindet auch. Wenn es Dich tröstet: Ich bin Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Psychotherapie und ich wurde in der Firma, in der ich im Betriebsrat war zur Suchtberaterin ausgebildet. Und ich habe es nicht gemerkt. Immer mal wieder kam mir der Gedanke, dass sich mein Mann verhält, wie ein Süchtiger, aber dem nachgehen? Nein, so ein Quatsch, da hörst Du die Flöhe husten, schalt mal Dein Psychodenken ab, nicht jeder ist krank - Du bist privat...
So hatte er freie Fahrt!!!
Das hat mit Dummheit nix zu tun, sondern mit Liebe. Wir müssen nun lernen unsere Liebe auf die Richtige Art und Weise einzusetzen - indem wir Grenzen setzen - ihm und uns zu liebe! (dazu gibt es hier auf der HP einen Link auf ein gutes e-Book: ...aber ich liebe ihn doch - Ein Ratgeber für Angehörige).
Viel Kraft wünscht Dir
goofy
Letzte Änderung am 17 Sep 2010 11:47 von Goofy
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nunc Member
| Eingegeben am: | 7 Aug 2010 |
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Geschrieben: 17 Sep 2010 19:36 |
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Hallo goofy,
Danke für Deine Zeilen. Sie haben mich sehr getröstet. Überhaupt bin ich sehr froh über unseren Austausch.
Daß wir unsere Partner als homosexuell wahrgenommen haben finde ich interesant.
Und das mit der Mauer zwischen Gott und ... tja mir. Jedenfalls hatte ich lange diesen Eindruck ich werde nicht ge-hört, geschweige denn er-hört zu werden. Da gings mir wohl wie deinem Mann. Ein großer Zwiespalt für ihn, wenn er im Dienst ist und gleichzeitig abhängig.
Über mangelnde göttliche Zuwendung und Hilfestellungen und Schutz kann ich mich letztendlich aber nicht beklagen(so im Rückblick). Wenn es sehr eng wurde, ich also echt am verzweifeln war stand plötzlich jemand vor oder neben mir. Kann ich jetzt nicht alles weiter ausführen, nur eins: kurz bevor ich die Kontrolle über meinen Alkoholkonsum verlor (2007) "fiel" ich förmlich über eine langjährig alkohlkranke Frau (Mutter einer Schulkameradin meiner Tochter, hatte ich bis dahin überhaupt nicht geblickt). Sehr heilsam jedenfalls.
Was " weltliche" Therapeuten angeht habe ich -Gott sei DAnk- bessere Erfahrungen gemacht. Aber dieser Platz war von langer Hand von Gott für mich vorgesehen. Ganz sicher.
Bei mir war es eher so daß die einzige Frau mit der ich endlich mal aus unserer Gemeinde geredet hab, die Meinung vertrat, die "Liebe ist langmütig,....trägt nciht nach, deckt alles zu usw... "verstehts du.
Sonst wäre ich damals endlich auf und davon. Die Kinder waren noch sehr klein. Wer weis für was es im nachhinein gut war.
Aber Reden, aufdecken, beleuchten... und ehrlich mit Gott sein, ist das einzig heilsame. Ich hab geschimpft wie Prometheus (im vergangenen Sommer), aber acuh das war heilsam.letztendlich.
Selbst in der Therapie konnte ich unsere Paar- Beziehung noch nicht wirklich bearbeiten.
Bei mir ist es eher so daß ich mir eine gewisse Teilschuld einräume, schließlcih....aber das würde jetzt zuweit führen. Ein anderes Mal mehr. Weis nicht was am Wochenende noch alles über uns hereinbricht an zusätzlichen Terminen.
Danke für alles. Sei gesegnet.
Schönes Wochenende
nunc
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Goofy Member
| Eingegeben am: | 9 Sep 2010 |
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Geschrieben: 17 Sep 2010 20:52 |
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Hallo nunc,
ich bin schockiert, aber nicht überrascht über die Christin in Eurer Gemeinde. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Bibelkenntnisse doch nicht so gut sind oder nicht nachgedacht wird, bevor man einen Rat gibt. Da fällt mir die Analogie dazu ein Rat-Schlag, manche sind halt wirklich wie Schläge.
Ich bin sicher, dass man nicht jede Ehe, in der Ehebruch herrscht, gleich aufgeben muss, aber:
ja, die Liebe deckt eine Menge zu ( 1. Petrus 4:8 Habt vor allem inbrünstige Liebe zueinander, denn Liebe deckt eine Menge von Sünden zu)
Aber hier steht nicht, sie deckt ALLES zu. Das Wort Alles setzt Gott sehr bewußt ein. GOTTES Liebe deckt ALLES zu. Aber in dem Vers oben wendet sich die Bibel an die Brüder und Schwestern in der Versammlung und hier steht eine Menge. Also verlangt uns Gott nicht ab, alles zu vergeben.
Nein, er gibt uns definitiv einen einzigen Scheidungsgrund: Ehebruch. NUR diesen. Aber das zeigt ja schon, wie er dazu steht. Die Israäliten hat er oft als Ehefrau bezeichnet, die untreu ist. Und er hat sie alleine gelassen, als sie ihn verlassen hatten. Gott haßte diese Untreue. Wenn Gott sogar Untreue haßt, warum sollte uns unvollkommenen Menschen dieses Recht nicht zustehen? Aber er hat sein Volk immer wieder aufgenommen, wenn sie sich zu im bekehrten.
Wer also Glaubt, viel Kraft zu haben und es sei seine Aufgabe, dem Ehemann zu helfen und eine Chance dazu sieht, muss sich nicht scheiden lassen. Aber trotzdem kann es hilfreich sein, sich bei einem uneinsichtigen Ehemann zu trennen. Bei entsprechender Einsicht, hält einen dann ja keiner davon ab, zurückzukehren. Also wenn selbst Gott sich von den Untreuen abgewandt hat, warum sind wir dann nicht dazu berechtigt? Wer sich auferlegt, stärker und besser zu sein als Gott, sollte sich vielleicht mal fragen, ob er sich einen Gefallen damit tut?
Ich rede nicht davon, eine gewisse Zeit auszuharren und zu beten, sei schlecht. Aber manche bleiben für Jahre oder Jahrzehnte bein einem untreuen und uneinsichtigen Ehepartner. Ist das wirklich Gottes Wille? Er wird uns für unsere Bahrmherzigkeit sicherlich nicht bestrafen, aber wir gehen da bestimmt über unsere Kraft und seinen Wunsch hinaus. Und mal ganz ehrlich: Warum sollte sich ein Mann ändern, wenn er machen darf, was er will und es keine negativen Konsequenzen für sein Handeln gibt? Wir sind doch alle sehr bequem... oder? Also ich lerne immer erst, wenn es mir richtig schlecht geht... 
Ich wünsche Dir ein schönes Wochende. Hoffe Du kannst auftanken und freue mich, bald wieder von Dir zu hören.
Achja und fang bitte nicht an, Dir die (Teil)Schuld zu geben. Bist Du nicht. Vielleicht trägst Du Mitschuld daran, dass Eure Ehe nicht gut läuft oder, dass Du ihn gewähren läßt in seiner Sucht (s.o.), nicht mit ihm redest, aber die Schuld an seiner Sucht sicher nicht.
Liebe Grüße
goofy
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nunc Member
| Eingegeben am: | 7 Aug 2010 |
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Geschrieben: 18 Sep 2010 18:18 |
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Hallo goofy,
es ist schön von dir zu hören. Danke für dein Verständnis.
Irgendwie habe ich das Bedürfnis meine Mitschwester zu verteidigen. Obwohl ich mir das inzwischen auch schon gedacht habe (daß sie da falsch lag) und dir Recht gebe.
Trotzdem war sie mir eine gute Stütze. Mitfühlend, betend, hörend, tröstend, ermutigend.
Wehren konnte ich mich damals nicht, dazu war ich auch körperlich zu fertig. Wenigstens konnte ich mit ihr reden. Bevor sie ihr Leben Jesus übergab hat sie mit ihrem Mann zusammen Pornos geschaut, dann nicht mehr. Wenigstens hatte ich nicht den Eindruck sie völlig zu überfordern und zu verstören mit der Problematik. Bei allen anderen hatte ich das schon, aber vielleicht täusche ich mich oder hab es den anderen Mitgeschwistern einfach nicht zugetraut.
Jetzt ist es eh lange her.
Macht ihr den Kurs zusammen oder jeder für sich oder wie funktioniert das?
BARMHERZIGKEIT hat als Motivation Liebe.
Meine Motivation zu bleiben war Angst. Angst es wirtschaftlich und persönlich nicht zu schaffen. Angst um die Kinder, der absolute Wille sie unter allen Umständen zu behalten und zu beschützen.
Das Gezerre um die Kinder, welches ich immer wieder in anderen getrennten Familien mitbekomme……
Angst vor den anderen Mitmenschen, meinen Eltern.
…wenn aber die Liebe fehlt …. wie ein schepperndes Becken…. Mißklang.
„Aber manche bleiben für Jahre oder Jahrzehnte bei einem untreuen und uneinsichtigen Ehepartner. Ist das wirklich Gottes Wille?“
Genau das frage ich mich auch.
Und unter anderem: Warum fällt es mir so schwer Grenzen zu setzen? Meinem Mann, meinen Kindern…Konsequenzen..außer daß Mama mal laut wird, mal schlecht drauf ist und sich letzendlich auch bald wieder beruhigt, keine.
Goofy, ich hab noch was anderes völlig wunderbares auf Lager, das würde ich gern mit dir teilen. Ich finde es ganz wunderbar,toll, aber es würde nicht ins Forum passen. Hatte heute Nacht einen Lichtblick. In der Therapie arbeiten wir gerade an meiner Elternbeziehung. Andererseits…….
Der Umgang mit Schuld. War auch ein Thema von mir im Sommer. Schuld bekennen vor Gott, Schuld bekennen vor den Mitmenschen und soweit möglich in Ordnung bringen ohne weitere Scherben/Schmerzen zu verursachen. nicht in Schuldgefühlen verharren. Das ist nicht nützlich.
Da kann ich ja gleich mal beichten, was mir letztes Mal zu weit führte.
In meiner Pubertät hatte ich große Schwierigkeiten. Gerade im zwischenmenschlichen Bereich war ich zerfressen von Mißtrauen gegen alles und jeden. Alleine gegen meine Eltern war ich zeitweise jähzornig, gepaart mit selbstverletztendem Verhalten (hab mich aber nie erwischen lassen, täuschen ist alles eine Sache von guter PR).
Begleitet hat mich über Jahre hinweg, daß ich mich selbstbefriedigt habe. Mit allen Höhen und Tiefen, Scham, Schuld, Verharmlosen, Aufhören-wollen, scheitern…
Nach dem Schulabschluss war ich zur Ausbildung 2 Jahre im Internat. (Wohnheim war meinen Eltern nicht sicher genug. grins). Da war das dann wie weggeblasen. Die vielen sozialen Kontakte und kein bischen Langeweile mit soviel Mädels, da brauchte ich das nicht. Am Wochenende konnte ich nicht nach Haus, das war zu weit. Ich war bei Verwandten, auch toll, soviele ältere Ersatz-geschwister. Bis zu den ersten Sommerferien. Die Mädels haben alle geheiratet und waren dann weg. Der jüngste Sohn meiner Gastfamilie machte sich an mich ran(obwohl er eine Freundin hatte). Es kam zum Beischlaf. Danach belästigte er mich zwar immer wieder, aber geschlafen haben wir nicht mehr miteinander. Es war mir unangenehm, äußerst unangenehm. aber wirksam Grenzen setzen konnte ich wohl nicht.
Natürlich habe ich bis zu meinem Therapiebeginn im Dez 2009 noch nie mit irgendjemandem darüber gesprochen.
Die Beziehung zu meinem späteren Mann war immer wieder geprägt von sehr schwierigen Phasen. Lösen konnte ich mich aber nicht, obwohl ich manchmal nicht sehnlicheres wünschte.
Irgendwann war ich auch wieder bei SB gelandet. Während unserer Beziehung.
Dann die Zeit des Suchens: nach dem weiteren Sinn des Lebens, denn Heirat, Kinder dieser Abschnitt war abgeschlossen. Nach meiner Bekehrung war ich zum erstenmal nur bei mir selbst bzw bei Jesus. Unbeschreiblich. Nach einem Ältestengebet gab es keine Sb mehr. Auch die Wut und das selbstverletzende Verhalten (hatte ich variiert aber beibehalten), die Schatten/Depressionen konnte ich in die Schranken weisen bis sie weit gehend verschwanden. Es war klasse.
Ich hatte Bärenkräfte, ich denke auch ich war eine gute Ehefrau , zumindest habe ich diese 2 Jahre als gute erlebt, viele Veränderungen, an mir selbst , meinem Bekannten und Freundeskreis. Es war echt schön, für mich.
Vielleicht verstehst du jetzt warum ich mir Schuld einräume. Und vielleicht auch warum dieser Absturz so tief war.
Ich hab völlig falsch reagiert und meine Kraft und Wut in Kontrolle verpulvert bis ich körperlich und seelisch und geistlich am Limit war. Daß mein Mann noch angefahren wurde und zeitweise nicht klar war wie das beruflich weitergeht nach der Verletzung kam irgendwie auch noch dazu.
Jetzt hab ich dich ganz schön zugetextet.
Die Schuld an seiner Sucht habe ich nicht. Andersrum kann ich ihm meine Suchtgefährdungen (Alkohol, SB) auch nicht anlasten. Was meinen Alkoholkonsum angeht, das hat er nie angesprochen. Hat er das nicht gemerkt? Ist es ihm egal? Fand er das nicht schlimm? Gut ich hab ja noch einwandfrei funktioniert, aber trotzdem. Eine Gefährdung war da. Ich finde im nachhinein, damals war das echt knapp. Ist jetzt auch Geschichte. Geistig bin ich jetzt wieder gefestigt.
Jetzt ist das echt lang geworden. Ich werd mich in Zukunft mäßigen. Hoffe Du bist nicht allzu schockiert.
Jedenfalls bin ich froh, daß du da bist. Meine pubertierenden Kinder torpedieren gerade das auftanken. 
Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir
nunc
Letzte Änderung am 18 Sep 2010 20:43 von nunc
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