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Bernd40 Member
| Eingegeben am: | 1 Mar 2010 |
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Geschrieben: 2 Mar 2010 10:38 |
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Hallo,
seit Wochen bin ich schon "stiller" Leser dieses Forums, da ich mir Anregungen und Mutmachung erhoffte um mein Problem mit der Selbstbefriedigung endlich (nach über 20 Jahren) in den Griff zu bekommen.
Leider schaffe ich es immer noch nicht, da ich denke, dass meine Situation eine sehr verzwickte ist.
Meine Frau und ich sind seit über 10 Jahren verheiratet. Durch gewisse, von mir verschuldete Umstände, kam es dazu, dass wir schon viele Jahre keinen ehelichen Beischlaf mehr haben. Wir sind glücklich, lieben uns und sind immer sehr nett zueinander. Nur fehlt mir die sexuelle Komponente in unserer Ehe.
Nun habe ich in den vielen Jahren immer mal wieder masturbiert. Aber es war dann auch kein Problem wieder aufzuhören. Oft lagen viele Monate dazwischen, bis ich wieder mal in einer Situation mich nicht beherschen konnte, und es "zu ende" brachte.
Aber seit Monaten wird es immer schwieriger und die Rückfallquote liegt bei wenigen Tagen . Besonders seit dem meine Frau und ich über den fehlenden Sex gesprochen haben und wir gemeinsam versuchen jetzt wieder soviel körperliche Nähe aufkommen zu lassen, dass sie sich soweit bereit fühlt, auch wieder intim mit mir zu werden.
Ich habe hier gelesen, dass man alles verbannen muß, was einem als Auslöser dienen könnte. Sollte ich meine Frau, daher verbannen? Sie ist der "Hauptgrund" für meine Rückschläge: ihr attraktiver Körper - ihr Verhalten - der Duft ihrer Haare usw.
Neuerdings kommt es immer häufiger vor, dass wir zusammen auf der Couch uns näher kommen. Das erregt mich derart, dass ich mir mehr wünsche. Aber sie hat mich gebeten, dass ihr noch Zeit gebe und sie nicht drängeln möchte. Wie reagiere ich nun richtig? soll ich ihr sagen, dass es so nicht geht, da ich dermaßen erregt werde und entweder sie oder ich müssen dieser Erregung Befriedigung verschaffen?
Was die "Phantasien" bei meinen Rückfällen betrifft, möchte ich sagen, dass in ihnen immer meine Frau die Person ist, mit der ich gewisse Handlungen mir vorstelle. Wenn ich merke, dass ich der Versuchung nicht mehr wiederstehen kann oder das mir der Wille fehlt, dann konzentriere ich besonders auf die Dinge, die mir in unsere Ehe am meisten fehlen und die ich mir in Zukunft wünsche mit meiner Frau tun zu können.
Nun aber die Fragen: Was soll ich tun? Was kann ich tun, damit ich diese Last mit der Lust in Griff bekomme - ich bin fast am Ende
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Mario Moderator

| Eingegeben am: | 7 Jun 2007 |
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Geschrieben: 3 Mar 2010 05:23 |
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Hallo Bernd,
herzlich willkommen bei uns im Forum!
Ich denke, dass du dich selbst völlig zu unrecht verurteilst. Denn das du Verlangen nach der Frau hast ist in keinster Weise etwas negatives, ganz im Gegenteil. Wie du selbst schreibst ist sie das Zentrum deines sexuellen Verlangens, daran ist nichts verwerflich.
''Ich habe hier gelesen, dass man alles verbannen muß, was einem als Auslöser dienen könnte. Sollte ich meine Frau, daher verbannen?''
Dies bezieht sich sicher nicht auf deine Frau, sondern auf das Problem Pornographiesucht, oder ähnliche Dinge.
Deine Situation ist alles andere als einfach. Ich wünsche dir die Kraft und Geduld, die es braucht und dass du gemeinsam mit deiner Frau einen Weg findest, der eine Veränderung zum Guten schaft. Ich bin aber auch der Meinung, ohne die Beweggründe deiner Frau zu kennen und zu wissen was vorgefallen ist, dass sie als Ehepartner in einer gewissen Verantwortung dir gegenüber steht.
Liebe Grüße
Mario
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Bernd40 Member
| Eingegeben am: | 1 Mar 2010 |
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Geschrieben: 3 Mar 2010 06:28 |
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Danke Mario für deinen aufmunternde Antwort.
Du hast Recht. Da ihr hier nicht die Details kennt, besteht auch nicht die Möglichkeit, dass man mir hier helfen kann.
Vielleicht nur soviel: Meine Frau und ich sind beide christlich erzogen worden und leben auch jetzt noch nach der Bibel (soweit es als Menschen eben möglich ist). Unseren ersten sexuellen Kontakt hatten wir dann auch erst nach unsere Heirat. Durch die Unerfahrenheit von uns beiden, kam es immer häufiger zu Situationen, das wir zwar den ehelichen Beischlaf vollzogen, aber nicht mit Freude und Lust, sondern vielmehr mit "harter Arbeit" und "Erfolgsdruck". Hinzu kam das mein Verhalten in der Anfangszeit unsere Ehe bezüglich Intimitäten sehr egoistisch geprägt war. Nach gut 1 1/2 Jahren fand dann kein sexueller Kontakt mehr statt.
Vor über einem Jahr viel mir dies auf. Besonders auch durch den Text des Paulus "Entzieht es einander nicht". Dadurch fühle ich mich angespornt, dem Problem auf den Grund zu gehen.
Ich habe in der zwischenzeit sehr viele Gespräche mit meiner Frau geführt. Sie ist mit der Situation nicht zufrieden hat sich aber mehr oder weniger damit abgefunden. Sie ist war bereit wieder mehr körperliche Nähe zuzulassen, aber sie würde Zeit benötigen, da wir uns, was Zärtlichkeiten, sehr auseinander gelebt haben. (Nicht in Bezug auf die sonstigen Dinge die eine Ehe ausmachen)
Ich bin eben ständig hin und her gerissen: Auf der einen Seite mache ich mir sehr viele Gedanken darum, welche Situationen ich nutzen kann um meiner Frau körperlich näher zu sein. Ständig kreisen meine Gedanken um sie und ds bereitet mir unglaubliche Lust, die von Tag zu Tag stärker wird. Hinzu kommen normale Tätigkeiten meiner Frau, bei denen ich sie sehen kann (z.B. im Bad beim duschen/waschen, beim Umziehen, beim Zubett gehen) und die die sexuelle Sehnsucht nach ihr immer wieder wecken oder auch vergrößern.
Auf der anderen Seite steht der Drang mich selbst zubefriedigen, obwohl ich weiß, dass dies verboten ist. Meistens halte ich keine Woche mehr aus ohne mindestens ein (oder sogar mehrmals) mich nicht mehr zurück halten zukönnen. Der Drang nach Befriedigung ist dann so groß - und die Möglichkeit, sich Abhilfe zu schaffen ist so nah und so einfach.
Mit meiner Frau möchte ich im Moment nicht darüber sprechen. Ich möchte sie nicht verletzen: zum einen, dass sie dann wüsste, dass ich dem Laster der Masturbation nicht standhalten kann (sie kann es offensichtlich) und wie schon gesagt, möchte ich sie nicht unter Druck setzten bzw. soll sowas nicht dazu führen, dass sie sich gehemmt fühlt, sich mir wieder zu nähern.
Ich weiß nicht, wie ich meine Gefühle in den Griff bekommen soll. Manchmal war ich schon so verzweifelt, dass ich meine Frau auffordern wollte, jetzt sofort den Geschlechtsakt zuvollführen, da ich keinen anderen legitimen Ausweg aus meiner Situation sah. Aber das traute ich mich dann nicht und warte auf einen Momen, wo ich alleine war, um wenigsten in meiner Phantasie mit ihr zusammen zu sein.
Ich fühle mich so schmutzig und unwürdig. Dabei möchte ich doch alles nur richtig machen. Habt ihr vielleicht einen Tipp wie ich der Masturbation wiederstehen kann bis zu dem Zeitpunkt, das meine Frau sich mir wieder hingibt?
Gruß Bernd
PS: Danke, dass es euch gibt. Es hilft oft schon ein wenig, wenn man jemanden hat, dem man seine Gefühle mitteilen kann und der dafür Verständnis uns Mitgefühl hat
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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Geschrieben: 3 Mar 2010 08:03 |
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Hallo Bernd,
sorry, dass ich mich hier mal einmische...
Ich bin kein Christ im engsten Sinne (Glaube allerdings an das Göttliche) und ich glaube ich besitze einigermassen normalen Menschenverstand.(oder?)
Frage:
Meinst du nicht, dass sich der Druck unter dem du stehst nicht irgendwann Luft macht und du dann, wie du schon sagst, deine Frau zum Sex (ich sags mal sanft) nötigen könntest...dann wird`s ernst...
Was ist schon dabei, wenn man und frau sich selbst Befriedigung verschafft... das in meinen Augen menschlich!
Ich möchte betonen, dass ich hier weder Pornografie-Sucht, Bordell-Besuche "fremd"-gehen, um nur einige zu nennen, toleriere!!! Das ist für mich indiskutabel und eine schwere Verletzung des Partners.(dazu habe ich aber schon genug geschrieben)
Aber in der Beziehung, in Liebe zum Partner denke ich, sollte auch diese Art von sexueller Befriedigung erlaubt sein. Vielleicht kannst du einen Weg finden deiner Frau zu erklären, dass du diese Sehnsucht nach ihr hast, ob es einen Weg gibt, Gefühle klar aussprechen...und vielleicht ganz offen sagen, dass du das so nicht weiter aushälst und dich selbst befriedigst...(vielleicht kannst du das irgendwie).
Ansonsten schliesse ich mich Mario`s Worten an
...dass beide Partner in der Ehe verantwortlich sind füreinander...
Aber vielleicht findet ihr mit Hilfe einer Ehe-Beratung Hilfe und einen Weg???
soweit
Liebe Grüße
Letzte Änderung am 3 Mar 2010 08:04 von seineFrau
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Bernd40 Member
| Eingegeben am: | 1 Mar 2010 |
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Geschrieben: 3 Mar 2010 08:27 |
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Danke für deine vernünftigen Gedanken, seineFrau!
Ich hatte schon oft vor einfach mal "reinen Tisch" zu machen. Aber ich komme mir so dreckig vor, nachdem ich ihre Einstellung dazu erfahren habe.
Sie findet es "ekelig" hatte sie gesagt und dabei hatte sie mich noch nichtmal bei der Selbstbefriedigung "erwischt", sondern eher etwas anderem. Wenn ich daher offenlege, dass ich in ihrer Abwesenheit meine Lust befriedige, werde ich nicht auf Verständnis und Hilfe, sondern eher auf Ablehnung und Unverständnis stoßen. Deshalb halte ich diese "Sünde" weiterhin vor ihr geheim.
Sicher ist es richtig, dass auch meine Frau gewisse Handlungen, die in der Ehe normal sind, zulassen sollte. Aber wenn es ihr keine Freude bereitet - mein Verhalten sie eher abstößt als das es die Lust steigert - dann möchte ich sie nicht zwingen.
Es ist ja nicht so, dass sie gar nicht bereit ist oder das es noch Jahre dauern wird, bis sie sich mir wieder öffnet - aber morgen oder übermorgen wird es auch nicht schon sein. Es kann noch wochen oder auch vielleicht ein paar Monate dauern, bis sie es wagt, ihre Erinnerungen an damals zu überwinden und neue Erfahrungen zu sammeln. Nur bis dahin, werde ich nicht vollständig von der Selbstbefriedigung loskommen. Es wird mich bestimmt immer öfter überkommen und danach dann ein schlechtes Gewissen plagen.
Die Idee mit der Eheberatung haben wir schon angesprochen. Wir haben uns überlegt, es zunächst eine zeitlang noch ohne profesionelle Hilfe zu versuchen. Aber wenn dies nicht fruchtet, werden wir gemeinsam diesen Schritt tun
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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Geschrieben: 3 Mar 2010 11:32 |
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Meiner Meinung nach, nachdem was du schreibst, wäre der Aufschub einer Beratung wenig sinnvoll und vielleicht sogar vertane Zeit...
Du leidest...sie leidet auch auf irgend eine Art und Weise (denke ich)...
Mein Rat wäre (jetzt erst recht) ganz schnell professionelle Hilfe von aussen in Anspruch zu nehmen.
herzlichst
seineFrau
Letzte Änderung am 3 Mar 2010 11:33 von seineFrau
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Bernd40 Member
| Eingegeben am: | 1 Mar 2010 |
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Geschrieben: 3 Mar 2010 11:49 |
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sie leidet auch auf irgend eine Art und Weise (denke ich)...
Verstehe dich - aber sie sagte mir, dass sie nicht direkt darunter leidet. Sie habe sich abgefunden und lebt nun auch ohne Intim mit mir zu werden, sehr gut damit.
OK, das ist voll verletzend für mich gewesen, als ich das hörte, aber sie war zumindestens ehlich zu mir.
Wir haben uns ein Zeitfenster von 1/4 Jahr gesetzt. Dann werden wir sehen, welche Fortschritte gemacht wurden. Davon wollen wir es abhängig machen, ob wir eine Paartherapie aufsuchen oder nicht.
Nur ich habe die Befürchtung, dass die Paartherapie nicht so das ist, was weiterhilfen würde. Ich habe Bekannte, die haben das mal gemacht. Die haben mir dann erzählt, was dort gemacht wird und welche Wege die dort gehen würden. Alleine der Gedanke daran macht mir Angst und ich denke, dass meine Frau dem nie zustimmen würde
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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Geschrieben: 3 Mar 2010 12:50 |
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sie leidet auch auf irgend eine Art und Weise (denke ich)...
>>- aber sie sagte mir, dass sie nicht direkt darunter leidet. Sie habe sich abgefunden und lebt nun auch ohne Intim mit mir zu werden, sehr gut damit.>>
Sie vielleicht, aber DU nicht (oder?)!
Das Zeitfenster ist mit Sicherheit sinnvoll, wenn es eingehalten wird...und am Ende euch beiden geholfen ist!...(??oder nur eine Verzögerung um klar Stellung zu beziehen??)
Mit der professionellen Hilfe habe ich eher erst mal eine Beratung für euch als Paar gemeint, ein Gespräch...als Betrachtung eurer Situation durch einen Dritten von Aussen...(Manchmal hilft da schon ein Satz )... manchmal hilft das schon, um einfach den Blick in eine neue, andere Richtung zu bekommen...!
Im Übrigen würde ich meine eigenen Erfahrungen in dieser Richtung machen wollen. Und mich weder von Erfahrungen anderer Paare beeinflussen lassen noch im Vorhinein vermuten wollen, ob Etwas Etwas bringt oder nicht...und das schreibe ich aus persönlicher Erfahrung heraus.
Am Ende entscheidet (im besten Fall) ihr als Paar, wie es weitergeht!!!
...aber auch jeder einzeln, wie er sein Leben weiter "lebt"...
Letzte Änderung am 3 Mar 2010 12:52 von seineFrau
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Bernd40 Member
| Eingegeben am: | 1 Mar 2010 |
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Geschrieben: 3 Mar 2010 13:06 |
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Manchmal hilft da schon ein Satz
Da hast du recht. Wir haben uns neulich ein Buch gekauft um "unser Problem" in den griff zu bekommen. Dieses Buch sieht sich als Ratgeber und ist wie eine Therapie aufgebaut.
Darin kam folgende Passage drin vor:"Wenn der Karren nun in den Dreck gefahren wurde, dann gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Wann sucht die Ursache oder 2. Man sucht eine Lösung ihn da raus zubekommen. Es ist zwar richtig Fragen zu stellen, wie "Warum schlafen wir nicht mehr mit einander" oder "Wie kam es zu der Sexpause", aber zu einer Lösung trägt dies nicht bei. In den meisten Fällen ist die Ursache schon so lange her, das keiner von beiden einen grund dafür nennen kann, wie es dazu kam. Dadurch drehen sich die Gedanken ständig um das Problem und man versucht einen Schuldigen zu finden, der für das Problem verantwortlich ist. Ist dieser dann gefunden, steckt der Karren immer noch im Dreck und hat sich keinen Millimeter bewegt. Daher ist es ratsam eher zeit und Energie in die Lösung des Problems zu investieren"
Ich werde meiner frau nach Ablauf der Frist noch mal den Vorschlag machen, das wir es doch mal mit so einer Therapie versuchen. Meine Befürchtung ist aber, dass das Thema dort auf eine Art und Weise aufgegriffen wird, die uns "peinlich" ist. So haben die Bekannten erzählt, dass jeder von ihnen die Hausaufgabe bekam, sich selbst zu erkunden, damit er dem anderen mitteilen kann, welche Berührungen ihm gefallen und so. So was könnte ich mir bei meiner Frau nie vorstellen.
Aber du hast Recht. Wir sollten unsere eigene Erfahrung darin sammeln und das mitnehmen was uns hilft
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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Geschrieben: 3 Mar 2010 13:19 |
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Bernd40 schrieb: Manchmal hilft da schon ein Satz
Da hast du recht. Wir haben uns neulich ein Buch gekauft um "unser Problem" in den griff zu bekommen. Dieses Buch sieht sich als Ratgeber und ist wie eine Therapie aufgebaut.
Darin kam folgende Passage drin vor:"Wenn der Karren nun in den Dreck gefahren wurde, dann gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Wann sucht die Ursache oder 2. Man sucht eine Lösung ihn da raus zubekommen. Es ist zwar richtig Fragen zu stellen, wie "Warum schlafen wir nicht mehr mit einander" oder "Wie kam es zu der Sexpause", aber zu einer Lösung trägt dies nicht bei. In den meisten Fällen ist die Ursache schon so lange her, das keiner von beiden einen grund dafür nennen kann, wie es dazu kam. Dadurch drehen sich die Gedanken ständig um das Problem und man versucht einen Schuldigen zu finden, der für das Problem verantwortlich ist. Ist dieser dann gefunden, steckt der Karren immer noch im Dreck und hat sich keinen Millimeter bewegt. Daher ist es ratsam eher zeit und Energie in die Lösung des Problems zu investieren"
Ich werde meiner frau nach Ablauf der Frist noch mal den Vorschlag machen, das wir es doch mal mit so einer Therapie versuchen. Meine Befürchtung ist aber, dass das Thema dort auf eine Art und Weise aufgegriffen wird, die uns "peinlich" ist. So haben die Bekannten erzählt, dass jeder von ihnen die Hausaufgabe bekam, sich selbst zu erkunden, damit er dem anderen mitteilen kann, welche Berührungen ihm gefallen und so. So was könnte ich mir bei meiner Frau nie vorstellen.
Aber du hast Recht. Wir sollten unsere eigene Erfahrung darin sammeln und das mitnehmen was uns hilft
Wie wahr!
Vielleicht noch eine Buchemfehlung von mir:
Eva-Maria Zurhorst
"Liebe dich selbst - und es ist egal, wen du heiratest"
herzlichst
seine Frau
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vienna-man Member
| Eingegeben am: | 3 Mar 2010 |
| Herkunft: | Wien, Austria |
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Geschrieben: 4 Mar 2010 15:02 |
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Hallo Bernd!
Ich bin zwar sehr neu hier in diesem Forum, aber deine Diskussion berührt mich und deshalb mag ich jetzt auch meinen Senf dazugeben :-)
Mir fällt auf, dass Du zwar immer von irgendeinem Geschehen in der Vergangenheit schreibst, das zu eurem Problem geführt hat, dieses aber nie benennst oder auch nur ansatzweise konkretisierst. Als Leser hat man dann unwillkürlich eine etwas graue Gedankenwolke vor sich und überlegt - Was könnte das gewesen sein? Ich will dich jetzt nicht dazu überreden, etwas preiszugeben, was Du für Dich behalten möchtest, aber es machts einem halt schon schwerer, etwas zu schreiben, als wenn man wüsste, worum es denn eigentlich geht. Du darfst aber - gaube ich - davon ausgehen, dass wir alle hier nur Menschen sind, und jeder seine eigenen dunklen Seiten mit sich herumträgt. Du bist also nicht alleine! :-)
Zu deinem Thema Selbstbefriedigung: Ich glaube nicht, dass diese verboten ist! Weder ausserhalb einer Beziehung noch innerhalb! Wer, bitte, sollte so etwas verbieten? Wir sind Menschen, und wir haben schon deshalb auch alle sexuelle Empfindungen, Gedanken, Gefühle... Ich achte und respektiere deine Einstellung, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass Du hier ein bißchen zu streng mit Dir selbst bist.
ZUm Thema Paartherapie kann ich nur sagen, dass ich sehr froh bin, dass es diese Möglichkeiten gibt. Ich selbst habe schon in mehreren Situationen die Hilfe von pofessionellen Therapeuten in Anspruch genommen, nicht nur zu Themen aus dem Bereich Beziehung / Sexualität. Diese Personen sind dafür ausgebildet, anderen zu helfen. Schon alleine die Tatsache, dass sie eben *ausserhalb* des Systems stehen ( in diesem Fall würde ich euch drei - deine Frau, Dich, und Eure gemeinsame Beziehung ;-) ) als das "System" bezeichnen. Jemand, der das Ganze von Aussen sieht, hat naturgemäß einen anderen Standpunkt, als jemand, der in das Ganze involviert ist, und kann deshalb auch schon andere Fragen stellen, und kommt auf neue Ideen. Ich möchte sagen, dass ich selbst kein Therapeut bin!
Ich gebe zu, dass es oft schwierig ist, einen geeigneten Therapeuten zu finden, jemanden, mit dem alle "gut können". Aber habt bitte keine Scheu davor! Es bedeutet nicht, dass man reif für die Klapsmühle ist! :-)
Im Gegenteil, ich finde, jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens in die Situation kommen, dass er nicht mehr weiterweiß. Und sich dann professionelle Hilfe zu holen, ist meiner Meinung nach verantwortungsbewusster, als sich dieser Möglichkeit zu verweigern und weiterhin im eigenen Saft vor sich hin zu köcheln! Lass dir hiermit einen kleinen sehr liebevoll gemeinten Schubs geben... ihr braucht keine Scheu zu haben!
Natürlich müsst ihr damit rechnen, dass die Vergangenheit zur Sprache kommt. In ihr liegen ja anscheinend die Ursachen für die momentane Situation. Aber: Ihr wollt diese Situation ja verbessern und beheben, weil es Euch damit im Moment ja nicht gut geht. Das bedeutet auch Arbeit, Arbeit an sich selbst. (Man kann sowieso nur sich selbst verändern, und nie andere Menschen!). Aber diese Arbeit lohnt sich, wenn man sich die Mühe antut und den Weg zu Ende geht, auch wenn man vielleicht manchmal glaubt, irgendeine scheinbar riesengrosse Hürde nicht überwinden zu können.
Alles Liebe und viel Glück für Euer Vorhaben!
gerhard
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Bernd40 Member
| Eingegeben am: | 1 Mar 2010 |
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Geschrieben: 4 Mar 2010 15:22 |
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Hallo vienna-man,
nett das du "deinen Senf" dazugegeben hast Es stimmt, ich habe nichts aus meiner Vergangenheit berichtet, weil dies ein Forum ist, dass Menschen helfen soll, von ihren sexuellen Gelüsten und Phantasien loszukommen. Wenn ich daher hier öffentlich schreibe, was ich falsch gemacht habe, könnte dies für einige Hilfesuchende genau das Gegenteil bewirken. Daher vermied ich es offen zu legen und nicht, weil ich nicht drüber reden würde.
Das Thema "Paartherapie" haben wir nicht verworfen, sondern nur verschoben. Wir hoffen nur, dass es uns möglich ist, einen gemeinsamen weg zu finden.
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Bernd40 Member
| Eingegeben am: | 1 Mar 2010 |
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Geschrieben: 6 Mar 2010 11:36 |
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An alle Leser!
Ich möchte euch mitteilen, dass ich bis jetzt 8 Tage lang standhalten konnte. Am schlimmsten für mich, waren bis jetzt Tag 6 und 7. Ich war so verzweifelt und so kurz davor es wieder zu tun, aber mit dem privaten Zuspruch einiger hier, habe ich es dann doch noch so geschafft.
Dies diene als Motivation für andere die hier HIlfe suchen: Fangt einfach an. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt - ich durfte schon 8 tun ohne zu fallen.
Mein nächtes Ziel sollen "10 Tage" sein - Realistisch und greifbar.
Falls es überhaupt jemanden interessiert, werde ich wieder berichten. Ansonsten braucht es ja auch keiner zu lesen. Mir hilft es, über meinen Fortschritt zu berichten.
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Mario Moderator

| Eingegeben am: | 7 Jun 2007 |
| Herkunft: | Regensburg, Germany |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 6 Mar 2010 11:58 |
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Hallo Bernd,
und was, wenn du die 10 Tage geschaft hast? Dann 50 und vielleicht sogar 100, nur um am 101. Tag wieder abzustürzen?
Its not a race!!!
Es geht nicht darum so lange, wie möglich clean zu bleiben nur um dann wieder nach der nächsten Niederlage um so entmutigeter von vorne anzufangen.
Solch eine Herangehensweise führt letztlich nur dazu, dass sich alles nur darum dreht nicht wieder zu fallen. Dein ganzer Tag wird davon bestimmt, wenn auch unbewusst. Und die Crux dabei ist, dass der 1. Tag ohne, dich eigentlich nur 1 Tag näher an die nächste Niederlage bringt.
Lass nicht zu, dass dieser K(r)ampf deinen Tagesablauf bestimmt. Je mehr das aus deinem Denken verschwindet, je mehr du das aus dem Zentrum nimmst, desto eher wirst du wirklich frei davon werden.
LG
Mario
Letzte Änderung am 6 Mar 2010 11:59 von Mario
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Bernd40 Member
| Eingegeben am: | 1 Mar 2010 |
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Geschrieben: 6 Mar 2010 12:13 |
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Ja genau, was kommt nach "Tag 10"? Werde ich dann NIE MEHR selbst Hand anlegen können?
Nein, bestimmt nicht. Es ist mir klar, dass ich nach 20, 30 oder 100 Tagen ES wieder tun werde. Vielleicht habe ich dann sogar ein "Phase", wo ich gar nicht mehr kämpfe und sogar mehrmals am Tag alles rauslassen werde und es mir egal ist (So was hatte ich in der Vergangeheit)
Aber sieht Gott den nicht, dass ich mich bemühe? Sieht er nicht, wie ich kämpfe und mich nicht treiben lasse?
Frage: Wird Gott einem Sünden vergeben, egal wie oft und wie schwer sie sein, wenn jemand dagegen ankämpft oder wenn man sich "von Gefühlen treiben läßt"? Ich denke, wenn jemand fällt, obwohl er es nicht wollte, dann erlangt man Vergebung. Ist es einem egal was man tut, könnte ich mir vorstellen, dass Gott einem solche Sünden, die mit Absicht und gegen besseres Wissen sind, nicht vergeben kann.
Letzte Änderung am 6 Mar 2010 12:15 von Bernd40
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