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das groÃe problem "Selbstbefriedigung"
 Moderiert von: pipo  
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VerfasserBericht
... Paul
Guest
 

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 Geschrieben: 14 Dez 2008 19:02
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Hallo,

zuerst einmal danke an nasiräer und mario für eure worte. Finde es echt super dass ihr euch Zeit nimmt, hier eure Gedanken und Tipps für Betroffene zu posten!!

@ nasiräer:
Zu deiner ersten Frage warum ich das mache... wenn ich das nur wüsste... jetzt im Augenblick könnte ich dir keine Antwort geben, aber kurz bevor ich wieder der Sucht erliege möchte ich es wahrscheinlich sogar...da ist es dann so als würde mein Hirn und mein Verstand abschalten. Wenn es vorbei ist könnte ich mich vor Wut und Trauer schlagen..
Aber was schreibe ich das überhaupt. Wie du ja geschrieben hast, hattest du dieses "Problem" ja auch oder hast es immer noch...

Dieser andere Paul, von dem du schreibst, gab es vielleicht wirklich einmal, aber ich kenne ihn nicht mehr, bzw. weiß nicht mehr, wie er früher war.

Wenn ich Biancas Post (der genau über meinem jetzigen) lese werde ich traurig. Als ein Jahr älter wie Bianca war, hat es angefangen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich auch noch so tolle Smilies wie Bianca posten und konnte noch mit voller Kraft wie Bianca sagen:
"ich bin von unserem Gott überzeugt!!!"

Damals wusste ich noch nicht, dass es eine Sucht ist und dass diese mich bis jetzt 4 Jahre so stark fesseln würde...

Ich suche weiterhin das Licht am Ende es Tunnels...
Liebe Grüße an euch alle und schon mal im Voraus: Gesegnete Weihnachten!

Paul

BoH
Guest
 

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 Geschrieben: 15 Dez 2008 14:18
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Hallo Paul,

bei SB als Mann gibt es mehrere Auslöser. Sicherlich spielt auch das Alter und der Familienstand eine Rolle. Doch es kann auch ohne äußere Reize zu einer starken Erregbarkeit kommen (alleine durch Gedanken), die im Endeffekt eine körperliche Auswirkung haben und zu spontaner SB führen können.
Bei der Genesung kann man z.B. nach einiger Zeit feststellen, dass das sexuelle Verlangen sich im Herzen zwar noch regt, aber der Körper nicht mehr mit-reagiert.

Das kann z.B. schon nach dem 90-Tage Abstinenz-Programm von P. Carnes der Fall sein.

Es braucht u.U. also dann schon mehrere Stufen Zurückschaltung, damit es zur SB kommt, z.B. willentlicher Entschluss und längere Stimulation, anstatt ein spontaner Anreiz. Dieser Programmschritt ist der schwerste überhaupt und er wird mit Anfechtungen verbunden sein. Es ist eine Wüstenzeit mit vielen Kämpfen. Aber wer diesen Schritt erfolgreich abschliesst, hat den wichtigsten Schritt getan, nämlich die Kontrolle über sein Sexualleben wieder aktiv in der Hand und wird nicht mehr passiv von Reizen gesteuert.

Natürlich beinhaltet Genesung noch viel mehr, z.B. ein individuell abgestimmtes Genesungsprogramm mit vielen unterschiedlichen Punkten, doch der erste Schritt ist der Frontalkampf gegen den Auslöser, der Kampf gegen den Drachen in der Wüste. Und diesen Kampf gewinnt man nur, wenn man hinter Jesus und nicht vor Ihm her geht (klargeworden?!)

Beim (noch) Süchtigen hingegen genügt u.U. ein einziger Anreiz und das Gedankenfeuer legt los. Dann geht das Selbstanfassen los und ist mit SB zu Ende, bevor das Gehirn überhaupt mitkommt, was da gerade passiert ist.

Das ist meines Erachtens der wesentliche charakteristische Unterschied.

Der Anfang der Kontrolle über SB kann demnach erfolgen, wenn dieses 90-Tage Abstinenz-Programm einmal erfolgreich durchlaufen worden ist.

Man muss deshalb nicht unbedingt in jedem Einzelfall in eine Therapieklinik (manchmal läßt sich das organisatorisch gar nicht regeln). Man(n) kann es auch "zuhause" schaffen, doch dann braucht man einen sehr engen Kontakt zu Jesus, der im Augenblick der Versuchung helfen wird und auch ggf. offenbart, welches die nächsten Schritte sind, die dann in der jeweiligen Situation gerade helfen. Das können für jeden Betroffenen unterschiedliche Schritte sein, je nach Verhaltens- und Erlernmuster. Prise the Lord, he knows what to do always!

BoH

Mario
Moderator


Eingegeben am: 7 Jun 2007
Herkunft: Regensburg, Germany
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 Geschrieben: 15 Dez 2008 21:40
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Hallo zusammen,

ich möchte davor warnen zu glauben, dass es einen Punkt in der Abstinenz gibt, an dem man auf der sicheren Seite ist. Wer das glaubt, der hat schon verloren. Für einen Rückfall ist es nie zu spät. Es gilt jeden Tag aufs neue mit Gott den Weg zu gehen, ohne dabei in Panik und Angst zu verfallen.

Richtig ist definitiv, dass man mit zunehmender Abstinenz wesentlich unempfindlicher gegenüber Reizen wird und auch das Kopfkino kommt weitesgehend zum Stillstand. Das ist nur Gnade und daher ist Leichtsinn nicht angebracht.

LG

Mario

 

 

...Paul
Guest
 

Eingegeben am: 
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Mana: 
 Geschrieben: 18 Dez 2008 23:45
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da hab ich gleich nochmal 2 fragen:

1. Was ist das 90-Tage Abstinenz-Programm von P. Carnes?

2. zu folgenden Satz:

Man(n) kann es auch "zuhause" schaffen, doch dann braucht man einen sehr engen Kontakt zu Jesus, der im Augenblick der Versuchung helfen wird und auch ggf. offenbart, welches die nächsten Schritte sind, die dann in der jeweiligen Situation gerade helfen
Das hört sich wirklich alles super an doch was macht man wenn man nicht die Art von Vertrauen bzw. den Kontakt zu Gott hat?
In den letzten Monaten weiß ich nicht einmal mehr, was ich im Gebet sagen soll. Mir fehlen einfach die Worte. Klar weiß ich dass Gott mir eigentlich vergibt und dass es egal ist wie ich meine Gebete formuliere aber, ...
Ich spüre Gottes Anwesenheit einfach nicht (mehr)...

Mario
Moderator


Eingegeben am: 7 Jun 2007
Herkunft: Regensburg, Germany
Berichte: 427
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 19 Dez 2008 05:58
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...Paul schrieb: da hab ich gleich nochmal 2 fragen:

1. Was ist das 90-Tage Abstinenz-Programm von P. Carnes?

2. zu folgenden Satz:

Man(n) kann es auch "zuhause" schaffen, doch dann braucht man einen sehr engen Kontakt zu Jesus, der im Augenblick der Versuchung helfen wird und auch ggf. offenbart, welches die nächsten Schritte sind, die dann in der jeweiligen Situation gerade helfen
Das hört sich wirklich alles super an doch was macht man wenn man nicht die Art von Vertrauen bzw. den Kontakt zu Gott hat?
In den letzten Monaten weiß ich nicht einmal mehr, was ich im Gebet sagen soll. Mir fehlen einfach die Worte. Klar weiß ich dass Gott mir eigentlich vergibt und dass es egal ist wie ich meine Gebete formuliere aber, ...
Ich spüre Gottes Anwesenheit einfach nicht (mehr)...

 

Hallo Paul,

zu der 1. Frage kann ich dir leider keine ergiebige Antwort geben, da ich noch nichts von diesem Programm gehört habe.

Zu 2. möchte ich dir sagen, dass deine Stellung in Jesus Christus nicht in erster Linie von deinen Verdiensten, oder von deinem Wandel abhängig ist. Auch ist es keine Sache des Gefühls. Und das ist in diesem Fall wirklich gut so, denn, wenn wir hier auf uns wetterwendige, schwache Menschen vertrauen müssten sähe ist wirklich schlecht mit uns aus. Es ist Gott höchst persönlich der dir deine unverrückbare Kindschaft in Jesus Christus garantiert. Und das unabhängig von uns. Ich hab dir nochmal einen Auszug aus ''Stepstones to Freedom'' rausgesucht, der das gut beschreibt.

"Gott ist es, der jeden, der aufrichtig zu Ihm umkehrt und an Jesus Christus glaubt, durch Gnade errettet. Gott hat ihn auserwählt und ihm ewiges Leben gegeben. Könnte Er sich darin widersprechen? Könnte Er eine Tat der Liebe beginnen, ohne sie auf eine Ihm würdige Art zu vollenden? Nein, denn wer ewiges Leben hat, hat wirklich eine Beziehung zu Gott für die Ewigkeit. Zweitens beruht die endgültige Errettung nicht auf der Treue des Christen, sondern auf der Treue des Herrn Jesus Christus: Er "lebt allezeit, um sich für sie zu verwenden". Er "vermag völlig zu erretten", d. h., bis Er sie in das Vaterhaus Gottes einführt (Hebräer 7,25).''

Gruß

Mario


BoH
Guest
 

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 Geschrieben: 19 Dez 2008 07:06
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Hallo Paul,

Einzelheiten über die Therapie (auch die 90-Tage Abstinenz)
findest Du hier im Dokument (ziemlich in der Mitte):
http://www.aerztegesundheit.de/sex1.htm

Weiterhin gibt es ein Dokument auf dieser Seite hier, in dem
u.a. Literatur von P. Carnes empfohlen wird:
http://www.loveismore.de/entfliehe.pdf

Dein Zustand, den Du beschreibst, der wie das dumpfe Dasein unter einer "Glocke" erscheint und in dem auch das Gebetsleben abbricht, ist typisch für die Sexualsucht. Du musst Dir vorstellen, dass eine Beziehung aus vielen unterschiedlichen Nyancen besteht und nur wenige davon sind sichtbar. Die wesentlichen Dinge sind unsichtbar.
Das gilt sowohl für die Beziehung zum Mitmenschen, als auch für die Beziehung zu Gott dem Schöpfer.
Gott kennt Dein Problem und lässt Dich nicht fallen. Er geht geduldig mit Dir und hilft Dir dort, wo Du seine Hilfe zuläßt.

Bei der Therapierung von Sexsucht, sind viele Details erforderlich, es geht nicht auf die Schnelle. Viele Bereiche des Seelenlebens (auch mancher Dunkelkammer) müssen geöffnet werden, damit sie von Gottes Licht erhellt werden können. Er wird dort eintreten, wo Ihm Zutritt gewährt wird. Er drängt sich nicht auf.

Das Ziel, also, dass jemand der sich in Stufe 1 oder 2 der Sexualsucht (nach Carnes) befindet, keine Pronografie oder Selbstbefriedigung mehr braucht, dass jemand nicht mehr auf voyeuristische Handlungen angewiesen ist (z.B. um die Nacktheit anderer heimlich zu erspähen), um es auf einen Nenner zu bringen, keine selbstschädigenden Handlungen mehr begeht, steht dabei am Ende der Therapie.

Interessant ist auch das zwölf Schritte Programm der anonymen Sex- und Liebessüchtigen, das eine sehr gute Reflektion im Alltag ermöglicht (wo stehe ich gerade?) und auch klare Leitlinien aufzeigt, die man sozusagen als Richtschnur verwenden kann.

Merkmale der Sex- und Liebessucht
  1. Da wir nur wenige gesunde Grenzen haben, lassen wir uns sexuell auf Menschen ein und/oder werden emotional von ihnen abhängig, ohne sie zu kennen.
  2. Aufgrund unserer Angst vor Verlassenheit und Einsamkeit verharren wir in schmerzhaften, zerstörerischen Beziehungen und wiederholen diese Beziehungsmuster ständig. Wir verbergen dabei unsere Abhängigkeitsbedürfnisse vor uns selbst und anderen, werden immer isolierter und entfremden uns mehr und mehr von Freunden, geliebten Menschen, uns selbst und Gott.
  3. Weil wir emotionale und/oder sexuelle Entbehrung fürchten, gehen wir zwanghaft eine Beziehung nach der anderen ein und verwickeln uns darin. Manchmal haben wir dabei auch mehrere sexuelle oder emotionale Verhältnisse gleichzeitig.
  4. Wir verwechseln Liebe mit Bedürftigkeit, körperlicher und sexueller Anziehung, Mitleid oder dem Bedürfnis zu retten oder gerettet zu werden.
  5. Wir fühlen uns leer und unvollständig, wenn wir alleine sind. Obwohl wir Intimität und Bindung fürchten, suchen wir fortwährend nach Beziehungen und sexuellen Kontakten.
  6. Wir sexualisieren Streß, Schuld, Einsamkeit, Ärger, Scham, Angst und Neid. Wir benutzen Sex oder emotionale Abhängigkeit als Ersatz für Pflege, Fürsorge und Unterstützung.
  7. Wir benutzen Sex und emotionale Verwicklungen, um andere zu manipulieren und zu kontrollieren.
  8. Durch romantische oder sexuelle Besessenheit bzw. Fantasien werden wir unbeweglich oder ernsthaft verwirrt.
  9. Wir vermeiden es, die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen, indem wir uns von Menschen abhängig machen, die emotional unerreichbar sind.
  10. Wir bleiben Sklaven emotionaler Abhängigkeit, romantischer Intrigen oder zwanghafter sexueller Aktivitäten.
  11. Um zu vermeiden, dass wir uns verletzbar fühlen, ziehen wir uns vielleicht aus allen intimen Verbindungen zurück und verwechseln sexuelle und emotionale Magersucht mit Genesung.
  12. Wir schreiben anderen magische Fähigkeiten zu. Wir idealisieren und verfolgen sie und beschuldigen sie dann, unsere Fantasien und Erwartungen nicht zu erfüllen.
Merkmale der Genesung
  1. Wir versuchen, eine dauerhafte Beziehung zu einer Höheren Macht zu entwickeln, in dem Bewusstsein, dass wir nicht alleine sind in unseren Bemühungen, von der Sucht zu genesen.
  2. Wir sind dazu bereit, verwundbar zu sein, weil unsere Vertrauensfähigkeit durch den Glauben an eine Höhere Macht wiederhergestellt wurde.
  3. Nur für heute geben wir unsere ganze Lebensstrategie und Besessenheit auf, mit der wir romantische und sexuelle Intrigen und emotionale Abhängigkeiten verfolgen.
  4. Wir lernen, Situationen zu vermeiden, die uns physisch, psychisch, moralisch oder spirituell gefährden könnten.
  5. Wir lernen, uns selbst anzunehmen und zu lieben, die Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen und auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten, bevor wir uns auf andere einlassen.
  6. Wir sind dazu bereit, um Hilfe zu bitten, uns selbst zu erlauben, verwundbar zu sein und zu lernen, anderen zu vertrauen und sie anzunehmen.
  7. Wir erlauben uns, durch den Schmerz zu gehen, der aus unserem geringen Selbstwertgefühl resultiert und aus der Angst vor dem Verlassenwerden und der Angst vor Eigenverantwortlichkeit.
  8. Wir fangen an, unsere Unvollkommenheit und unsere Fehler als Teil unseres Menschseins anzunehmen. Während wir an unseren Charakterfehlern arbeiten, werden falsche Scham und Perfektionismus von uns genommen.
  9. Allmählich ersetzen wir selbstzerstörerische Ausdrucksarten unserer Gefühle durch Ehrlichkeit.
  10. Wir zeigen ehrlich, wer wir sind und entwickeln dabei in der Beziehung zu uns selbst und zu anderen echte Intimität.
  11. Wir lernen Sex als Nebenprodukt von Bindung, Vertrauen, Teilen und Kooperation in einer Partnerschaft zu schätzen.
  12. Gesundheit, die ein alltägliches Fundament hat, stellt sich dann ein, wenn wir am Prozess, der Genesung arbeiten.                                                                

    (Quelle: http://www.absolutgeheim.de)

Wichtig ist aber auch, dass die gekehrte Kammer (das Herz) nicht unbewohnt bleibt.

Das heisst, da wo früher die Stunden vor dem PC (auf Pornosuche) oder andere ähnliche Handlungen waren, müssen jetzt neue Inhalte her.
Z.B. ein Hobby, das mit Leidenschaft betrieben wird, z.B. eine sportliche Betätigung, z.B. Musik oder Kunst (aktiv oder passiv).

In Momenten der Versuchung ist es ausserdem hilfreich, an die frische Luft zu gehen und/oder jemanden aufzusuchen, mit dem man ein paar Worte wechseln kann (und wenn es der Kioskbesitzer an der Ecke ist).

Der Lustantrieb gleicht oft einem glühenden Kohlennfeuer, d.h. er wird nicht immer sofort wieder verschwinden, doch durch ein konsequent angewandtes Alternativprogramm wird ihm im
im Einzelfall nach und nach so viel Energie entzogen, dass es nicht mehr unbedingt zum Ausagieren kommen muss.

Und kleine Erfolge werden irgendwann immer mehr zu grösseren Erfolgen, bis dann am Ende die Befreiung von der Sucht steht.

LG BoH

BoH
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 Geschrieben: 19 Dez 2008 07:24
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Ich möchte noch ergänzend zum Absatz aus meinem vorigen Beitrag erwähnen, dass ich natürlich davon ausgehe, dass Jesus dann in der gekehrten Herzenskammer schon wohnt wohnt und die neuen Inhalte unter seiner Regie erfolgen.

Das heisst, da wo früher die Stunden vor dem PC (auf Pornosuche) oder andere ähnliche Handlungen waren, müssen jetzt neue Inhalte her. Z.B. ein Hobby, das mit Leidenschaft betrieben wird, z.B. eine sportliche Betätigung, z.B. Musik oder Kunst (aktiv oder passiv).

Benni
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 Geschrieben: 24 Jan 2009 11:23
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Hallo Paul.

Ich möchte dir sagen das ich dich sehr gut verstehen kann. Ich bin Christ und habe auch voll probleme mit selbstbefriediegung und es macht mich voll fertig. Aber weist du was? jESUS LIEBT DICH UND MICH SO WIE WIHR SIND. Er ist zwa traurig das wir immer wieder in sünde fallen, aber er liebt uns. Jesus Christus ist für die sünden der gesammten Menschheit gestorben. Und er ist auch für die sünde der selbstbefriediegung gestorben. Wenn wir sagen: Herr Jesus du siehst genau meine schwächen und du kennst meine probleme, bitte vergieb mir und bitte hilf mir ich schaffe es nicht alleine. Herr Jesus ich möchte dich um einen willigen Geist bitten, bitte hilf mir so zu leben wie du es möchtest, und bitte vergieb mir meine sünde die ich jetzt schon wieder getan habe. Ich weiß genau das du mich liebst und es tut mir so leid das ich dich immer wieder enttäsche, aber jesus ich möchte von der sünde wek kommen, aber das schaffe ich nur durch dich. danke Herr Jesus das du mich trotzdem liebst. Ich danke dir dass ich dich kennen darf und danke dass ich an dich glauben darf. Amen

Wenn wir so zu Jesus kommen dan hilf er uns. Das soll nur ein beispiel sein, wie ich dafür beten würde. Ich wünsche dir nun alles gute und Gottes Segen. Es ist schwehr immer auf gott zu vertrauen, aber es lohnt sich. Alles gute, Gruß Benni

Mario
Moderator


Eingegeben am: 7 Jun 2007
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 Geschrieben: 24 Jan 2009 21:46
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Benni schrieb: Hallo Paul.

Ich möchte dir sagen das ich dich sehr gut verstehen kann. Ich bin Christ und habe auch voll probleme mit selbstbefriediegung und es macht mich voll fertig. Aber weist du was? jESUS LIEBT DICH UND MICH SO WIE WIHR SIND. Er ist zwa traurig das wir immer wieder in sünde fallen, aber er liebt uns. Jesus Christus ist für die sünden der gesammten Menschheit gestorben. Und er ist auch für die sünde der selbstbefriediegung gestorben. Wenn wir sagen: Herr Jesus du siehst genau meine schwächen und du kennst meine probleme, bitte vergieb mir und bitte hilf mir ich schaffe es nicht alleine. Herr Jesus ich möchte dich um einen willigen Geist bitten, bitte hilf mir so zu leben wie du es möchtest, und bitte vergieb mir meine sünde die ich jetzt schon wieder getan habe. Ich weiß genau das du mich liebst und es tut mir so leid das ich dich immer wieder enttäsche, aber jesus ich möchte von der sünde wek kommen, aber das schaffe ich nur durch dich. danke Herr Jesus das du mich trotzdem liebst. Ich danke dir dass ich dich kennen darf und danke dass ich an dich glauben darf. Amen

Wenn wir so zu Jesus kommen dan hilf er uns. Das soll nur ein beispiel sein, wie ich dafür beten würde. Ich wünsche dir nun alles gute und Gottes Segen. Es ist schwehr immer auf gott zu vertrauen, aber es lohnt sich. Alles gute, Gruß Benni


Das ist natürlich alles richtig. Trotzdem muss man dabei aufpassen, dass das nicht zur Fahrlässigkeit verleitet, oder sogar als Entschuldigung herhält. Denn wir müssen uns auch immer vor Augen führen, was das alles den Herrn gekostet hat und welch einen unwahrscheinlichen Preis Er bezahlt hat.

Liebe Grüße

Mario

Letzte Änderung am 24 Jan 2009 21:46 von Mario

Joel
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 Geschrieben: 16 Jun 2009 10:56
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Hallo Zusammen,

Ich habe auch so ein Problem.:(
Ich bin zwar nicht süchtig aber ich mache es zirka ein bis
zwei mal in zwei Wochen.
In letzter Zeit überhaupt nicht mehr.;)
Seit einundhalb Wochen als ich es zwei mal am gleichen Tag machte, bekam ich plötzlich schmerzen, bis jetzt...
Manchmal schlimmer aber manchmal auch nicht.
Ich habe lange Zeit zu Gott geschrien aber es hat nichts genützt.
Ich hoffe Ihr hättet eine Antwort für mich.#

Liebe Grüsse

Joel

BoH
Guest
 

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Mana: 
 Geschrieben: 23 Jul 2009 16:39
 Nennen  Antworten 
Möchte an dieser Stelle gerne einmal den Begriff "Selbstbefriedigung" in vier weitere Unter-Begriffe trennen, die man -wie ich finde- noch unterscheiden sollte:

1. "Selbstergötzung"      =   narzistische Selbstbefriedigung

2. "Sexuelle Notdurft"    =   "es tun" um unerträgliche Spannung 
                                        zu lösen

3. "Suchtverhalten"        =   Die tägliche Dosis (ähnlich, wie
                                        beim Rauchen, Gewohnheitssache)

4. "Selbstbefriedigung    =   als gezielte Aktion, um jemanden
     aus Rache"                    zu kränken, etwas heimzuzahlen

1 u. 4 kommt m.A. verstärkt bei Frauen, 2 u. 3 hingegen verstärkt bei Männern vor.

Bei 1 ist herrscht sozusagen die narzistische Verliebtheit in das eigene Spiegelbild vor. Wie das praktisch aussieht, möchte ich hier nicht im Detail weiter ausführen. Auf jeden Fall findet hier eine Verwechslung zwischen gesunder Selbstliebe und Narzissmus statt.

Fall 2 findet man häufiger bei Singles, die an und für sich nicht süchtig nach SB sind, aber es dennoch ab und zu herbeiführen, weil der jeweilige momentane Sexualdruck als nicht aushaltbar empfunden wird.

Fall 3 ist häufig bei bereits Abhängigen (auch von Pornografie) vorzufinden. Aber auch der Voyeurismus im Allgemeinen fällt in diese Kategorie.

Fall 4 hier wird SB zum Machtfaktor, um gezielt die Schwäche eines Gegenübers auszunutzen. Auch bestimmte SM-Praktiken gehören in diese Kategorie.

Ich finde es wichtig, bei dem Thema näher zu unterscheiden, damit die jeweiligen Umstände nicht alle in einen Kochtopf kommen und einmal kräftig umgerührt wird.

Gruß BoH

seineFrau
Member
 

Eingegeben am: 22 Mai 2009
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 Geschrieben: 23 Jul 2009 21:43
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Hallo ...

war "Narziss" nicht ein Mann?

?

BoH
Guest
 

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Mana: 
 Geschrieben: 23 Jul 2009 22:14
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Hallo seine Frau,

ja, das stimmt. Er wies der Sage nach die Liebe der Nymphe Echo zurück und setzte  sich an den See, um sich an seinem Spiegelbild zu ergötzen. Interessant wird das Ganze, wenn man jetzt statt Echo=Ehefrau und statt See=Screen setzt.

Der Süchtige sucht etwas Gleiches, das ihm für den Moment entspricht, er verengt dafür seinen Horizont, trägt Scheuklappen und befriedigt sich sozusagen am Spiegelbild seiner Wünsche.

Sein Echo an der "Schnittstelle" Bildschirm ist rein elektronisch und dahinter steckt dann noch die Einbildung, dass der "Objekt-Mensch" (z.B. Coin-Stripperin o.ä.)  Ihn für den Moment "exklusiv meint" (wirkliches Bedürfnis des Süchtigen dahinter: der Wunsch nach bedingunslosem Angenommensein), d.h. genau das tut, was er (der Süchtige) dann will und zu brauchen glaubt (vgl. auch im Videosektor z.B. Beitrag von 'John').


Gemeinsam an den Verhaltensweise 1-4 ist nur eines: Der gemeinsame Partner wird ausgeblendet und hat faktisch keinen aktiven Anteil an der Handlung. Insofern entsteht ein Defizit (abgesehen von den wenigen Rollenspielen, in denen diese Dinge mit Absicht inzenert werden, um den Partner in irgendeiner Form mit einzubeziehen).

Entscheidend ist bei pathologischen (krankhaften) Strukturen immer jedoch:

a) das fehlende Vertrauen
b) die fehlende bzw. gestörte Kommunikation

Davon zu reden, dass das Sexualleben gestört wäre, halte ich sogar für nahezu übertrieben, denn es findet ja in solchen Fällen überhaupt nicht statt. Sexual-Leben bedingt unbedingt vertrauensvolle Kommunikation, soll es nicht zu einem isolierten und zielverfehlten Verhalten entgleisen.

Gruß BoH

seineFrau
Member
 

Eingegeben am: 22 Mai 2009
Herkunft: Germany
Berichte: 200
Status:  Offline
Mana: 
 Geschrieben: 23 Jul 2009 23:28
 Nennen  Antworten 
Hallo BoH,

interessant...

Aber ist ein ECHO nicht auch eine Art (wenn auch Selbst-) Kommunikation...?

Sorry, kam mir gerade in den Sinn, denn Echo sagt ja auch genau das, was man hören/sein will...

Ist wohl weit her geholt, fällt mir aber gerade spontan so ein

Letzte Änderung am 23 Jul 2009 23:39 von seineFrau

BoH
Guest
 

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Mana: 
 Geschrieben: 24 Jul 2009 08:32
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Guten Morgen seine Frau,

Deine Anregungen gefallen mir sehr, vielen Dank :-)
Das Echo ist eine Kommunikation mit sich selbst, in der Tat.
Es gibt -in der natürlichen Aktustik- eine Originalstimme zeitlich etwas verzögert und abgeschwächt zurück (z.B. Bergecho).
Es widerspricht auch nicht, indem es etwas völlig anderes sagt,
als der Sender.
Das Interessante dabei ist, das dieses Prinzip sogar in der Eheberatung eingesetzt wird und zwar dort, wo durch Kommunikationsmußverständnisse immer wieder sofort Streit entsteht.
Ein Beispiel (erst ohne Änderung):

ER:
"Ich kann es nicht ausstehen, dass Du nur noch wie eine Maschine funktionierst, die Kinder, die Kinder, die Kinder, nur noch die Kinder, bis zum Umfallen! Ich sehe Dich nur noch in der Küchenschürze, oder mit Spielzeug in der Hand! Wo bleibe ich denn? Wenn die Kinder dann endlich abends schlafen, bist Du selber zu k.o., um für mich noch da zu sein und so läuft das Tag für Tag! Also beschwere Dich bitte nicht mehr, wenn ich Überstunden mache!"

Sie:
"Wie? Tickst Du jetzt völlig aus? Soll ich etwa die Kinder irgendwo abgeben, irgendsoeine Tagesmammi bezahlen damit sie Ihren fehlende Nestwärme-Tick dann später in teuren Einzelsitzungen bei irgendeinem Psychoklemptner auskurieren können, während ich mir hier die Nägel lackiere oder was?
So wie Deine aufgestylten dümmlichen Bürotussies, die noch nicht eimal ein einfaches Omlett fertigbekommen, ohne dass es anbrennt! Ich habe hier einen 8 Stunden Job mein Lieber, genau wie Du! Und wo steht denn, dass ich für Deine komischen sexuellen Wünsche am Abend noch die Liebesdienerin spielen muss? Tickst wohl nicht mehr richtig?

(Eskalation)

ER:
"Meine sogenannten Bürotussies sind gebildete Damen, die Respekt und Achtung vor mir haben und mich zum Beispiel nicht so anschreiben wie eine primitive Gossenschlampe.... und.. Du versteckst doch nur Dein eigenes Minderwertigkeitsgefühl hinter Deiner Pseudoaufopferung für die Kinder...und außerdem brauche ich überhaupt keine LIEBESDIENSTE von Dir Drachen, denn ich habe DSL und Flatrate und zwei gesunde Hände!!

Sie:

"Verdammter Wi....... ich bin am Wochenende weg, darauf kannst Du Gift nehmen und dann wirst Du die ganze Zeit mit den Kindern verbringen, dann weißt Du, was Sache ist!

(läuft zum Telefon, um eine Freundin anzurufen. Kommunikationsbrücken sind abgebrochen, jeder schmollt zornig und geht seiner Wege)

Jetzt das gleiche Ausgangsbeispiel noch einmal, nur dieses Mal mit der Änderung Ihres Kommunikationsverhaltens nach dem Reflektionsprinzip!

ER:
"Ich kann es nicht ausstehen, dass Du nur noch wie eine Maschine funktionierst, die Kinder, die Kinder, die Kinder, nur noch die Kinder, bis zum Umfallen! Ich sehe Dich nur noch in der Küchenschürze, oder mit Spielzeug in der Hand! Wo bleibe ich denn? Wenn die Kinder dann endlich abends schlafen, bist Du selber zu k.o., um für mich noch da zu sein und so läuft das Tag für Tag! Also beschwere Dich bitte nicht mehr, wenn ich Überstunden mache!"


Sie:

Du bist also der Meinung, dass ich nur noch wie eine Maschine funktioniere und nur noch die Kinder sehe, habe ich das so richtig verstanden)

Er:
"Ja, genau so"

Sie:
"Du bist weiterhin der Meinung, dass ich -durch diese ewige Routine bedingt- regelmässig abends zu kaputt bin, um Dir noch eine gute Ehefrau sein zu können, richtig?"

Er:
"Ja, das stimmt"

(Die Spannung lockert sich hier spürbar, das Gespräch wird auf eine sachliche Ebene geführt)

Sie:
"Würdest Du es akzeptieren, wenn wir zwei mal pro Woche nur für uns hätten und ich eine Freundin frage, ob Sie in dieser Zeit auf die Kinder aufpassen würde? Wir könnten dann so richtig verrückte Dinge anstellen, z.B. ein Stundenhotel anmieten oder irgend so etwas ähnliches?"

Er:
"Wow, auf jeden Fall, das wäre ja mega-super! Ich verspreche Dir auch, dass ich ab jetzt keine Überstunden mehr mache und am Wochenende mehr mit den Kindern unternehme, damit Du besser entlastet wirst.."

so wird es dann merist in der Praxis laufen, dort wo eine gesunde Kommunikation noch generell angestrebt wird und der gemeinsame Wille zum Fortsetzen der Ehe vorhanden ist..

Diese "Echo-Methode" (sorry, mir fällt der Name gerade nicht ein, nach dem sie benannt wurde), führt primär zur Deeskalation in verbalen Streitsituationen und richtet das Gespräch sekundär auf eine für beide Seiten akzepable Lösung aus.


Gruß von BoH



Er:
"Ja, das stimmt" :-)






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