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BoH Guest
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Geschrieben: 3 Aug 2009 07:58 |
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Lieber Mario,
vielen Dank für Deinen Beitrag und ich bleibe gerne am Ball.
Es ist ein Pionierforum, denn zum ersten Mal, seit ich denken kann, wird das Thema interne Sexualität unter Christen öffentlich diskutiert und das ist meiner Ansicht nach extrem wichtig. Dafür möchte ich auch gleich Gründe nennen.
a)
Gab es zu jeder Zeit zwar christliche Gruppierungen, die sich
moralisch entrüsteten und gegen neue Modeerscheinungen
Sturm liefen, z.B. gegen die Liberalisierung i.S. Ehescheidung,
Abtreibung, Homosexualität, sogenannte 'sexuelle Befreiung'
und vieles mehr.
Aber die wenigsten konnten etwas erreichen, denn die entsprechenden Gegenkräfte und Strömungen waren oft viel stärker und scheinbar attraktiver.
An Slogans wie "Mein Bauch gehört mir" oder "Die Schuldfrage bei einer Scheidung ist rechtlich nicht mehr relevant" usw. können wir uns alle gut erinnern.
Nun, was passiert in unseren Kirchen?
a.1 Die Orgel spielt (schön, ich mag Orgelmusik)
a.1 Die Gemeinde setzt sich, der Pfarrer wandert durch die
Mitte zum Altar (auch schön, denn wir brauchen Rituale)
a.3 Es folgen mehrere Lesungen u.a. das Predigthauptthema
(Das ist wichtig, denn das Wort Gottes soll Frucht bringen)
a.4 Es folgen wichtige Abkündigungen, die Kollekte wird einge-
sammelt usw.
a.5 Orgelnachspiel, die Gemeinde wird entlassen, führt noch
Gespräche vor der Kirche oder beim Kaffee und dann geht
alles seine Wege.
In solche Gottesdienste gehen auch Menschen, die hier im Forum schreiben.
Was passiert in unserer Zeit gleichzeitig (nicht zeitgleich)?
Auf Pro7 im deutschen Fernsehen zum Beispiel wird gezeigt, wie eine Frau namens Giulia eine Schar Männer hält, die -nach bestimmten Kriterien ausgewählt- dann in Ihrer Gunst weiter aufsteigen, oder nicht. Bei diesem "Spiel" werden Emotionen intimster Art erzeugt und zugelassen und am Ende gibt es wie so oft wieder 'Winners and Loosers".
Durch solche Beiträge werden Werturteile gebildet. Das geschieht ganz unbewußt, auch wenn man sie nur zu Unterhaltungszwecken ansieht.
Versteht Ihr, worauf ich hinaus will?
Wir hatten ein paar Beiträge vorher das Thema, was eine Frau schön, was macht einen Mann schön?
Durch solche Sendungen (und sie sind nicht nur auf Pro7) wird unser Denken ständig beeinflusst und in eine bestimmte Richtung gelenkt. Und das betrifft vor allem auch nicht Süchtige, z.B. Partner(innen) von Süchtigen.
Denn Süchtige haben für solche Sendungen höchstens heimlichen Spott übrig und finden vielleicht noch ihre (Vor-)urteile über den aktuellen Zeitgeist darin bestätigt. Aber sie holen sich 'Unterhaltung' auf einem anderen 'Programm'.
b)
Wenn in christlichen Kreisen, zum Beispiel auch in einer Predigt,
dieses Thema ein Haupthema wird und nicht nur einfach zusammenhangslos Bibelverse vorgelesen werden, dann muss dies auch in einer Tiefe geschehen, die aktuell Betroffene wirklich erreicht, denn nur dann eine Anknüpfung und eine Veränderung erst überhaupt ermöglicht werden.
Dazu ist es notwendig, dass richtende und verurteilende Christen in solchen Veranstaltungen nichts zu suchen haben, damit dies nicht zu einer billigen Nachmittagssoap der Entrüstung entgleitet. Oder viel schlimmer noch, die Betreffenden anschließend gemieden werden.
Es gibt aber ein Level, das kann bei wirklichen wiedergeborenen Christen auch in einer Öffentlichkeit diskutiert werden.
c)
Das Ziel ist es, alle Bedürfnisse an einen Partner -innerhalb der Ehe- durch den Ehepartner zu befriedigen.
Dazu müssen diese Bedürfnisse aber auch geäußert werden dürfen! Dies -sofern sexuell- natürlich nur zwischen zwei Menschen oder höchstens noch einem Dritten, der als Mediator vermittelt.
e)
Einige Frauen haben hier geäußert, dass sie sich immer wieder überlegen was an einer 'Pornofrau' so schön und anziehend sein muss, dass es möglich ist, deren Männer stundenlang im stillen Kämmerlein vor dem Bildschirm zu fesseln.
Vorsicht: Jetzt kommt eine Weiche!
Sex- Liebes- und Romantiksucht!
e.1
Das nicht befriedigte Bedürfnis nach romantischer Liebe, Annahme, Geborgenheit wird sexualisiert!
oder
e.2
Eine nicht befriedigte sexuelle Lust wird pornografiert!
Bitte unterscheiden im Einzelfall, denn das ist sehr wichtig!
f)
Jetzt komme ich auf das in e) genannte Eingangsthema zu sprechen.
Männer sprechen schöpfungsgemäß digital auf optische Reize einer Frau an. Dgital heißt: Lichtschalter entweder "ein" oder "aus". Dazwischen gibt es keine Stufen. Analog wäre demnach ein Dimmer.
Wenn dann eine bestimmte Reizschwelle überschritten ist, kommt es zur Handlung. Das heißt in unserem Fall, der Mann geht vor den PC und befriedigt sich -durch den Anblick von sexuell agierenden Menschen- selbst.
Warum spricht er nicht einfach mit seiner Frau darüber?
Weil er Angst davor hat, von Ihr abgewiesen zu werden!
Warum inszeniert seine Frau keine "heimliche Show" für Ihn,
die seine verborgenste Wünsche anspricht?
Weil Sie diese Wünsche für pervers hält und sich selbst als Objekt sieht!
Klingelt es?
Wenn wir jetzt das Pauluswort nehmen, dass der Mann über den Körper der Frau und die Frau über den Körper des Mannes verfügen darf und soll, was bedeutet dies dann in solch einer konkreten Situation?
Es muss möglich sein, eine christliche Ehe so zu gestalten, dass Pornos völlig überflüssig werden, das ist meine Vision und meine feste Überzeugung.
Ich plädiere hier nicht für eine Zementierung von Entgleisungen oder Süchten auf "Live-Ebene" sozusagen, aber:
Ein Vojeurist bleibt ein Vojeurist, auch wenn er nicht mehr pornosüchtig ist. Weshalb soll dann frühere Schuld nicht in heutigen Segen umgewandelt werden können?
Vielleicht hat auch eine christliche Frau dazu Lust, einmal unterschiedliche Spielarten der Sexualität in Ihrer Ehe auszuprobieren, zum Segen Ihres Partners und umgekehrt teilt Sie Ihrem Mann vielleicht einmal mit, welche heimlichen Wünsche Sie schon lange hat.
Wäre dies nicht eine unglaubliche Bereicherung für beide?
Ich plädiere hiermit für ein glückliches Eheleben nach der Abhängigkeit.
LG BoH
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seineFrau Member
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Geschrieben: 3 Aug 2009 19:49 |
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Hallo BoH,
...
"Vielleicht hat auch eine christliche Frau dazu Lust, einmal unterschiedliche Spielarten der Sexualität in Ihrer Ehe auszuprobieren, zum Segen Ihres Partners und umgekehrt teilt Sie Ihrem Mann vielleicht einmal mit, welche heimlichen Wünsche Sie schon lange hat."
Wenns denn alles soo einfach wäre...wer sagt, dass er es von ihr will und wer sagt, dass sie das auch will oder sein kann??? und nicht, weil sie verklemmt ist, sondern weil sie es nicht sein will!
PS: Wenn wir jetzt das Pauluswort nehmen, dass der Mann über den Körper der Frau und die Frau über den Körper des Mannes verfügen darf und soll, was bedeutet dies dann in solch einer konkreten Situation?
...??? Nö, oder?...
soweit
LG
Letzte Änderung am 3 Aug 2009 20:09 von seineFrau
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BoH Guest
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Geschrieben: 4 Aug 2009 05:09 |
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Liebe seineFrau,
wir leben heute in einer Zeit, in der sich die Möglichkeiten und Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern radikal verändert haben.
Das Pendel schwingt nun von einem Extrem zum Anderen.
Zwischen den Geschlechtern kann es gerade in Fragen der Sexualität zu einem unerbittlichen Machtkampf kommen, den die Frau heutzutage zu 99% gewinnt, alleine schon deshalb, weil Ihre Vernetzungsmöglichkeiten und Unterstützungen von außen
meist viel besser und psychosozial abgestimmter funktionieren.
Daß weder der in früheren Zeiten praktizierte maskulie "Zylinder-Absolutismus", noch der heute praktizierte "Brot und Spiele Feminismus" irgendeinem biblischen Eheverständnis entsprechen, dürfte klar sein.
So hart es klingen mag, es gibt nur ein ja oder nein. Entweder ja zur Ehe, oder nein!
Sorry, wenn es so hart ausgedrückt wird, doch ich sehe keine andere Lösung, als diese Entscheidung zuallererst zu treffen.
Wenn ich nicht dazu bereit bin, auf die Wünsche meines Partners, meiner Partnerin einzugehen, dann bin ich für die Ehe ungeeignet, auch wenn ich einen Ring trage.
Reine "Versorgungsehen" gleichen meiner Ansicht nach deshalb eine Art 'Flatrate-Prostitution" ohne wirkliche emotionale Beteiligung.
Früher waren es meist die 'Dummchen' von Frauen, die in Herrenhäusern dienten und für allerlei Spielchen herhalten mussten, heute geht die Tendenz umgekehrt. Das heißt, heutzutage werden mehr Männer zu solchen 'Spielchen' abgerichtet. Diese Form ist spielt weniger mit der Sexualität selber, als vielmehr mit der Macht.
Insofern sollen meine Beiträge nur solche Paare ansprechen, die sich an sich gegenseitig ausliefern, ohne Netz und doppelten Boden.
BoH
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Mario Moderator

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Geschrieben: 4 Aug 2009 10:36 |
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seineFrau schrieb:
PS: Wenn wir jetzt das Pauluswort nehmen, dass der Mann über den Körper der Frau und die Frau über den Körper des Mannes verfügen darf und soll, was bedeutet dies dann in solch einer konkreten Situation?
...??? Nö, oder?...
Ich glaube es ist gerade hier ganz wichtig diese Wort im Kontext der Bibel und der Liebe Gottes zu sehen. Wenn man aber einfach nur den Satz für sich selbst liest und zur Anwendung bringt endet das in einem Fiasko. Deshalb wirst du auch von den meisten Lesern dieses Verses Kopfschütteln ernten.
Mir hat es sehr zu einem besseren Verständnis geholfen, wenn ich eine neue Übersetzung zum Vergleich gelesen hab.
So, wie mit diesem Abschnitt ist es übrigens mit vielen Stellen in der Bibel.
Liebe Grüße
Mario
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Hoffnung Guest
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Geschrieben: 4 Aug 2009 17:25 |
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Liebe Lisa,
Danke für Deine Zeilen,
ja, ich würde mich gerne mit Dir austauschen - im geschützen Rahmen. Weiß immer noch nicht, wie es geht - hier im PC/Internet. Anmelden - wie und wo, bin ich dann "Mitglied" + zu irgendwas verpflichtet?
Liebe Grüße
Hoffnung
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seineFrau Member
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 4 Aug 2009 20:13 |
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Hallo Mario...
besagter Satz von Paulus wurde von BoH geschrieben, und ich kann den aber so nicht verstehen und annehmen, hat mich sogar entsetzt....dehalb mein: ????NÖ,...Oder? (Kopfschüttel!)
Einfach mal um das richtig zu stellen!
LG
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ITs ME! Moderator

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| Mana: |     |
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Geschrieben: 4 Aug 2009 20:35 |
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Hallo Hoffnung,
zur Anmeldung oben auf "Trage dich ein" gehen und ausfüllen. Keine Angst, deine e-Mail-Adresse wird nicht öffentlich für andere Mitglieder, es sei denn du willst es so. Dann bekommst du ne Mail zum Freischalten.
Der Vorteil wäre, dass du dann persönliche Mitteilungen schreiben kannst die nur der lesen kann, an den du sie eben schreibst. Und da kann man ja dann auch z.B. E-Mail-Adressen oder Telefonnummern tauschen.
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BoH Guest
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Geschrieben: 5 Aug 2009 06:15 |
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..wir sind sehr starkt vom Zeitgeist auch beeinflusst worden. Aber Gottes Wort richtet sich weder nach dem Zeit- noch nach einem anderen Geist, sondern nach dem Heiligen Geist.
Und wenn man sich einmal vor Augen hält, wie "glücklich" die Menschen sind, die sich nur um sich selber drehen, dann wird schnell klar, das kann's nicht sein.
Hollywood-Skandale, nur ein Beispiel: Da lässt jemand für 50.000 US$ Gold in Körnchen zermahlen, damit der "Abend-Gag" gerettet ist, nämlich statt Schokosplitter kommt Gold auf das Waffeleis.
Gleichzeitig zünden in Ghana Kinder nach der Schule alten E-Schrott aus Europa an, der als "gebraucht und in Ordnung" dorthin (illegal) verschifft wurde, um etwas Kupfer oder Blei zu gewinnen und das Ganze für 2 Euro zu verkaufen, weil die Familie überleben muss. Durch den ständigen Kontakt mit dem Nervengift Blei und dem giftigen Rauch sind bleibende Schäden zu erwarten.
So läuft es ab, weil der Mensch zu Gottes Wort sagt: Nö!
Dabei ist es das Beste, was uns passieren kann! Nur: Den ersten Schritt muss jeder -im Vertrauen darauf, dass Gott sein Wort hält-, selbst gehen, so wie Josua damals den Fuß in das Wasser des Schilfmeeres setzen musste, im Vertrauen darauf, dass Gott sein Wort einhält. Hätten er und Mose nicht auf Gott vertraut, dann wären sie zusammen mit allen hebräischen Sklaven von den nacheilenden Ägyptern niedergemacht worden und dazu sagten sie: Nö!
Gruß BoH
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seineFrau Member
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Geschrieben: 5 Aug 2009 10:49 |
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Hi BoH,
mit normalen Menschenverstand ist es oft nicht mehr möglich Dinge nachzuvollziehen, die Menschen machen.
Die aus Not heraus, diese Dinge sind nachvollziehbar und schlimm,
....aber nicht die, die aus Langerweile, Luxus bis zum Erbrechen uva. geschehen. Was da geschieht ist nicht normal!
Was mich immer noch verwirrt: ich wundere über (deinen) Text von Paulus: den ich so interpretiert habe: Also, wenn Frau und Mann die Ehe führen, wie es sein soll, darf der Körper des jeweils anderen, ich sags mal nett, genutzt werden. Es besteht also eine Art Pflicht seinen Körper dazu zu geben...Also, nimms mir nicht übel, da bin ich aber anderer Meinung!
LG
Letzte Änderung am 5 Aug 2009 10:52 von seineFrau
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BoH Guest
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Geschrieben: 5 Aug 2009 12:19 |
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Liebe seine Frau,
wie Mario weiter oben schon zurecht gesagt hat, darf man diese Paulusstelle nicht aus dem biblischen Zusammenhang isoliert sehen.
Denn es heißt an anderer Stelle auch: "Ihr Männer, liebet Eure Frauen so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat!"
Das heißt, ein Mann, der von seiner Frau etwas einfordern könnte, müsste dann auch dazu bereit sein, im Notfall für Sie zu sterben. Das kann praktisch so aussehen, dass er eingreift, wenn beide z.B. nachts nach dem Kino von einer Bande angegriffen werden, die es auf die Frau abgesehen hat (anstatt wegzulaufen). Oder es kann bedeuten, dass er auch im übertragenen Sinne "stirbt", z.B. seinen gut bezahlten Beruf aufgibt, einen Gang zurück fährt, um mit seiner Frau und Familie mehr Zeit verbringen zu können.
Das Paradoxe dabei ist, dass wenn ein Mann so ist, wird er niemals etwas von seiner Frau fordern, wozu diese sich überwinden muss.
Es gibt auch in vielen christlichen Ehen Tage, da möchte das Paar gerne etwas Neues im Sexleben probieren, das gilt natürlich auch für Frauen. Aber er hat das Recht, diesen Wunsch freundlich zu äußern und es seiner Frau zu überlassen, ob, wie und wann Sie darauf eingehen will.
Natürlich ist die Voraussetzung für solche "Variationen", dass das Eheleben generell stimmt und Vertrauen, Annahme und Liebe vorhanden sind.
Ansonsten wird das Ganze schnell objektpervertiert.
Wie gesagt, ich glaube, dass es praktisch möglich ist, Pornos überflüssig zu machen, wenn man herausbekommt, was den Partner besonders "anmacht" (auch ohne Suchtverhalten) und dann einen individuellen Weg geht.
Ich bin auch davon überzeugt, dass dies das Eheleben bereichern kann und beide noch näher zusammenschweißt.
Natürlich dürfen solche Spiel-variationen die körperliche Nähe und den GV nicht ersetzen, aber sie können für einen Mann, der darauf anspringt, das Pornoschauen eben nicht nur überflüssig, sondern gänzlich langweilig machen, weil 1. "live" viel schöner und anregender ist und 2. man auch kein schlechtes Gewissen hat, weil es die eigene Frau ist.
Das heißt aber jetzt nicht, dass ich für SB generell appeliere, sicherlich nicht, nur ich finde wir müssen unterscheiden, ob jemand an sich eine Solohandlung isoliert vornimmt, oder ob eine spielerische Variante in ein funktionierendes Eheleben eingebaut wird.
Es gibt auch Ehen, da ist so viel Nähe und Hitze zwischen den Partnern, wenn sie zusammen sind, dass gar keiner mehr an Sex denkt, weil das alleinige Zusammensein schon genügt.
Das meinte ich mit dem Verfügen und dem Zusammenkommen. Und ich glaube, so meinte Paulus es auch.
LG BoH
Beitrag durch Moderator editiert.
Letzte Änderung am 5 Aug 2009 12:47 von
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Mario Moderator

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Geschrieben: 5 Aug 2009 13:24 |
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seineFrau schrieb: besteht also eine Art Pflicht seinen Körper dazu zu geben...
Hi seineFrau,
ich würde es nicht so ausdrücken.
Es ist ja so, dass der Körper des anderen Geschlecht eine erhebliche Anziehungskraft ausüben kann. Besonders in Situationen, wie z.Bsp. morgens im Bad o.ä.. (BoH hat das leider etwas zu detailiert geschrieben, so dass ich den Text etwas entschärfen musste.) Dessen sollte Mann und Frau sich bewußt sein. Ich denke Paulus möchte sagen, dass wir diesbezüglich den Bedürfnissen des Partners entgegenkommen sollten, anstatt ihn im Regen stehen zu lassen.
LG
Mario
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BoH Guest
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Geschrieben: 5 Aug 2009 14:13 |
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Nur der Vollständigkeit halber: Marios Antwort dann bitte zwischen meinem zweitletzten und letzten Satz (in dem 13:19 Uhr Beitrag) gedanklich einfügen, damit der Absatzzusammenhang wieder zusammen stimmt..
Gruß BoH
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seineFrau Member
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Geschrieben: 5 Aug 2009 20:31 |
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@BoH, @Mario
Danke euch beiden...
...damit bin ich zufrieden!  So sehe ich es auch...
Liebe Grüsse
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Lisa Member
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Geschrieben: 7 Aug 2009 12:45 |
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Hallo Kathi, Hoffnung und Monja
Bin also jetzt so angemeldet, dass man mir private Mitteilungen senden kann.
Liebe Grüsse, Lisa
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Lisa Member
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Geschrieben: 8 Aug 2009 20:19 |
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Hallo BoH
Seit Tagen treiben mich viele Gedanken herum und ich merke je länger je mehr, dass es mir helfen wird, mich hier nochmals zu melden.
Du hast uns hier einiges erklärt und wolltest mir in meiner Situation helfen.
Leider hat es mir in mir ganz viel negatives ausgelöst. Deine an mich geschriebenen Antworten waren für mich Bestätigung, dass ich richtig gehandelt habe indem ich praktisch niemandem ausser hier im Forum, von unseren Situation erzählt habe. Ich hatte grosse Angst, dass ich dann mit Ratschlägen und frommen Reden und Anleitungen was ich zu tun habe eingedeckt werde. Dazu stecken wir Frauen in der Situation, dass wir entweder zu verklemmt oder zu leicht bekleidet sind - irgendwie kann man uns immer die Schuld geben wieso die Männer in die Pornographie getrieben werden. Mal weil wir ihnen nicht geben was sie sich wünschen oder eben weil wir sie mit unserem Verhalten aufreizen.
Meine Angst war auch, dass ich Ratschläge bekomme wie, wenn du mehr glaubst, betest, vertraust wird alles gut. Ansonsten bist du selber schuld. Oder Erklärungen wie, wenn dein Mann das oder dies tut wird es gut.
Hier im Forum für Ehefrauen suchte ich einen Ort, indem ich mich mit Mitbetroffenen austauschen könnte. Ich hoffte, hier Verständnis und nicht Anleitungen zu treffen. Ich wünschte mir Menschen welche mitleiden und tragen. Ich kam nicht auf die Idee, dass ich hier mit frommen Worten überschüttet werde. ich war wohl sehr naiv.
Ich möchte dir nicht unterstellen, dass deine Beiträge nicht Wahrheiten enthalten (vielem stimme ich zu), doch für mich hast du etwas enscheidendes vergessen.
Du hast hier eine betroffene Ehefrau vor dir, welche versucht ernsthaft mit Jesus das Leben zu leben. Eine Ehefrau die bestrebt ist ihr Versprechen, welches sie vor Gott und den Menschen ihrem Mann gegeben hat (ihm Ehefrau zu sein in guten wie in schlechten Tagen) in dieser schwierigen Situation einzuhalten. Eine betroffene Ehefrau welche sich sehr über das Thema informiert hat, welche Bücher gelesen und sich anderswo mit Infos zum Thema eingedeckt hat. Eine Ehefrau welche sich auch viele theologische uns seelsorgerliche Gedanken zum Theam gemacht hat.
Ich weiss, das mein Mann mit seinem Pornokonsum sündigt. Ich weiss, dass unsere Ehe nur dann erfüllend sein kann, wenn wir beide uns voll auf Gott ausrichten und sündiges Verhalten sein lassen. Doch leider kann ich nicht über meinen Mann bestimmen und kann ich auch nicht zwingen. Ich kann ihn ihm Leben unterstützen und ihn immer wieder herausfordern in der Art und Weise wie er seine Sexualität lebt und ihn damit konfrontieren. Dabei ist es wichtig meine eigene Beziehung zu Gott zu pflegen und immer wieder auf ihn zu hören.
Doch in all dem bleibt es eine Herausforderung und dabei brauche ich nicht noch fromme Ratschläge - ich brauche Unterstützung und jemand der das Leid mit mir teilt!!
Leider kann ich das wohl nicht erwarten von nicht betroffenen Menschen. Oft sind wir so schnell mit Ratschlägen, vergessen dabei aber, dass der Betroffene das Tempo bestimmt und nicht derjenige, der helfen will. Es geht mir nicht darum, vor anderen Meinungen die Augen zu verschliessen. Doch bei deinen Beiträgen hatte ich das Gefühl, hier will mir jemand seine Meinung reindrücken und sieht in mir nicht der Mensch der leidet. ich empfand deine Beiträge nicht als Begleitung auf meinem Weg sondern als Ratschlag in der Form von "mach es wie ich dir sage und alles wird gut".
Ich wünsche dir, dass du in schwierigen Situation in denen du in Zukunft helfen möchtest - immer versuchst den Menschen zu sehen. Es geht darum, den Menschen zu begleiten und mit ihm in seiner Situation zu ringen und das schliesst mit ein, seine Meinung zu sagen. Doch zuerst geht es um den Menschen und erst an zweiter Stelle darum, ihm deine Meinung zu sagen.
Es hat mir geholfen, meine Gedanken hier loszuwerden. Ich merkte, wie sich in mir über deine Beiträge eine Bitterkeit angestaut hat. Diese bin ich jetzt losgeworden. Ich hoffe, dass du meine Gedanken ein wenig nachvollziehen kannst und sie dich auch zum nachdenken bringen.
Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft.
Lisa
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