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seineFrau Member
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Geschrieben: 1 Sep 2009 08:27 |
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Hallo BoH,
...richtig stellen möchte ich, dass mein Mann kein Pastor ist, wurde allerdings konfirmiert (heißt das so?), ist mir also im Vorteil, da ich in meiner Kindheit nicht mit Gott und Glauben vertraut gemacht wurde. ...
Und die Worte mit "..eine über den Schädel ziehen... " klingen mir aus seinem Munde auch noch nach...
Tasche packen is`nich...und mal sehen, vielleicht lerne ich ja Feuer zu speien! (wenn`s ernst wird).
Ja und die Frage, nach der Verteilung der Frauen an Männer...das ist wohl andersherum meistens genauso 
Soweit
liebe Grüße
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BoH Guest
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Geschrieben: 1 Sep 2009 09:35 |
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Hallo seine Frau,
könnte es sein, dass Du "ordiniert" meintest? Nun gut, wie dem auch sei, eine Trennung oder Scheidung sollte niemals das erste Ziel sein, insbesondere nicht in einer christlichen Ehe.
Das Leben wird in den meisten Fällen dadurch auch nicht leichter, oder besser.
Und wie Du letztendlich damit umgehst, musst Du selbst entscheiden, das ist klar.
Fakt ist allerdings, dass ich es schlimm finde, wenn Singles mit einem grossen "Sex-Drive" unter Ihrem Dasein leiden müssen und sexuell vernachlässigte Ehefrauen auch unter ihrem Dasein leiden müssen. Da läuft doch irgendetwas schief?
Oder sehe ich hier etwas falsch? Ich bin der Meinung, dass der Zeitgeist, welcher uns überall "Genuss sofort und überall" predigt im Grunde in der Praxis genau das Gegenteil bewirkt.
Die Menschen in unserer Zeit verhalten sich zwar meist unauffällig und mittelmässig nach aussen hin, aber in privaten Entscheidungen (wo es für sie keine negativen Konsequenzen hat) sind sie gleichzeitig extrem radikal und unerbittlich. Scheinbar Individuen, aber im Grunde Herdentiere des Zeitgeistes!
Das merkt man doch überall, wenn man mit offenen Augen durch die Gegend läuft!
Jeder will für sich das Beste rausholen und was mit dem Nachbarn ist, zählt nicht.
Wie soll in solch' einer Atmosphäre eine zarte Pflanze der Liebe gedeihen?
Dazu müssen doch erst einmal zwei Leute klar im Kopp sein, dann das gemeinsame Ziel erfassen und dann gemeinsam dafür kämpfen!
Gruß BoH
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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Geschrieben: 1 Sep 2009 20:49 |
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BoH schrieb:
Fakt ist allerdings, dass ich es schlimm finde, wenn Singles mit einem grossen "Sex-Drive" unter Ihrem Dasein leiden müssen und sexuell vernachlässigte Ehefrauen auch unter ihrem Dasein leiden müssen. Da läuft doch irgendetwas schief?
...also, ich werde hier wohl ein wenig mißverstanden? "...
Weder leide ich unter sexueller Vernachlässigung noch unter dem Bedürfnis Gleiches mit Gleichem zu vergelten...
Es dreht sich doch im Leben nicht alles nur um Sex? Oder doch?...Da hab ich wohl was verpasst...
Warum geraten wir an welche Partner, was sollen wir lernen...
Ich glaube, inzwischen, dass mein Mann in einer (Entwicklungs-) Phase ist (ebenso wie ich es ständig bin) und ich denke, er wird "sehen", wie weit er damit kommt. Es gelingt mir sogar im Moment über solche Aussagen wie "Ein Mann kann nicht monogam sein..." innerlich zu schmunzeln. Vielleicht frage ich ihm beim nächsten Mal, wenn er es zum tausendsten mal sagt:"Was sagen deine Freundinnen dazu?"
Manchmal denke ich, glaubt er den Sch...wirklich? Muss wohl, nun ja...
Er ist mein Partner, wir haben Kinder und damit eine Menge Verantwortung. Er liebt mich, dass sagt er mir täglich... Er braucht seinen (Frei)Raum...und nur so kann jeder von uns lernen. Ich liebe ihn auch, aber nicht in einer Form, die mich abhängig und hilflos macht. Ich weiß, ich kann jederzeit anders, wenn es sein muss auch allein mit den Kindern...hab ich schon mal hinter mir...aber ich will es nicht...es gibt einen anderen Weg, vor allem für mich und dass ist der Weg, den ich finden möchte, der Weg zu Gott, zu mir selbst. Und das hat wohl zu einem grossen Teil mein Mann ausgelöst mit seinem Verhalten! Und...damit schliesst sich letztendlich der Kreis ...oder??????????
Ich habe eine Ahnung, was auf meinen Lebens-Partner (meinen Mann) zukommt...*
Er hat die Wahl...
soweit
danke für`s Zuhören
Letzte Änderung am 1 Sep 2009 21:09 von seineFrau
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BoH Guest
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Geschrieben: 7 Sep 2009 05:30 |
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Guten Morgen seine Frau,
bei vielen Süchtigen haben wir es mit einem Dr. Jeckyll & Mr. Hyde Symptom zu tun (hatte ich in einem älteren Beitrag schon einmal erwähnt).
Im Grunde habe ich als Süchtiger in einer Familie noch eine mehr oder weniger gut funktionierende soziale Gemeinschaft.
Es hängt jetzt vom Grad der Sucht ab, inwieweit das Leben dadurch beeinträchtigt wird, oder nicht. Auch als Single kann man -auch ohne süchtig zu sein- in Phasen geraten, wo man seinen Filter umgeht und sagt "Jetzt muss es sein!".
Die Suchtgefährdung fängt dort an, wo etwas zum Zwang wird.
Was ich damit sagen will, nicht alle die "es tun" sind automatisch gleich süchtig. Aber die Gefahr einer Sucht besteht dort, wo eine ständige Wiederholung geschieht und das Ganze somit zum Zwang wird.
Jetzt gibt es noch -insbesondere unter Christen- eine Komponente. Keiner möchte gerne "Ärger mit dem Chef", d.h.
zum Beispiel die Frau seines Nächsten begehren.
Wir leben in einer Zeit und in einer Welt, in der viele Dinge verdreht sind. So kann es zum Beispiel sein, dass gerade ein verheirateter Mann besonders attraktiv und begehrenswert auf andere Frauen wirkt, was dessen Sex-Drive und Selbstbewusstsein natürlich noch stärkt.
Die Gleichung könnte dann lauten: Bevor ich am Sonntag meine Predigt halte und vielleicht durch zu viel Sex-Drive bedingt in der Gefahr bin in die "Schlinge" einer anderen Frau zu geraten, hole ich mir eben vorher einen runter. Das Internet ist der Kühlschrank, Geflügelwurst oder Leichtkäse, je nach Hunger und das war's. Damit betäubt man(n) dann das sexuelle Verlangen ein paar Stunden oder Tage.
Ich denke, es ist in der Tat so, dass Jesus mit der "Frau seines Nächsten" eine Live-Tat (vergleich David und Batseba) meinte.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Jesus, als er diesen Abschnitt in der Bergpredigt formulierte, sogar an David und Batseba gedacht hatte.
Worin liegt das Problem? Ich würde sagen, an der Unkontrollierbarkeit des Sexualtriebes. Jeder Mann, der einmal mit dem Feuer der sexuellen Leidenschaft negativ konfrontiert war, merkt, dass er es hier mit einer Kraft zu tun hat, die stärker ist, als sein bewusster Wille.
Mir fiel heute früh das folgende Beispiel dazu ein:
Nehmen wir an, der Sexual-Drive ist eine Dampf-Lokomotive. Dann steht ein Süchtiger davor und stemmt sich dagegen.
Und je nachdem wieviel Dampf gerade einfährt, schnaubt das Teil und drückt in den Rücken.
Der Süchtige strengt sich mit aller Kraft an und geht kleine Trippelschritte auf dem Gleis.
Doch irgendwann wird die Lok zu stark und dann zieht er die Beine hoch, hält sich fest, die Lok braust los und er schreit "Hurraaa Du blöde Lok, ja gib so richtig Gas, genau, schneller hahaha"
Irgendwann kommt die Lok dann wieder zum Stillstand und das Spiel beginnt von vorne.
Es geht nun darum, dass der Süchtige die Position wechselt. Er soll nicht vor der Lok stehen (da hat er keine Chance), sondern in die Lok und zwar an das Steuer, d.h. er soll die Lok nicht alleine fahren lassen und auch nicht vor der Lok flüchten, sondern die Lok bewusst steuern. Erst dann wird dieser kräfteraubende sinnlose Kampf ein Ende finden und der Sexualtrieb wird integriert. Dr. Jeckyll & Mr. Hyde sind dann beide tageslichttauglich.
Singles oder Geschiedene müssen diesen Schritt oft schneller lernen, als Verheiratete, einfach deshalb, weil niemand da ist, der das alte System unterstützt gewähren lässt oder gar deckt.
Die rauhe Welt prasselt sozusagen ungebremst auf sie ein. Und dadurch, dass sie viel wachsamer sein müssen -weil eben niemand da ist, der mitdenkt und mitträgt- hat ein Fehlverhalten, dass zur Sucht wird, oft viel unmittelbarere und spürbarere Konsequenzen, als bei einem Familiensystem, wo die Frau den Laden "schmeisst" und der Mann sich sozusagen seinen kleinen oder grösseren "Spaß" erlauben kann.
Ich sage das jetzt auch mit einem gewissen Schmunzeln, denn ich möchte nicht missverstanden werden. Wenn das System noch so wie bei Dir funktioniert, dann kann man durchaus aneinander wachsen und reifen.
Aber es ist und bleibt eine Zielverfehlung, wenn ein Mann -anstatt seine Frau sexuell zu begehren- sich so ein Porno reinzieht.
Dann würde ich schon einmal hinterfragen wollen, wo genau liegt der Punkt? Ist es vielleicht die Tatsache, dass die Frauen, die man real nicht haben kann, gerade besonders anziehend sind?
Ist es ein Fetisch? Ist es, weil die nicht reden?
Das Leben spielt sich da draussen vor der Tür ab und wer weiss, wie schmerzhaft eine Trennung oder Scheidung wegen eines Ehebruchs ist und wie man(n) am Ende alleine dahsteht, wird ganz schnell runter kommen, vom hohen Ross der Illusion "alle wollen mich".
Die Gefahr besteht also darin, was Gott denkt. Nicht der liebe Gott aus dem Stubenschrank oder mein Jott oder so, sondern der heilige Gott, der die Herzen kennt und lenkt.
Wenn er nämlich Dinge sieht, die in die falsche Richtung laufen, dann kann er durchaus zwei Wege durchsetzen, Erneuerung oder Trennung. Türen auftun oder schliessen.
Nur er weiß, ob etwas nur Gerede, oder ernst gemeint ist und die Zukunft wird erst zeigen, welches Urteil eine Beziehung in seinen Augen erhält: Spreu oder Weizen!
Gott ist kinderfreundlich und nimmt durchaus Rücksicht auf diese zarten und zerbrechlichen Seelen, aber es kommt auch der Tag, wo diese Kinder gross sind und dann kommt heraus, was dann noch trägt, oder nicht.
Gruß BoH
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Mario Moderator

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Geschrieben: 7 Sep 2009 12:07 |
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BoH schrieb:
Ich denke, es ist in der Tat so, dass Jesus mit der "Frau seines Nächsten" eine Live-Tat (vergleich David und Batseba) meinte.
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Jesus, als er diesen Abschnitt in der Bergpredigt formulierte, sogar an David und Batseba gedacht hatte.
Da würde ich dir widersprechen wollen, BoH. Ganz einfach, weil der Herr an anderer Stelle klar den bloßen begehrlichen Blick und an wieder anderer Stelle, die Begehrlichkeiten, die im Herzen stattfinden anbrangert und als Sünde deklariert.
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BoH Guest
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Geschrieben: 7 Sep 2009 16:01 |
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Hallo Mario,
natürlich bereitet ein exzessiver Pornokonsum das Herz für eine Live-Tat vor. Ich plädiere hier auch nicht für "Porno statt Paula" oder so.
Aber wenn wir uns die Bergpredigt und vor allem die darin enthaltenen Antithesen einmal genauer ansehen, stellen wir fest, dass der Herr uns allen den Spiegel vorhält und uns sagt, wie wir eigentlich sein sollten, aber nicht sind.
Es mag sein, dass jemand kein Problem mit der Zügelung seiner Sexualität hat, aber hintenrum über andere lästert, oder Hass gegen den Bruder/die Schwester im Herzen hegt.
Wieder ein anderer ist geizig usw.
Der Maßstab kann nicht sein, dass jetzt jeder versucht aus eigener Kraft die Bergpredigt zu leben!
Wir sind eine Sünderversammlung. Natürlich sollen und wollen wir uns am Wort Gottes orientieren, damit wir merken, dass wir ganz und gar ohne Ihn nichts tun können.
Aber das soll nicht zu einem neuen Zwang führen oder wieder einer neuen Gesetzlichkeit, oder?
Pornokonsum hat auch viel mit verlustiger echter Intimität zwischen zwei Menschen zu tun.
Ich habe in diesem Zusammenhang hier einen vielleicht interessanten Artikel entdecken können:
http://wegedeslebens.info/Literatur/Abwehrmechanismen.html
LG BoH
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Mario Moderator

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Geschrieben: 7 Sep 2009 18:06 |
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Hi BoH,
ich wollte lediglich vermeiden, dass der Eindruck ensteht, dass Ehebruch erst bei der praktischen Ausführung beginnt. Ich glaube das wäre ein Irrtum.
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seineFrau Member
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Geschrieben: 7 Sep 2009 18:43 |
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BoH schrieb:
Ich sage das jetzt auch mit einem gewissen Schmunzeln, denn ich möchte nicht missverstanden werden. Wenn das System noch so wie bei Dir funktioniert, dann kann man durchaus aneinander wachsen und reifen.
So sehe ich es auch.
Dann würde ich schon einmal hinterfragen wollen, wo genau liegt der Punkt? ...
Um zu begreifen, warum er es tut habe ich hinterfragt, am Anfang konnte er mir nicht sagen warum. Später behauptete er, das wäre normal, dass machen die meisten Männer...
Es ging mir eben umdieses "Warum", aber es kam bis heute keine Antwort darauf. Deshalb bin ich hier im Forum.
Und deshalb bin ich dankbar für die Antworten hier, weil sie mich weiter bringen...
Danke für die Einblicke
Liebe Grüße
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seineFrau Member
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Geschrieben: 8 Sep 2009 22:00 |
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Hallo BoH,
ich bin dir sehr dankbar, dass du do offen redest (schreibst).
Gerade auch deine Zeilen geben mir Halt und ich kann nachvollziehen und verstehen.
Dr.Jackel und Mr.Hide, dass waren damals meine ersten Gedanken, ich wusste nicht, was ich von meinem Mann halten sollte...er(es) war nicht fassbar, nicht begreifbar für mich...
Jetzt, hier und heute, dass ist meine Lebenseinstellung...mein Mann lebt in seiner Vergangenheit...("gleichzeitig aber auch überall" sagt er)
Ich sagte dazu:
"Die Zeit, in der du deine Gedanken in der Vergangenheit hast, verschwendest du für das HIER und JETZT!"
Ich für mich selbst, habe alles was war "weggewischt". Hier und jetzt, jeder einzelne neue Tag ist das, was ich lebe...
Ich glaube, mein Mann lebt auf einer Seite als Single, auf der anderen Seite als liebevoller Vater!...und Partner.
Was wird, wenn die Kinder aus dem Haus sind, das wird sich zeigen...!
Vielleicht sind wir alle Singles. Wobei ich Ausnahmen als Bestätigung der Regel auszeichnen möchte.
Soweit, danke für deine Zeilen
Liebe Grüsse
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BoH Guest
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Geschrieben: 9 Sep 2009 06:15 |
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Liebe Seine Frau,
vielen Dank für Deine Zeilen.
Die Weichen vieler Wege, die wir im späteren Leben gehen, wurden bereits in der Kindheit und frühen Jugend gelegt.
Ich hatte in einem Eintrag weiter oben noch eine Link zum Thema 'Abwehrmechanismen' eingefügt, wo in dem verlinkten Beitrag ganz genau gezeigt wird, weshalb Menschen in bestimmten Situationen "dichtmachen".
Nehmen wir zum Beispiel den Fall Frühstückstisch. Das eine Kind erfährt dort schon morgens Nähe, Geborgenheit und Vertrauen zu mindestens einer elterlichen Bezugsperson, während das andere Kind dort bereits kritisiert, beschimpft oder als unqualifiziert bespöttelt wird.
Kinder, bei denen dieses Nähesystem nicht oder nicht genügend funktioniert, bauen sich häufig eine "Parallelwelt" zur Realität auf. In dieser Welt sind sie dann Herrscher und König!
Diese Situation kann nun dazu führen, dass zum Beispiel erlebte elterliche Gewalt (in physischer oder psychischer Form) sexuell kompensiert wird.
In Familien, in denen keine vertrauensvolle Nähe zu dem Kind / den Kindern besteht, ist es häufig zudem noch so, dass auch die Eltern sich gegenseitig voneinander abschotten, bzw. schon ein bestimmtes Suchtmusterverhalten vorhanden ist und vorgelebt wird.
Viele Jungen -aus solchen Konstellationen- sehen dann z.B. der Mutter heimlich (denn so etwas tut "man" nicht) beim Duschen/Baden zu und befriedigen sich dabei. Sozusagen als "Strafe" für die fehlende Nähe und das nichtvorhandene Vertrauen. Daraus muss aber noch nicht zwingend späteres Fehlverhalten entstehen, es kann eine Phase sein, die wieder vorbei geht. Jedoch ist die Gefahr einer "sexuellen Vorprägung" an dieser Stelle enorm hoch.
Im Grunde nach sucht der abhängige Betroffene später nach einem bestimmten Erlebnis, das ihm in der Vergangenheit einmal widerfahren war und dieses 'Hochgefühl' verschaffte.
Das kann dann der Auslöser für Pornokonsum werden.
Die Fantasien von betroffenen Mädchen sind übrigens ganz ähnlich, nur dass Mädchen vom Wesen her weniger zum praktischen Vojeurismus neigen, sondern mehr den "Spielfilm im Kopf" bedienen.
Ich glaube, dass wir die Ursache für das Verhalten Deines Mannes evtl. in dieser Lebensphase finden können.
Stelle Ihm doch bei Gelegenheit einmal die Frage, wie es früher war, z.B. nach dem Aufstehen am Frühstückstisch. Wie sich seine Eltern verhalten haben, ob seine Anliegen ernst genommen wurden, welche Stimmung herrschte, ob er mit einem Gefühl der Geborgenheit den Schulweg antrat.
Aber ich würde auf eine günstige Gelegenheit damit warten, damit es nicht sofort nach Psychologen-Sofa riecht.. am besten so mal "nebenbei" beim Gemüseschälen etc.
LG BoH
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Rita Guest
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Geschrieben: 9 Sep 2009 14:12 |
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| Genauso ist das! Mein Mann darf mir gerne zusehen wenn er mal wieder seine "Phase" hat. Das ist mir 1000x lieber als wenn er bei anderen Frauen wildert wie dieser Verrückte mit dem Dixieklo :-)))
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Pepperoni Guest
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Geschrieben: 10 Sep 2009 11:50 |
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Hallöchen,
hoppla liebe Mitstreiterinnen *überleg mal kurz*
och oft reicht es sozusagen schon ein winzig kleines Stück mit 'seiner' Fantasie zu spielen. Rein verbal versteht sich von selbst. Danach kommt es schon meist sehr kurzfristig zur ausgiebigen und ertragreichen Ernte. 
Was aber nich heissen soll dass ich ab und an nicht einen Gang zulege *unschuldig dreinblick*
Schwesterliche Grüsslein
Petra
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Mario Moderator

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Geschrieben: 10 Sep 2009 14:29 |
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Hallo zusammen,
bitte schaut doch drauf, dass ihr nicht allzu sehr vom eigentlichen Thema abweicht. Danke im Voraus!
Liebe Grüße
Mario
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seineFrau Member
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Geschrieben: 10 Sep 2009 20:17 |
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Hallo Rita, hallo Petra...
...ihr habt ja wohl den "Bogen" raus...
Wenn es nur soooo einfach wäre! 
 Letzte Änderung am 10 Sep 2009 21:26 von seineFrau
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seineFrau Member
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Geschrieben: 10 Sep 2009 21:59 |
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Hallo BoH,
danke für deine Zeilen.
Den Link habe ich mir angesehen...Interessant, ich beschäftige mich schon seit Jahren mit diesen Themen, hatte auch schon Literatur hierzu...
Mein Mann hat mir seine Kindheit schon vor Jahren ausführlich geschildert. Hätte ich mir seine Erlebnisse angenommen, wäre ich zusammen gebrochen. Ich konnte sie mir nur anhören und durch einen Filter nachemfinden.
Körperliche Misshandlung stand, seit er 3 Jahre war auf dem täglichen Programm. Sein Stiefvater war einfach "nur" unfähig...
"Du bist nichts wert, du bist einfach nur dumm, zu nichts fähig..."usw. wurde ebenfalls täglich verabreicht!!!!
Nächtens wurde er einfach an den Knöcheln aus dem Bett gezerrt und einfach so verprügelt...
Und seine Mutter hat zugesehen und den Stiefvater noch aufgehetzt gegen ihren Sohn...da könnte ich schrein!!! Sie und ich gehen uns aus dem Weg...sie hat es bis heute nicht begriffen, streitet alles ab, obwohl mein Mann es heute noch versucht sie zu fragen nach dem Warum. Sie ist davon überzeugt, dass mein mann lügt wenn er sagt, er wurde verprügelt...aber sie hat ihn doch schreien hören müssen und sie war doch im Haus und sie hätte doch seine blauen flecken sehen müssen...ich könnte einfach nur weinen.
Mein Mann war als Kind von Anfang an nicht erwünscht und nur eine Last und ein (angeblicher) "Taugenichts" wie sein (richtiger) Vater...Er wusste ja nicht mal, dass er einen anderen Vater hatte, dass hat er selbst rausgefunden, als er als 10jähriger bei der Oma in der Dachkammer stöberte. (Geburtsurkunde gefunden) Mein Mann hatte immer das Gefühl, dass dieser grausame und doch armselige Mensch nicht sein Vater sein konnte...
...seine Geschichte ist einfach nicht fassbar...
Ich liebe ihn von ganzem Herzen. Und doch gehe ich auf Abstand. Ich habe das Gefühl, er lebt erst jetzt wirklich und holt nach, was er auch in seiner ersten Ehe nicht konnte...
Es entschuldigt trotz allem seine Umtriebigkeit nicht...er muss es einfach begreifen, dass es so nicht ist, wie er denkt! Aber ich fange an zu begreifen, warum er so ist, wie er ist. Und ich liebe ihn jeden Tag mehr..ist das nicht verrückt?
soweit, danke für`s Zuhören
Von HerzenLetzte Änderung am 10 Sep 2009 22:27 von seineFrau
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