| Verfasser | Bericht |
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Katze Member
| Eingegeben am: | 20 Jul 2010 |
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Geschrieben: 21 Jul 2010 14:51 |
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Hallo zusammen,
seit einigen Tagen schleiche ich um euer Forum herum und lese eifrig mit, bin aber nicht sicher, ob ich hier auch willkommen bin. Denn ich kann aus den vielen Beiträgen entnehmen, dass das hier ein christliches Forum ist - nicht zuletzt werden immer wieder Bibel-Verse zitiert oder die Bedeutung des Glaubens hervorgehoben.
Das verunsichert mich sehr stark.
Denn ich glaube, dass euer Forum äußerst wichtig für mich ist, aber ich "bin eben" nur katholisch und praktiziere nicht. Darf ich trotzdem hier schreiben? Und um Hilfe bitten? Es geht mir leider gar nicht gut und ich bräuchte so dringend jemanden, mit dem ich mich austauschen kann.
Ehe ich euch meine Geschichte zumute, warte ich vielleicht lieber erst einmal ab, was ihr dazu meint. Herzlichen Dank für euer Verständnis!
Liebe Grüße
Katze
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Mario Moderator

| Eingegeben am: | 7 Jun 2007 |
| Herkunft: | Regensburg, Germany |
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Geschrieben: 21 Jul 2010 19:45 |
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Hallo Katze,
bei uns jeder herzlich willkommen unabhängig von Glauben und Konfession.
Liebe Grüße
Mario
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
| Herkunft: | Germany |
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Geschrieben: 21 Jul 2010 19:48 |
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Liebe Katze...
ich bin nicht christlich...und ich bin hier sehr gut aufgehoben!!!
Ich las damals eine Begrüßung des Moderators dieses Forum`s in der stand...ich zitiere:"...ob du mit Gott unterwegs bist, oder ohne..."
Genau das gab mir den Mut hier zu schreiben!! ...
Liebe Grüsse
seineFrau
Letzte Änderung am 21 Jul 2010 19:49 von seineFrau
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Katze Member
| Eingegeben am: | 20 Jul 2010 |
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Geschrieben: 22 Jul 2010 16:40 |
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Hallo zusammen,
da bin ich wieder!
Also erst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei dir, Mario, und bei dir, seineFrau, bedanken, dass ihr mich so freundlich aufgenommen habt! Jetzt ist mir schon viel wohler ums Herz!
Dann mag ich euch ein bisschen von mir bzw. uns erzählen.
Mein Mann und ich sind seit 16 Jahren zusammen, 13 davon verheiratet. Schon bei unserem allerersten GV kam es zu „Schwächeerscheinungen“ auf seiner Seite. Ich war eigentlich höchst alarmiert, hatte ich zuvor doch erst eine Beziehung gehabt, die von solchen Schwächeerscheinungen geprägt war und für mich immer belastender wurde, zumal stets mir die Schuld dafür in die Schuhe geschoben wurde. Mal habe ich falsch gelegen, dann trug ich das falsche Parfüm oder es lief die falsche Musik im Hintergrund…
Nun gut, ich war verknallt und wollte mich keinesfalls von meinen unschönen Erfahrungen entmutigen lassen. Schließlich konnte mein Mann doch nichts dafür, dass sein Vorgänger ein solcher Idiot war. Bis zu unserer Hochzeit knapp drei Jahre später kam es immer wieder zu solchen Durchhängern, die ich abermals ignorierte. Mit viel Optimismus, der entsprechenden Zuneigung und einer Engelsgeduld funktionierte es ja auch. Mehr schlecht als recht, aber es funktionierte.
Nach etwa fünf oder sechs Jahren begann sich aber, mein Unmut zu steigern. Ich beklagte mich öfters und/oder brach die mehr oder weniger sinnlosen Versuche entnervt ab. Mein Mann lenkte ein und ging zum Urologen, um wenigstens auszuschließen, dass ein körperlicher Defekt vorliegt. Gesagt, getan, ich begleitete ihn sogar und „uns“ wurden die berühmten kleinen blauen Pillen verschrieben. Immerhin tröstete uns der Arzt, dass das keineswegs ein „typisches Problem älterer Männer“ sei, sondern dass das tatsächlich gerade bei noch relativ jungen Männern, die gerade anfangen, an der Karriere zu feilen, auftrete.
Die kleinen blauen Pillen halfen uns auch etwa ein Jahr halbwegs gut über die Runden, dann musste ich enttäuscht feststellen, dass es trotzdem irgendwie nicht mehr richtig passt zwischen uns. Dieser jahrelange Kampf um wenigstens eine klitzekleine Erektion hatte mich mürbe gemacht und ich ertappte mich dabei, dass ich „es“ eher lustlos hinter mich brachte. Allerdings habe ich auch nie mit meinem Mann geschlafen, wenn es mir zu sehr gegen den Strich gegangen wäre. Also aus Mitleid oder so, nee, da war ich konsequent. Aber es machte mir eben auch keine Freude mehr.
Die Jahre gingen ins Land und unsere Partnerschaft wurde erneut auf eine harte Probe gestellt, weil sich eine Kinderwunschbehandlung leider als erfolglos erwies. Danach flüchtete mein Mann sich in die Arbeit und ich mich in den Alkohol. Wir entfernten uns immer mehr voneinander, bis ich mich zu einem Entzug durchringen konnte. Mittlerweile bin ich seit zwei Jahren stabil trocken.
Zeitgleich mit meinem Entzug wurde mein Mann befördert. Im selben Maße, wie ich trocken wurde und feststellen musste, wie sehr unsere Ehe in die Schieflage geraten war, koppelte mein Mann sich von mir ab. Er war schon immer eher zurückhaltend und ruhig, nun wurde er schweigsam und mürrisch, zumal die neue Position wohl Ansehen und Geld brachte, ihn aber auch vor harte Herausforderungen stellte. Wir schliefen schon lange nicht mehr miteinander, denn mir hatte unser Sex besoffen schon nicht gefallen, nüchtern gruselte ich mich erst recht vor diesem Affenzirkus.
Das Thema „Sex“ wurde also stillschweigend ad acta gelegt und ich bemühte mich um eine sachliche Betrachtungsweise, soll heißen: Ich fing an ins Kalkül zu ziehen, dass er möglicherweise auch mal zu einer Prostituierten gehen würde. Trotzdem traf mich der Schlag, als ich vor etwa drei Wochen immerhin zwei volle Päckchen dieser blauen Pillen fand. Für mich brauchte er sie ja nicht, und für eine Prostituierte wären es ja wohl ein paar zuviel gewesen!
Nun muss ich dazu sagen, dass ich in all den Jahren wie selbstverständlich sein Postgeheimnis und sein Recht auf Intim- und Privatsphäre geachtet habe. Ich habe noch nie sein Handy kontrolliert, seinen Rechner durchsucht, seine Post geöffnet oder in seinen Sachen geschnüffelt. Aber in diesem Fall ging es nicht anders, weil mir durch sein zunehmend abgekapseltes, fast schon autistisches Verhalten klar wurde, dass da nur eine andere Frau dahinter stecken könnte. Ich fand aber keinen echten Hinweis auf eine andere Frau, sondern eben nur die Pillen.
Es kam zu einer hässlichen Auseinandersetzung mit viel Schreierei und Tränen, er beharrte aber stets darauf, keine Freundin zu haben und „nur ganz selten mal“ bei einer Prostituierten gewesen zu sein. Ansonsten würde er sich Hardcore-Pornos im Internet anschauen. Die Existenz der vielen blauen Pillen machte das Ganze natürlich nicht glaubhafter. Dennoch musste ich mich ja dann doch irgendwann mit der Aussage zufriedengeben „Ich bin pornographiesüchtig!“.
Mittlerweile haben wir uns in die Thematik eingelesen, Fachbücher gelesen (dank derer wir übrigens eure Seite gefunden haben!) und viel gesprochen oder auch leidenschaftlich diskutiert. Mein Problem besteht nun in der absurden Situation, selbst suchterkrankt zu sein und tapfer das anwenden zu wollen, was ich in der Therapie gelernt habe (z.B. Bedürfnisse und Gefühle und Gedanken klar auszusprechen) und gleichzeitig freundlich-abwartend zu bleiben, um ihm Gelegenheit zu geben, sich zu öffnen. Ich weiß ja gerade aus eigener Erfahrung, dass zum jetzigen Zeitpunkt der größte Fehler wäre, ihn zu bedrängen. Es ist für ihn jetzt wichtig, eine vertrauensvolle angstfreie Atmosphäre zu haben, in der er für sich die nächsten Schritte überlegen kann.
So hat er z.B. erkannt, dass er dringend professionelle Hilfe braucht und sich bei einer Therapeutin für morgen einen Termin geben lassen.
Aber mich zerreißt diese Spannung zwischen meinem Bedürfnis, mich abzureagieren und ihn deutlich meine Wut und Enttäuschung spüren zu lassen, und der Einsicht, dass ich mich zurückhaltend verhalten sollte.
Es gibt Momente, da ticke ich von einer Sekunde auf die andere völlig aus und ergehe mich in Beschimpfungen und Hasstiraden der allerübelsten Sorte. So arg, dass ich mich vor mir selber grusele. Er hat in den letzten Jahren stets vermieden, übermäßig viel von seinen Mitarbeitern zu erzählen. Jetzt vertraute er mir an, dass es eine Kollegin gäbe, die dank ihres asiatischen Einschlags eine ganz besondere Wirkung auf ihn habe. Sie löse angeblich Suchtdruck bei ihm aus. Es fällt mir so schwer, das zu glauben. Er befriedigt sich ihretwegen, ohne dabei an sie zu denken? Auch wenn er sich möglicherweise als „Starthilfe“ einen anonymen Porno anschaut? Ich weiß nicht, das alles macht mich wahnsinnig.
Hätte er nur von Prostituierten gesprochen, gut, damit kann man lernen zu leben.
Hätte er nur von Internetpornographie gesprochen, gut, auch das kann man angehen.
Aber dass er ausgerechnet jetzt, nach seinem „Outing“, reale Person nennt, die ihn inspirieren, löst diese überwältigende Eifersucht bei mir aus, die es mir so schwer macht, mich sachlich ausschließlich auf seine Krankheit zu konzentrieren.
Hmmm, das war jetzt ganz schön viel auf einmal, ne? 
Trotzdem danke ich euch von Herzen, dass ich mir das von der Seele schreiben durfte.
Liebe Grüße
Katze
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Franky Member
| Eingegeben am: | 23 Apr 2010 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 22 Jul 2010 17:23 |
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Hallo Katze
Als 51jähriger Mann kenne ich solche Situationen, das war bei mir so um die Dreissig, und daraus wurde dann eine Odysee. In meiner ersten Ehe war ich auch so ein Stümper, hatte Sex wie Michael Schuhmacher, rein in die Box, sieben Sekunden stehen, feritg raus...........und die Frau guckte in die Röhre.
Dann traf ich 1989 eine 9 Jahre ältere Frau, die weckte meinen Tiger im Tank, bzw sie weckte den Satan in mir auf.
Ihr habt Beide ein massives seelisches Problem, und da könnt ihr Euch Psychoheinis reihenweise anvertrauen, ihr werdet (meiner Meinung nach) Beide absacken.
Psychisch schwache Menschen haben sehr hohe Erwartungen, kommt da mal runter, gebt Euch die Hand, und werdet gemeinsam seelisch stark. Als Mann der nun seine siebte Frau hat, darf ich Dir versichern, man zieht seine eigene Blödheit immer und immer und immer wieder an.
Kleiner Tips von mir. Jede seelische Schwäche rührt (meiner Meinung nach) daher, das ich als Kind viel zu wenig Hautkontakt hatte. Versucht es einfach mal mit LIEBHABEN, also Körperkontakt ganz ohne Sex. Mit der Hautkontakttherapie, kann man sich sogar von einer Alkoholkrankheit heilen, dazu muss man aber die Heilung vom Hautkontakt zulassen.
liebe Grüße
Franky
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 22 Jul 2010 21:37 |
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Liebe Katze...ja, das ist ganz schön viel...um es auf einmal in ein paar Sätzen beantworten zu können...
...ich denke, die Tatsache , dass du hier bist, schreibst und einen Weg suchst, ist aussagekräftig genug:
....Du liebst diesen Mann, von ganzem Herzen...zumindest lohnt es sich für dich, aus welchem Grund auch immer ...einen Weg zu finden...??!!!!
Zuerst möchte ich mich ganz dringend Franky anschliessen wenn er schreibt:
"Jede seelische Schwäche rührt (meiner Meinung nach) daher, das ich als Kind viel zu wenig Hautkontakt hatte. Versucht es einfach mal mit LIEBHABEN, also Körperkontakt ganz ohne Sex."
Da du, liebe Katze schreibst, dass es in deiner ersten Beziehung ähnliche Prbleme gab, würde mich im Besonderem zuerst DEIN bisheriges Leben, speziell deine Kindheit interessieren...dein Verhältnis zu deiner Mutter, dein Verhältnis zu deinem Vater...aber auch die Beziehung deiner Eltern untereinander...wie du die emfunden hast....
Franky hat recht indem er das Gesetz der Resonanz erwähnt...:"Das was wir aussenden, kehrt zu uns zurück..."
Liebe Katze...du bist eine wunderbare Frau, mutig auf dem steinigen Weg...der Suche nach dir selbst...ich kann dir nur Mut zusprechen...
Dein Mann ist ein wunderbarer Mensch, einzigartig und letztendlich vielleicht auch "vorbelastet"...
Aber zunächst:
...vielleicht kannst du mir meine Fragen beantworten...
Und ja, es geht (auch) um deinen Mann, auch um eure Beziehung ...aber es geht vor allem um dich selbst...denn in DIR selbst sind alle Antworten auf deine Fragen...in dir selbst ist der Weg...
...es lohnt sich in jeder Hinsicht, alles wird gut!!!
herzlichst
seineFrau
Letzte Änderung am 22 Jul 2010 22:51 von seineFrau
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Franky Member
| Eingegeben am: | 23 Apr 2010 |
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Geschrieben: 25 Jul 2010 11:38 |
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Liebe Katze...du bist eine wunderbare Frau, mutig auf dem steinigen Weg...der Suche nach dir selbst...ich kann dir nur Mut zusprechen...
Dein Mann ist ein wunderbarer Mensch, einzigartig und letztendlich vielleicht auch "vorbelastet"...
Seit ich in der virtuellen Psychwelt bin, fasziniert mich die hellseherische Kraft von vielen Schreibern. Ist Katze ein toller Mensch oder ist sie eine Lügnernin? Niemals könnte ich darüber urteilen, ohne nicht sie nicht näher zu kennen.
Wenn mein Auftraggeber mich anruft, weil das Licht im Büro nicht funktioniert, dann muss ich hinfahren und ein paar Messungen machen. Hellseher aber wissen sofort, das am Modul 207 die Feinsicherung durchgebrannt ist, weil ein Niedervolttrafo einen Kurzschluss hat. Ich bewunder Hellseher, ihre magische Gabe schnell Urteile zu sprechen.
Wie kann ich nach einem Posting schon wissen, ob Katze eine wunderbare Frau ist? So eine Diagnose würde ich mir niemals erlauben.
Franky
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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Geschrieben: 25 Jul 2010 22:53 |
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Diese Disskussion ist für Ehefrauen...
....vielleicht bist du ja ein verzaubertes Weiblein (F. Nietzsche)
Was kann ich dafür, dass du nicht "Licht sehen" kannst?....ich kann`s !
Letzte Änderung am 25 Jul 2010 23:41 von seineFrau
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Franky Member
| Eingegeben am: | 23 Apr 2010 |
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Geschrieben: 26 Jul 2010 07:01 |
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Was kann ich dafür, dass du nicht "Licht sehen" kannst?....ich kann`s !
Wer das Licht sehen kann, ist nahe bei Gott, und wer nahe bei Gott ist, der soll hoch auf die Kanzel, um den niederen Volk das Wort Gottes zu predigen.
Und so bekommen die verirrten Schafe ihre Weißheiten: Du musst nur wirklich wollen, nachts ist es kälter wie draussen und zu Fuß ist es weiter wie über den Berg.
Gottes Wort wird von vielen Kanzeln gepredigt, auch von den Predigern, die hinterher Ministranten missbrauchen. Es stecken zuviele Wölfe im Schafspelz, es haben zuviele Prediger Kreide gefressen, damit ihnen die Geisslein öffnen. Kein Wunder das ein Heer von Menschen, Gottes Wort nicht hören mögen.
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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Geschrieben: 26 Jul 2010 14:50 |
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@Franky
Ja ...in irgendeinem Punkt hast du immer Recht...
es geht hier aber nicht um dein Thema....
Katze hat ihre Situation geschildert...sie ist eine Frau...wie ich...letztendlich sind wir alle Menschen, aber das würde doch den Rahmen hier sprengen...
Ihr geht`s nicht gut, sie hat Schwierigkeiten mit dem, was ihr Mann so (be-)treibt! Genau wie ich, und wir wollen eigentlich einfach nur einen Weg für uns finden...
Ich erinnere mich noch sehr genau, wie besch...es mir damals ging, bevor ich hier auf offene Gedanken, persönliche Situationen traf...Frauen, die ihren Weg gefunden haben..andere...die aufgegeben haben...offene Worte von Männern...die mir sehr viel weiter geholfen haben als irgendwelche Bücher....
Du, lieber Franky...solltest dein Buch schreiben (hast du ja schon!), es irgendwo gut aufbewahren und abwarten, wann die Menschheit für dich bereit ist...bis dahin (und darüber hinaus) hast du deine wunderbare Frau, deinen wunderbaren Sohn, der dir jeden Tag Wunder schenkt, der dich an der Hand zu ihnen führt...genau wie ich meine 4 Kinder habe, die das täglich mit mir tun...ich selbst bin irgendwo dadurch Kind geblieben..
und...es ist die Hand unserer Mutter, Grossmutter (Ur-Ur...), unseres Vaters, Grossvaters (Ur-Ur...), die uns führt und die auch ein Huhn tötet... Essen müssen wir ja alle...oder? Damals gab es eben nicht Hähnchen &Co. aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt...
Warum ist unser Leben so..warum muss ich mich damit oder damit rumschlagen im Leben...die Geschichte unserer Ahnen?...der rote Faden, wer findet endlich die "Erlösung"..in wie vielen Generationen?...
Egal, was auch immer ich hier suche...vielleicht wird es keine Antwort auf meine Frage geben...und ich kann niemanden dafür verantwortlich machen...oder verurteilen...
Mein Licht, das ich sehen kann, ist das Licht, das (auch) meine Kinder aussenden...(dieses Licht als) diese Zuversicht in die Zukunft, diese Gewissheit, dass es immer einen Weg gibt!...das ist mein Licht, dass ich beschrieben habe...
Ganz bescheiden, ganz einfach.
Ich sehe dieses Licht, immer...und das hat nichts mit Kanzel oder Predigt zu tun! Es ist mein Licht!
Ich hoffe nicht, dass meine Beiträge vergleichbar sind mit Predigten...wenn doch, es war nie meine Absicht!
herzlichst seineFrau
...Der Bericht ist ausserhalb des Themas von Katze, danke an die Moderatoren ....
PS: Mein Song (auch wenn`s nicht passt Franky)
http://www.youtube.com/watch?v=QWjWy287Y4s&feature=related
Letzte Änderung am 26 Jul 2010 17:42 von seineFrau
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Katze Member
| Eingegeben am: | 20 Jul 2010 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 27 Jul 2010 14:27 |
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Hallo zusammen,
wie schön, dass ich Reaktionen erhalten habe! Das hilft mir sehr!
Ich habe tatsächlich niemanden, mit dem ich reden könnte, und muss das Ganze mit mir selber ausmachen. Das fällt mir zunehmend schwerer. Jetzt liegt meine Gefühlswelt seit vier Wochen in Schutt und Asche und ich merke, dass ich schwächer werde. Im Job lasse ich mir natürlich nichts anmerken, Pokerface eben, aber ich ertappe mich dabei, dass ich nervöser werde. Auch körperlich bin ich ziemlich angeschlagen, mein Körper fühlt sich schwer an, wie eine zusätzliche Last, die ich mit mir herumschleppe.
Irgendwie fühle ich mich in meinem eigenen Leben momentan nicht sonderlich zu Hause. Ich komme mir vor wie taubstumm, obwohl ich natürlich sehr wohl die Leute sehe und höre, mit ihnen rede und einfach meinen Alltag hinter mich bringe. Aber all das geschieht so merkwürdig mechanisch, als ob das gar nicht zu mir gehört.
Was mir am meisten zu schaffen macht, ist der Umstand, dass "man eben nichts sieht", es gibt keine kleinen äußerlichen Veränderungen, die bemerk- und beobachtbar wären. Als ich mit dem Trinken aufgehört habe, war das überdeutlich zu merken, weil ich langsam klar in der Birne wurde. Allein die Tatsache, dass ich um 22 Uhr fit wie ein Turnschuh war, wo ich doch vorher bereits um 20 Uhr hackestramm war, war ein überdeutliches Zeichen.
Bei meinem Mann ist das irgendwie anders. Dem "sieht und merkt" man ja nichts an. Auch nicht gerade förderlich für mein unangenehmes Misstrauen.
Also am Freitag war er zum ersten Mal bei einer Therapeutin, aber vom ersten Gespräch her kann ich ja noch nichts erwarten, ich meine, ich habe damals auch erst langsam Fahrt aufgenommen. Immerhin gibt es uns beiden das Gefühl, wenigstens etwas zu tun.
@Franky: Mit der Hautkontakttherapie, kann man sich sogar von einer Alkoholkrankheit heilen, dazu muss man aber die Heilung vom Hautkontakt zulassen.
Bitte nimm's mir nicht übel, Franky, aber das sehe ich definitiv anders. Ich habe soweit aus deinen postings herausgelesen, als dass du ebenfalls ein trockener Alkie bist, richtig? Von daher verwundert mich deine Aussage ein wenig. Ansonsten kann ich noch sagen, dass mein Mann und ich in all den Jahren schon überwiegend liebevoll miteinander umgegangen sind. Natürlich gab und gibt es immer wieder mal Konflikte, aber zumindest grundsätzlich hatten bzw. haben wir einen warmherzigen Umgang miteinander.
Ich weiß nicht, ob diese Frage dämlich ist, aber ich frage mich tatsächlich, wie das alles weitergeht. Ich meine, ich als trockene Alkoholikerin weiß, dass ich niemals mehr mit Alkohol umgehen kann. Das ist eine Tatsache, ich hab's selbst ausprobiert. Kontrolliertes Trinken gibt's nicht. Da ist auch überhaupt kein Problem mehr für mich. Ich lebe absolut abstinent und vermisse nichts. Aber ich weiß nicht, ob ich meine eigene Suchterfahrung so 1:1 auf einen pornographiesüchtigen Menschen übertragen kann. Lautet da das Ziel dann "kontrollierter Sex" oder wie? Ganz abgesehen davon kann ich mir das im Moment sowieso noch nicht vorstellen. Ich habe ja bewusst auf Sex mit meinem Mann verzichtet, habe ich euch ja erzählt, und ich kann mir zumindest jetzt noch nicht vorstellen, dass sich da irgendwas ändert und wir vielleicht wieder völlig unbefangen aufeinander zugehen können.
@seineFrau: ...dein Verhältnis zu deiner Mutter, dein Verhältnis zu deinem Vater...aber auch die Beziehung deiner Eltern untereinander...wie du die emfunden hast....
Das ist schnell erzählt. Mein Vater war seinerzeit ein Hardcore-Trinker, untherapierbar, offiziell ist er aber an Bronchialkrebs gestorben und nicht etwa an Leberzirrhose. Meine Mutter ist eine eher devote Frau, die in all den Jahren ihre Co-Abhängigkeit bis zur Perfektion entwickelt hat. Von daher ist es zwar sicher nicht logisch, aber zumindest nachvollziehbar, dass ich selber eine Trinkerin wurde. Von meinem Vater lernte ich, dass ich meine Stimmung mit Alkohol manipulieren kann, von meiner Mutter lernte ich gefälligst das Maul zu halten, wenn's mir nicht gut ging. Blöde Mischung, ich weiß.
In Beziehungen lebte ich dieses ungute Muster dann schön aus. Maul halten, nichts sagen, und Ärger mit Alkohol wegspülen. Deshalb habe ich auch damals - beim Vorgänger meines Mannes - nichts gesagt. Mit meinem heutigen Wissen weiß ich, dass ich den armen Kerl zum Teufel hätte jagen müssen. Statt dessen war ich dankbar, dass es wegen ganz anderer Sachen auseinanderging.
Meinen Mann habe ich dann ganz anders erlebt. Da passte einfach alles: Intellekt, Weltanschauung, Umgang mit mir und anderen Menschen. So einen tollen Mann wollte ich haben, den wollte ich heiraten, mit dem wollte ich Kinder haben und mit dem wollte ich auch alt werden. Diesen "Makel", dass unser Sex der letzte Heuler war, habe ich mir abgewöhnt zu bewerten. Wenn du eine außergewöhnlich schöne Torte vor dir hast und begeistert bist, wirst du möglicherweise über ein bisschen abgeplatzen Zuckerguss an der einen Seite großzügig hinwegsehen.
Ich konnte ja nicht ahnen, dass diese einzige Facette seiner Gesamtheit einmal zum Anlass werden würde, meine komplette Ehe in Frage zu stellen. Und wenn ich ehrlich bin, will ich meine Ehe auch gar nicht in Frage stellen. Jetzt noch nicht. Wir haben doch noch gar um sie gekämpft. Das, was ich gerade erlebe, ist doch nicht der Schlusspunkt. Das ist doch erst der Startschuss, jetzt müssen halt die Ärmel hochgekrempelt werden. Wenn's dann am Ende doch nicht geht, mei, dann hat es halt nicht sein sollen.
Es ist nur so, wie ich eingangs schon schrieb, dass ich mich nach all dem Zorn, der Wut, der Enttäuschung und Trauer nun so "leer" fühle. Das ist alles ziemlich schwierig für mich.
Danke fürs Lesen!
Liebe Grüße
Katze
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Katze Member
| Eingegeben am: | 20 Jul 2010 |
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Geschrieben: 29 Jul 2010 20:40 |
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Hallo seineFrau,
warum hast du mich per PN nach meiner Sexualität gefragt? Ich verstehe a) die Frage nicht und b) den Grund diese Frage nicht hier zu stellen.
Vielleicht sollte ich das noch einmal ganz klar sagen: Ich habe eigentlich keine Lust, mich "analysieren" zu lassen, nicht einmal dann, falls irgendjemand hier tatsächlich Psychologe oder Psychiater ist. Ich bin doch hier, um von euren Erfahrungen zu lernen und für mich Wege zu finden, mit der Pornographie-Sucht meines Mannes im Alltag klarzukommen.
Hmmm. Vielleicht bin ich aber auch nur ein bisschen dünnhäutig im Moment. 
Liebe Grüße
Katze
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 29 Jul 2010 21:26 |
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Hallo Katze, der Grund, warum ich dich per Pm gefragt habe ist der, weil ich nicht wusste, wie du reagieren würdest, jetzt weiß ich es und möchte natürlich hier ganz offen meine Meinung und meine Erfahrung dazu schreiben. Es geht überhaupt nicht darum jemanden zu analysieren... ich bin weder Psychologe noch Psychiater.
Aber ich weiß inzwischen, dass ich durch mein Verhalten und dadurch, dass ich mit mir angefangen habe in`s Reine zu kommen auch mehr Gefühl und Gespür für das bekomme, was in meinem Mann vorgeht! Und ich lerne, anders damit umzugehen, auch mit mir selbst!mit meinen Gefühlen und "Erwartungen" und ...und ich lerne immer noch.
Ganz einfach..., aber ich habe bei mir! angefangen, denn ich kann meinen Mann nicht ändern nur mich selbst!
Kann es sein, dass dein Mann eine andere Vorstellung von Sexualität hat als du? Es soll vorkommen, dass ein Paar wunderbar zusammen passt ...aber beim Sex hört`s auf.
Du hast deine Kindheit geschildert, deine Eltern, deine Sucht...du weißt bescheid. Ich nehme an, dein Mann hat ein ähnliches Schicksal...
Du sagst selber, du gibst nicht auf...Ärmel hoch.
....mehr geht nicht
Liebe Grüße
seineFrau
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Franky Member
| Eingegeben am: | 23 Apr 2010 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 30 Jul 2010 06:01 |
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Ich bin doch hier, um von euren Erfahrungen zu lernen und für mich Wege zu finden, mit der Pornographie-Sucht meines Mannes im Alltag klarzukommen.
Die Kommunikation mit anderen Menschen soll ja dazu beitragen, andere Aspekte und Betrachtungsweissen zu finden. Jedoch stellt sich die Frage was der Fragende will? Will er Herr und Sieger in einer Beziehung bleiben, oder möchte er die Problematik erkennen und verstehen, um die Problematik dann auflössen zu können?
Wenn der Selbstmörder wüsste, wieso der Mörder denn unbedingt morden muss, hätte der Selbstmörder das Prinzip (Die Problematik) verstanden und könnte sich somit selbst heilen.
Schon aus den Kommentaren von Katze lese ich heraus, das es ihr nur darum geht, einen gehorsamen Manne zu haben, sonst nix!
Jede Auflössung einer Problematik, führt vom DU über das ICH zum ES.
Die Frage wieso mein Vater mich so oft brutal geschlagen hat, konnte ich mir selbst beantworten, wie ich damit konfrontiert wurde meinen Sohn schlagen zu wollen. Nun konnte ich die Fehler meines Vaters in mir selber erkennen, damit ich die Problematik auflössen konnte. Danach hatte ich auch das Prinzip verstanden, warum der Mensch den Menschen schlagen tut, schlagen möchte.
Die sexuelle Vergewaltigung ist ein tief sitzenderes Muster als die Watschn bzw Schläge mit Händen, oder gar Füßen. Pornofilme kitzeln nun leider diese tief sitzende Perversion, aber wieder steht die Frage an, warum will der Mensch den Menschen vergewaltigen???
Wieso will ich einen Menschen brechen? Wieso will ich eine willenlose Sklavin haben? Wieso macht es mir Spass einen Menschen zu erniedrigen?
Spiegelmenschen fragen nur das DU, sie lassen sich nicht analysieren, sie weigern sich in den Spiegel zu schauen.
Ich habe meinen Caligula schon 1973 kennen gelernt. Damals war ich 14 Jahre alt. Der Stern brachte eine Reportage über die grausamen Folterungen auf unserer Welt, und wie ich laß, wie Menschen pervers sexuell gefoltert werden, erst da wachte meine verschüttete Sexualität auf.
In den Jahren 1996 bis 2005 kämpfte ich nur (mit der Hilfe Jesus) gegen meinen Schläger mit den Händen. Erst 2005 kam Caligula wieder mit ins Spiel.
Nun könnte ich Euch leidenden Frauen schon erklären, was in einem Manne vorgeht, wenn er sich an solch perversem Schmutz aufgeilt, ich glaube aber nicht, dass IHR es hören wollt ;-)
Franky
Letzte Änderung am 30 Jul 2010 06:34 von Franky
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Katze Member
| Eingegeben am: | 20 Jul 2010 |
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Offline
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 1 Aug 2010 18:58 |
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Liebe seineFrau,
erstmal danke, dass du nicht böse auf mich bist! Ich habe mich vielleicht tatsächlich in die Ecke gedrängt gefühlt, als du mich nach meiner Sexualität gefragt hast, ich fühlte mich in der Verteidigungsposition, so nach dem Motto "Ja wie jetzt? Will sie darauf hinaus, dass mit mir was nicht stimmt? Und vielleicht ist sie dann am Ende auch gar der Ansicht, ich hätte die Pornographiesucht meines Mannes ausgelöst?" Du merkst es sicher, ich bin völlig verunsichert, traue meiner eigenen Wahrnehmung nicht und wittere überall gleich Angriff und so. Bitte sieh's mir nach!
Aber ich weiß inzwischen, dass ich durch mein Verhalten und dadurch, dass ich mit mir angefangen habe in`s Reine zu kommen auch mehr Gefühl und Gespür für das bekomme, was in meinem Mann vorgeht!
Wie meinst du das genau? Das verstehe ich nicht. Wie kann ich durch mein Verhalten ein Gefühl und ein Gespür dafür bekommen, was in meinem Mann vor sich geht? Kannst du mir vielleicht ein konkretes Beispiel nennen, eine konkrete Situation, wo du durch dein Tun oder aber auch durch dein Lassen etwas bewirkt hast?
Dieses "mit sich selbst im Reinen sein" dagegen leuchtet mir ein. Da arbeite ich ja auch dran. Ich muss schon selber wissen, was ich will - und kann nicht etwa meinen Mann verantwortlich dafür machen, ob's mir gut oder schlecht geht. Aber allein die Tatsache, dass ich mein Leben mag, ist ja noch nicht sonderlich hilfreich im Umgang mir unserem gemeinsamen Leben.
Ich weiß nicht, welche Erwartungen an mich gestellt werden. Wie verhält "man" sich denn als Partnerin eines pornosüchtigen Mannes? Die eigenen, durchaus verletzten Gefühle hintenan stellen, sie notfalls mit jemand anderem besprechen, und sich dem Süchtigen gegenüber von warmherziger Geduld und wissendem Verständnis beseelt zeigen? Hm.
Kann es sein, dass dein Mann eine andere Vorstellung von Sexualität hat als du? Es soll vorkommen, dass ein Paar wunderbar zusammen passt ...aber beim Sex hört`s auf.
Also das ist ganz sicher so. Nicht umsonst konsumiert er ja Pornos, in denen Frauen stets willig präsentiert werden. Stets verfügbar, wann er es gerade wünscht. Oder eben Prostituierte, die ja gerade dafür bezahlt werden, dass sie so tun, als hätten sie gerade jetzt Lust auf ihn. Früher hätte mich diese Tatsache verärgert, immerhin ist der Satz "Meine Frau braucht's halt nicht so oft wie ich!" eine gefällige Ausrede. Heute dagegen sehe ich manches ja schon gelassener und fühle mich nicht mehr schuldig, weil ich es vielleicht tatsächlich nicht so häufig brauche wie er.
Und wer weiß, ob das überhaupt so ist? Vielleicht brauche ich ja bloß den Sex mit ihm nicht so häufig? Vielleicht würde der Sex mit einem anderen mich zu einem ausgewogenen Sexleben zurückführen, so wie ich es früher hatte, vor ihm? Aber das sind kontraproduktive Gedanken, die mir nicht weiterhelfen. Ich bin in all den Jahren nicht fremdgegangen und glaube auch kaum, dass ich damit jetzt noch anfangen werde. Das kann's nicht sein.
Liebe Grüße
Katze
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