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BoH Guest
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Geschrieben: 11 Dez 2008 07:16 |
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Hallo Pink Lady,
versucht Nähe und Offenheit zu erhalten. Sprecht abends über die Ereignisse des Tages und nehmt Euch Zeit für kleinere und grössere Gemeinsamkeiten. Je mehr Eure Ehe aufgefüllt mit Liebe und Wärme ist und auf gegenseitigem Verständnis und Annahme beruht, desto weniger wird es zu diesen 'Ersatzhandlungen' kommen, so meine Erfahrung.
LG BoH
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Mario Moderator

| Eingegeben am: | 7 Jun 2007 |
| Herkunft: | Regensburg, Germany |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 11 Dez 2008 08:16 |
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Dem kann ich nur beipflichten. Offenheit ist ganz wichtig. Wenn ihr beide das Problem lösen wollt und im Team mit dem Herrn die Sache angeht schafft ihr das auf jeden Fall Nur ihr müsst am selben Strang ziehen, in die selbe Richtung rudern....
LG
Mario
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Yumiyoshi Member
| Eingegeben am: | 24 Jun 2007 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 15 Dez 2008 13:22 |
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hallo pink lady,
ich bin gott sei dank frei geworden bevor meine frau und ich ein paar wurden. aber vielleicht hilft dir unser umgang mit meiner überwundenen sucht ja dennoch ein bisschen weiter.
ich war ihr gegenüber von anfang an offen über mein ehemaliges suchtproblem. ich war auch dann offen, als es einmal zu einem beinahe-rückfall kam. und es ist auch jetzt so, dass meine frau die erste person wäre, die es erfahren würde, wenn es wieder zu einem rückfall käme. warum? weil ich - wenn ich schon rückfällig würde - dann nicht das vertrauen meiner ehepartnerin auch noch verspielen wollte. und natürlich müsste ich dann auch die konsequenzen ohne murren tragen, welche auch immer meine frau daraus ziehen würde. das jedenfalls ist die vereinbarung zwischen meiner frau und mir.
was ich meiner frau erzähle ist, wenn es einmal zu stärkeren anfechtungen kommt. sprich, wenn sexuelle fantasien oder dinge dieser art mich über einen längeren zeitraum beschäftigen. was ich ihr aber sicher nicht erzählen werde sind irgendwelche details dazu, was genau und so. das muss und will sie nicht wissen.
was wir noch gemacht haben: auf unserem computer ist eine filtersoftware installiert, zu der meine frau das passwort hat. ich weiß nicht, ob das internet für mich wieder zum fallstrick werden könnte. in meiner suchtzeit war es meine hauptquelle. daher will ich nicht nur um meinetwillen, sondern auch um ihretwillen, dass dem ein riegel vorgeschoben ist. für mich ist der filter insofern gut, wie es für einen trockenen alkoholiker gut ist, keine gut sortierte hausbar daheim zu haben. und für meine frau ist der filter gut, weil sie sich sicher sein kann, dass nichts passieren wird, wenn ich alleine am computer arbeite.
was ich sehr ermutigend finde ist, dass dein mann sich ab dem zeitpunkt, als ihr ein paar wurdet, um hilfe umgeschaut hat, und dass er dir gegenüber auch offen war. wichtig ist jetzt, dass dein mann dranbleibt. denn die ehe, und damit die möglichkeit, sexualität endlich so auszuleben, wie sie gemeint ist, nimmt nur vorübergehend den druck heraus, überwunden ist die sucht damit noch nicht!
ich denke, das allerwichtigste ist gegenseitige offenheit. es darf nicht zu heimlichtuereien kommen. wenn es rückfälle gibt, dann hast du als ehefrau ein anrecht darauf, als allererste davon informiert zu werden. dafür kannst du deinem mann dann ja auch im gebet und als seine partnerin zur seite stehen, damit es wieder vorwärts gehen kann.
was ich mir ernsthaft überlegen würde wäre die installation einer filtersoftware. meine empfehlung im pc-bereich ist cyberpatrol, andere empfehlungen findest du hier im forum. wenn dein mann nicht wirklich fit in sachen computer ist, wird es ihm nicht gelingen, diese software auszuhebeln. das ist nicht nur ein schutz für deinen mann, sondern auch eine rückversicherung für dich, dass du ihn ohne sorgen am computer alleine lassen kannst. natürlich macht filtersoftware nicht frei. aber sie kann eine wertvolle hilfe am weg dorthin und für die zeit danach sein.
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Marija Guest
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 17 Dez 2008 16:33 |
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Hallo,
mein Mann hat mir ebenfalls schon vor unserer Ehe von seinem Problem erzählt.
Anfangs habe ich ihm damit gedroht ihn zu verlassen sollte er es wieder tun. Doch ein solcher Druck war für ihn kaum auszuhalten - er hatte schon das Gefühl ich würde ihn verlassen wenn ein Blick mal "ausrutscht"
Irgendwann ist die Sucht zurückgekommen - auch durch meine Fehler, es war irgendwie ein Kreis: schaut er Pornos flirte ich mit anderen Männern.
Mittlerweile kommt es sehr selten dazu, dass er was ansieht. Und wenn es passiert muss ich damit leben - weil ich weiß, dass er mich liebt, über alles auf der Welt.
Er hat den Kurs gemacht, bemüht sich, was kann ich mehr verlangen?
Das Problem ist nicht dass er fallen kann, das Problem ist da, wenn er aufhören würde zu kämpfen.
Ich wünsche euch alles Gute und Gottes Segen
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pink-lady Member
| Eingegeben am: | 1 Okt 2007 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 21 Dez 2008 11:39 |
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Hey,
danke für eure Antworten! Besonders die von Helm hat mir sehr geholfen. Wir haben immer wieder mal die Diskussion wieviel Wissen über seine Sucht gut für mich ist. Ich bin der Meinung, es wäre sinnvoll, wenn ich mehr weiß über die Muster und Fallstricke die meinen Mann immer wieder beschäftigen und gefangen halten. Ich glaube er hat Angst davor sich mir darin zu Offenbaren aus Angst vor meiner Reaktion, auch aus Angst davor ich könnte allzu doll kontrollieren... Ist ja auch schwer es nicht zu tun. Anzunehmen, dass er fallen kann, ihm aber auch die Freiheit - und Verantwortung - für sich und sein Verhalten zu lassen.
Ich bete weiter, dass Gott uns Weisheit über diese Dinge schenkt.
Habt Dank!
Eure Pink-Lady
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Yumiyoshi Member
| Eingegeben am: | 24 Jun 2007 |
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Geschrieben: 9 Jan 2009 06:11 |
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Ich glaube er hat Angst davor sich mir darin zu Offenbaren aus Angst vor meiner Reaktion, auch aus Angst davor ich könnte allzu doll kontrollieren...
andererseits: wenn das euer gegenwärtiger stand ist, dann könnt ihr ja zumindest darüber offen reden. und diese offenheit kann euch helfen, dann nächste schritte zu machen.
sehr schön finde ich, was marija geschrieben hat:
Das Problem ist nicht dass er fallen kann, das Problem ist da, wenn er aufhören würde zu kämpfen.
ich finde, das bringt es sehr gut auf den punkt, um den es geht. nicht um die perfektion (die wir nie erreichen werden - auch ich erlebe immer wieder phasen, wo die versuchung, mir in der pornografie trost zu suchen, wieder auftaucht), sondern um das ständige und ehrliche bemühen, seinen weg so gut es möglich ist zu gehen.
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pink-lady Member
| Eingegeben am: | 1 Okt 2007 |
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Geschrieben: 11 Jul 2010 18:41 |
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ist schon wieder eine ganze Weile hier, seit ich zuletzt hier war.
Seitdem ist viel passiert, teils schönes, teils nicht so schönes...
Yumiyoshi, du hattest so Recht mit deiner Aussage:
denn die ehe, und damit die möglichkeit, sexualität endlich so auszuleben, wie sie gemeint ist, nimmt nur vorübergehend den druck heraus, überwunden ist die sucht damit noch nicht!
Seit ca. einem Jahr geht es bei uns immer wieder auf und ab. Ich habe natürlich seit einiger Zeit bemerkt, dass es ihm nicht so gut geht. Er war frustriert, deprimiert, hat seine AS-Meetings ausfallen lassen und war sehr egoistisch beim Sex.
Dann habe ich eine einschlägige DVD in seinem Nachttisch gefunden. Ausgerechnet dort wo wir unsere Kondome aufbewahren. Ich habe versucht keine große Sache daraus zu machen, habe ihm nur kurz und sachlich gesagt, dass das Teil zu verschwinden hat.
Zu der Zeit hatten wir jemanden für einige Wochen in unserem Gästezimmer wohnen. Als ich einmal überraschend krank wurde und schon am Vormittag wieder nach Hause kam, habe ich ihn mit dem Laptop unseres Bekannten erwischt. (Auf unserem Rechner haben wir seit einiger Zeit eine Schutzsoftware eingerichtet, ebenfalls erst nachdem ich zufällig über einschlägige Suchworte gestolpert bin, die er vergessen hat zu löschen)
Ich habe mich so gedemütigt gefühlt. Natürlich war ich verletzt, weil er sich andere Frauen im Internet angesehen hat. Aber das war eigentlich nicht soo schlimm. Das kann ich ihm vergeben. Ich kenne ja seine Schwäche. Aber, dass es erst so weit kommen musste, dass ich ihn inflagranti erwische habe ich als großen Vertrauensbruch empfunden!
Ich mich über so viel Dummheit geärgert. Ich bin der Meinung er kann entweder offen zu mir sein oder sollte sich nicht so plump erwischen lassen! Man sagt süchtige wollen erwischt werden. Das mag sein. Allerdings ist die Situation dann sowohl für sie als auch für den Partner extrem entwürdigend.
Den Rückfall konnte ich ihm schon verzeihen, aber es fällt mir sehr schwer ihm auch den Vertrauensbruch und die Demütigung, die ich immernoch empfinde, wenn ich daran denke, zu vergeben. Das hat mich tief gekränkt.
Man muss aber auch sagen, dass sich durch diese Situation viel positiv entwickelt hat. Ich bin ihm in der letzten Zeit, vor diesen Vorfällen aus dem Weg gegangen, er hat auch wenig Interesse an mir gezeigt. Ich habe nie mit jemanden über mein Leid gesprochen....
Er arbeitet jetzt wieder an sich und wir hatten viele schmerzliche aber wichtige Gespräche. Mir ist klar geworden, wie sehr ich meine eigenen Bedürfnisse, mich jemandem mitzuteilen und mit jemanden zu sprechen ignoriert habe - und wie dumm das war. Ich überlege gerade wen ich in Vertrauen ziehen und mit wem ich beten kann. Unser Liebesleben ist so gut wie nie zuvor.
Trotzdem geht es immer wieder auf und ab. Heute ist kein so guter Tag, ich kam nicht gegen meinen inneren Schweinehund an und ärgere mich, dass ich in den letzten Tagen schlecht auf mich geachtet habe. Ich habe eine Unglaubliche Wut im Bauch und schätze ein Boxsack würde mir gut tun. 
Aber ich muss mir immer wieder vor Augen halten, dass Gott gut ist und ich auf ihn hoffen kann. Die Hoffnung hatte ich schon fast verloren und es ist schön wieder auf IHN schauen zu können.
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seineFrau Member
| Eingegeben am: | 22 Mai 2009 |
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Geschrieben: 12 Jul 2010 18:47 |
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Hallo pink-lady,
...hast du inzwischen herausgefunden, was Ihm im Moment seelisch schmerzt? Du hast ja sehr gut erkannt dass:
>>"Man sagt süchtige wollen erwischt werden.">>
(Für den Hinweis vom Partner bin ich als seine Frau dankbar!)
Er braucht deine Hilfe!!! (meiner Meinung nach)
<<"Allerdings ist die Situation dann sowohl für sie als auch für den Partner extrem entwürdigend."<<
Aber die Partnerin weiß, wenn sie sich entschieden hat, damit umzugehen, weil sie ausserhalb der Sucht steht und nicht BETROFFEN ist!
Pink-Lady, wenn ich mir ein Urteil erlauben darf:
Als Aussenstehende kann ich es nicht anders sagen, als dass er dir vertraut, dass du sein Leid erkennst und ihm zur Seite stehst!!!
Wenn wir als Frauen aufhören können, da wir ja um das Leid unserer Männer wissen, (und sie trotz allem, oder wegen allem Lieben, mit jeder Faser unseres Seins)...beleidigt zu sein im Ego...Vertrauensbruch emfinden wo doch eigentlich Sucht herrscht...und Mitgefühl und Weitsicht walten müsste?!!!!!
...wenn wir durchhalten, wird alles gut sein...Liebe deinen Mann....verzeih ihm den Vertrauensbruch...Männer sind sehr "schwach"...sehr emotional...mehr, als wir Frauen...wir sind nun mal das starke Geschlecht...unsere Liebe kann Heilen! Dass weisst du...stimmts?
Hilf ihm, sich selbst zu helfen, steh ihm bei (vergiss dein EGO), du liebst ihn doch, oder?
Letzte Änderung am 12 Jul 2010 18:56 von seineFrau
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