| Verfasser | Bericht |
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pink-lady Member
| Eingegeben am: | 1 Okt 2007 |
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Geschrieben: 2 Okt 2007 13:43 |
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Hallo,
mein Freund ist süchtig nach Pornos und kann auch die Finger von der Selbstbefriedigung nicht wirklich lassen. Unsere Beziehung steuert im Moment auf eine Ehe zu. Allerdings ist sein Problem ein Punkt über den ich nicht einfach hinweg sehen kann. Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass ich ihn heilen kann, wenn ich ihn nur genug liebe. Ich will eine kluge entscheidung für meine/unsere Zukunft treffen und ihn ganz oder gar nicht nehmen. Leider hab ich niemand mit dem ich darüber reden kann und muss mir einfach mal alles von der Seele schreiben.
Erst mal ist es sehr cool, dass er mir von Anfang an gesagt hat, dass er ein Problem mit Selbstbefriedigung und Pornografie hat. Er geht in eine 12-Schritte-Gruppe von AS und geht seine Sucht aktiv an.
Er redet auch mit mir darüber. Wie schwer es manchmal ist in die Gruppe zu gehen, die ganzen kaputten Leute da auszuhalten und auch wie schmerzlich die Einsicht ist, wie leicht er selbst auch dort landen kann... Ich frage ihn nicht nach Deails: wie oft, wann, was er sich anschaut. ich denke das kann ich mir ersparen.
Eigentlich dachte ich immer, ich gehe ziemlich locker und entspannt damit um. Aber umso mehr ich mich mit dem Thema beschäftige umso mehr merke ich auch, dass es mich eben nicht kalt lässt. Es verletzt mich wenn er sich andere Frauen ansieht und was weià ich...
Wir wohnen nicht zusammen. Deshalb bekomme ich nicht viel mit, ausser wenn er in er seinen Blick nicht von der Unterwäschereklame oder der Frauenzeitschrift mit den leicht bekleideten Damen lassen kann. Ich hab keine Ahnung was auf mich zukommt, wenn wir mal heiraten und zusammenziehen. Ich lese Erfahrungsberichte von anderen und frage mich welche Verletzungen ich wohl aushalten müssen werde... Ob er es irgendwann unter Kontrolle hat oder sich total in seiner eigenen kleinen "Sexwelt" verlieren wird.
Ich weià gar nicht genau, was ich von euch hören will... Ich musste mir auf jeden Fall endlich mal Luft machen. Ich kann meine Gedanken und Gefühle nicht die ganze Zeit in mich reinfressen...
Danke fürs Zuhören!
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Mario Moderator

| Eingegeben am: | 7 Jun 2007 |
| Herkunft: | Regensburg, Germany |
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Geschrieben: 3 Okt 2007 10:14 |
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Hallo pink-lady,
vielen Dank für deine offenen Worte hier im Forum. Es ist wie in jedem Fall, so auch bei dir, oder besser gesagt bei euch sehr, sehr schwer irgendwelche Ratschläge zu geben, weil dafür einfach die nötigen Kenntnisse über die jeweilige Situation fehlen.
Was wir dir aber ganz sicher sagen können ist, dass du, wie alle anderen, die in irgend einer Form Hilfe suchen immer bei uns willkommen bist und wir so gut, wie nur möglich helfen werden.
Ein ganz grosser Lichtblick in eurem Fall ist nach meinem Empfinden die Tatsache, dass dein Freund erkannt hat, dass es ein Problem gibt und dieses Problem auch aktiv angeht. Das ist absolute Grundvoraussetzung, um letztendlich die Sache in den Griff zu bekommen. Und ich möchte dir wirklich Mut machen, dass das absolut möglich ist!
Er braucht dazu deine ganze Unterstützung, auch wenn dies für dich aufgrund deiner tiefen Verletzungen alles andere als einfach ist. Viele können das leider aus verständlich Gründen nicht.
Ich möchte dir auch raten nicht nach Details seiner Sucht zu forschen, da diese dich nur noch zusätzlich belasten würden. Was du weisst reicht aus.
Was eure Pläne zu heiraten angeht möchte ich mich auch hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber sicherlich wäre es nicht klug, vor allem in deinem Interesse im Blick auf die aktuelle Situation diesen Schritt jetzt, oder in naher Zukunft zu tun. Dennoch, nimm deinen Freund nicht die Perspektive auf eine Heirat, viel mehr mach ihm Mut. Zeige ihm, dass es sich zu kämpfen lohnt und du hinter ihm stehst.
Darf ich zum Schluss noch fragen, wie euer geistlicher Hintergrund aussieht? Habt ihr da einen, oder seid ihr eher ohne Ambitionen, was den Glauben an Gott angeht? Ich frage, weil es mich interessiert und nicht, weil davon eine etwaige weitere Hilfestellung abhängig ist. Bei uns sind alle willkommen, unabhängig von Konfession, Religion, oder völlig ohne Glauben.
Vielleicht möchtest du dich ja etwas auf unserer Seite umsehen, wo du Hintergründe und Facts zu der Sucht finden kannst.
Ich hoffe ich konnte dir fürs Erste etwas weiterhelfen!
Alles Liebe
Mario
Letzte Änderung am 4 Okt 2007 11:52 von Mario
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pink-lady Member
| Eingegeben am: | 1 Okt 2007 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 3 Okt 2007 12:34 |
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Hi Mario,
danke für deinen Beitrag. Er hat mir auf jeden Fall geholfen. Es hat mir Mut gemacht, dass du schreibst es gibt eine Chance auf Heilung. Ich sehe ja, wie er kämpft und dann kommt mir alles manchmal so hoffnungslos vor. Aber eigentlich will ich ja für ihn hoffen, ihn unterstützen und auch für ihn kämpfen.
Mein Freund und ich sind beide gläubige Christen und gehen auch in eine Gemeinde. Wir stehen also zum Glück nicht allein mit unserem Problem da... Ich bete viel für ihn und uns, weil ich mir so wünsche, dass wir ne gemeinsame Zukunft haben.
Ich hab mich hier schon ein bisschen umgesehen und da ist mir klar geworden, dass es echt ein Geschenk von Gott ist, dass ich weià wie es um die Sucht meines Freundes steht. Im Gegensatz zu vielen Frauen hab ich die Chance zu entscheiden, ob ich mit meinen Partner trotz Sucht mein Leben verbringen will. Ich muss es nicht nach Jahren der Ehe durch einen Zufall rausfinden. Die Frauen, denen es so geht sind leider doppelt betrogen.
Ich denke auch, es wird noch eine Weile brauchen, bis ich mich dafür oder dagegen entscheiden kann. Ich hab gerade erst damit angefangen mich wirklich damit auseinander zu setzen. Er hat sich auch erst Hilfe gesucht nachdem wir zusammen kamen. Ich denke er hat schon lange damit gekämpft, aber ich bzw unsere Beziehung war der Auslöser für seinen Entschluss jetzt ganze Sache zu machen.
Viele GrüÃe
Pink Lady
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Lone Ranger Member

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Geschrieben: 3 Okt 2007 16:07 |
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Hi Pink, Hi Mario !
Schönen Feiertag wünscht ein Ex-Abhängiger :-) Einzige Chance für mich war Jesus. Weggucken von mir, hingucken zu IHM. Das ist jetzt ein toller Start für Euch, zu sehen wie Jesus Menschen verändert, dann braucht ihr es später aneinander nicht versuchen und spart Euch viel Trouble. Also wirklich, Pink - ich sehe das total positiv. Selbst wenn Dein Freund es irgendwie aus eigener Kraft versucht und das klappt dann nicht, wird die Beziehung zu Jesus um so enger, wenn er dann am Zug ist. Deine Gebete machen hier einen riesigen Unterschied, weil Du damit einfach einen Freiraum für Deinen Freund schaffen kannst...
Mario, alles im grünen Bereich bei Dir? Liebe GrüÃe auf diesem Weg!
HIS Kingdom comes
Lone Ranger
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Mario Moderator

| Eingegeben am: | 7 Jun 2007 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 3 Okt 2007 22:22 |
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Hi pink-lady,
es freut mich total, dass ihr beide euer Leben Jesus Christus anvertraut habt. Es ist wirklich nirgendwo besser aufgehoben.
Ich finde das Problem bei Gruppen, wie sie dein Freund besucht ist, dass sie viel auf die eigenen Fähigkeiten abstellen und Wert auf äussere ''Reinheit'' legen. Das Problem ist aber, dass die Gedanken eine wichtige Rolle spielen und auf dieser Ebene nur Gott wirklich in der Lage ist dauerhaft Befreiung zu schenken.
Wir haben mit unserer eigenen Kraft einfach keine Chance gegen die Sucht anzukommen. Das Problem liegt um einiges tiefer und muss an der Wurzel behandelt werden.
Ich möchte daher auch deinem Freunde den SCF Kurs wärmstens empfehlen.
http://www.settingcaptivesfree.com/German_purity/index.php
Ansonsten hat ja der Ranger schon alles gesagt
pink-lady, du wirst nen Güterzug voll Geduld brauchen, aber es wird sich dann auch definitiv lohnen. Wie gesagt, es gibt viele, viele, die den Absprung geschafft haben. Fast immer müssen wir Menschen mit unserer Kraft und unserem Latein völlig am Ende sein, damit Gott beginnen kann zu wirken und die Weichen auf Erfolg zu stellen.
LG
Mario
@Ranger, meld dich doch mal bei mir!
Letzte Änderung am 3 Okt 2007 22:30 von Mario
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Ina Guest
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 11 Okt 2007 21:36 |
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Hallo Ihr Lieben,
wollte nur kurz zustimmen: es kostet sehr viel Geduld und Kraft, dieses alles auszuhalten. Nur Gott kann heilen. Er wird Dich leiten Pink-Lady. Lese in der Bibel alles zur gottgewollten Ordnung in der Familie. Es hat mir sehr geholfen. Mir geht es mmer noch gut - trotz der sexuellen Eskapaden meines Mannes, der sich leider bis heute nicht bekehrte. Ich bin von Gott getragen und gehalten. Lege Deine Problem am Kreuz ab - gib den Vorgang zu Gott. Er wird alle Sachen in seinem Verständnis angehen und lösen. Er wird Euch nicht im Stich lassen. Vertraue IHM.
Ganz liebe Gruesse
Ina
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Mario Moderator

| Eingegeben am: | 7 Jun 2007 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 12 Okt 2007 08:01 |
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Liebe Ina,
eine gottgewollte Ordnung in der Familie ist jedoch auch kein Persilschein für deinen Mann dich fortwährend zu verletzen und zu betrügen. Genau das Gegenteil ist der Fall, denn wir Männer sollen unsere Frauen lieben, wie uns selbst.
Genauso wenig beinhaltet sie für dich die Pflicht dich diesen Qualen unbeschränkt lange auszusetzen, wenn bei deinem Mann keine Reue und kein Sinneswandel zu erkennen ist.
Letzendlich liegt die Entscheidung bei dir, aber Gott würde nie von dir erwarten dich kaputt machen zu lassen.
Alles Liebe
Mario
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Ina Guest
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 31 Okt 2007 22:37 |
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Ihr Lieben,
Gott kommt immer rechtzeitig. Auf ihn ist 100%ig Verlass. Es würde ein Impuls auftreten, wenn ich auf dem falschen Weg bliebe, da bin ich ganz sicher. Im Moment liefert er mir eine Informationsflut über meinen Mann. Aber: I am still standing....dennoch... ich bitte Euch heute ganz ganz dringend um Fürbitte für uns. Ich brauche zur Zeit viel viel Kraft. Mein Mann ist nicht nur sexsüchtig, er ist Masochist. Ich habe inzwischen per Zufall ganze Vorratshaltungen an kleineren Folterinstrumenten gefunden - Akkupunkturnadeln, selbstgebastelte Metall-Dinge, besonders schmerzende Piercingutensilien - alles andere will ich Euch ersparen. Er quält sich. Vielleicht spürt er sich sonst nicht mehr. Er nimmt unendlich viele Schmerzmittel (vielleicht geht er zu weit?). Wie auch immer: völlig neben dem, was geht. Nichts rechtes. Alles gottesfern.Schon echt in Richtung "Body-Modification". Ich stiess da mal drauf, weil er elektronisch im Internet ein solches Magazin im Abo hatte. Er behauptete damals, das sei Sensationslust gewesen, sich das anzugucken. Heute glaube ich, dass er handfest gelogen hat. Als ich ihn nur dezent auf neuen Piercingschmuck ansprach, wurde er sehr sehr aggressiv. Ich denke, da hilft echt nur Gott. Nur noch Gott. Ich sorge jetzt erst mal für mein Wohlergehen und das der Kinder. Gleichzeitig zeige ich Barmherzigkeit und Warmherzigkeit, so oft es mir authentisch möglich ist. Ich bete, wann ich kann, oft in Zungenreden. Ich suche den Rückzug und die Distanz, wenn er aggressiv ist. Ich suche viel Kontakt zu ihm, so dass seine Phasen des Alleinseins nicht überhand nehmen. Er verlangt sexuell nichts Ungewöhnliches von mir. Sein Quälen findet allein in seinem Kämmerlein statt. Er scheint sich zu schämen, da selbst lieb gestellte Rückfragen mit einem angeblichen Recht auf ein- bisschen- eigene -Geheimnisse haben, beantwortet wird. Und es wäre nicht gut, wenn ich alles wüÃte, das würde unnötige Ãngste in mir ausloesen.Habt Ihr theologisch und/ oder praktisch Tips, wie ich zur Heilung dieses abartigen, perversen Sexualverhaltens beitragen kann? Ich habe Angst, dass er sich ernsthaft verletzt - oder seine Leber durch die vielen Schmerzmedikamente geschädigt wird. Ganz abgesehen von der Akzeptanz, die mir schwerfällt.
Ganz liebe Gruesse
Ina
PS: Ich muss ich heute mal gestehen, dass Ina ein Deckname von mir ist.Ihr habt mir schon soo sehr geholfen. Danke! Bitte seid mir nicht böse, dass ich aus Gründen der Anonymitäts-Bewahrung für meine Familie meinen wahren Namen nicht nennen möchte. Danke noch mal für alles bisherige und für´s Zuhören. Ich kriege im Dialog mit IHM, Jesus, immer wieder die Weisung meinem Mann beizustehen. Ihr habt aber recht, dass mich das viel viel Kraft kostet. Jesus wird uns nicht verlassen - er sieht die Wunden und heilt mein Herz, beugt sich in meine Not herab, trocknet meine Tränen ab (mein Lieblingslobpreislied) - betet doch bitte, dass er es auch für meinen Mann tut. Danke Euch!
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pink-lady Member
| Eingegeben am: | 1 Okt 2007 |
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| Mana: |     |
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Geschrieben: 2 Nov 2007 09:05 |
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Liebe Ina,
ich bewundere immer wieder wie du zu deinem Mann stehst, obwohl es so schwierig ist! Ich bete für dich. Aber ich schätze, wenn dein Mann sein Problem nicht selbst erkennt und keine Hilfe sucht, wird sich auch nichts ändern. Ich glaube, du kannst nicht mehr für ihn tun, als du ohnehin schon tust.
Ich bete auf jeden Fall für ganz viel Kraft für dich und darum dass dein Mann erkennt in welch verfahrenen, zerstörerischen Situation er sich befindet.
Sei gesegnet!
Pink-Lady
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Lone Ranger Member

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Geschrieben: 2 Nov 2007 15:49 |
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Hallo Ina... ich heiÃe auch nicht in Wirklichkeit "Lone Ranger" :-)
Okay, aber so lustig ist das alles nicht, was Du schreibst und ich will nicht "rumblödeln"
Ich weiÃ, das ich weiÃ, das ich weiÃ... das Gott uns nicht im Stich lässt. Dinge laufen anders, als wir es uns denken, seine Hilfe sieht anders aus, als wir es uns vorstellen und was soll ein "theologischer" Rat oder etwa in dieser Richtung.
Ich habe einen Eindruck für Dich, kommt gerade jetzt: Ãber die Art wie Du stehst und Du Deine Position hältst und wie Du Dich nicht verunsichern lässt von jedem Wind der Lehre und diesen und jenen Meinungen, gibt es im Himmel ein Staunen. Ich weiÃ, das ich Dir das sagen soll und das es Dich nicht stolz macht, weil der Ort an dem Du stehst schmerzhaft genug ist. Ich habe für einen Moment das "Innehalten von Engeln" und das "Staunen aus der Wolke der Zeugen" gespürt. "Bleib standhaft, mein Kind - es gibt nicht mehr und nicht weniger was ich zur Zeit von Dir verlange, bleib standhaft" sagt Jesus mit einem grossen Maà an 'Compassion' zu Dir.
Okay, soweit das - da war dieses englische Wort, ich muÃte erst nachgucken, es heist Erbarmen. Hin und wieder benutzt Gott, jedenfalls bei mir, ein Wort in Englisch, wenn er ein besonderes Gewicht darauf legen will. Ja, okay, in dem Fall gebe ich jetzt meinen Senf nicht zu dem Thema ab.
Sei seiner Nähe gewiss
Stefan
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Ina Guest
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Geschrieben: 2 Nov 2007 16:27 |
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Ihr Lieben,
Eure Beiträge haben mich mitten ins Herz getroffen. Danke, dass Ihr bei mir seid.Ich spüre Eure Gebete. Heute hörte ich eine amerikanische Predigt. Der Leitsatz lautete: If you got the faith, God has the power.Ist was dran. Ich gebe ab und werfe meine Sorgen auf unsern Allmächtigen. Und so will ich weiter versuchen, meinem Mann auch in schlechten Zeiten beizustehen. Ich liebe ihn. Melde mich wieder und glaube fest an Besserung. Danke Euch!
Ina
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mandel Guest
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Geschrieben: 4 Dez 2007 09:07 |
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hallo, ich kann euch gar nicht in worten sagen, wie sehr mir es ein stück weit geholfen hat, euren email-wechsel lesen zu dürfen! mir rollten dabei viele tränen runter und ich will auch alles vor unseren heiland hintragen , denn alleine wäre ich schon seit langer zeit am boden zerstört. ich hoffe und bete um stärke diese nun schon seit ich des gefühlt habbe - anfangs total überhöhte telefonrechnungen von damals 70,- DM auf 6 - 700,- DM und seit der computer da ist, immer finanzielle randsituationen. ich bin seit 1976 mit meinen mann verheiratet, wir sind beide gläubige christen und ich hätte nie niemals nur angedacht, das "wir" mal diese erdrückenden probleme bekämen. wir haben 5 kinder, und seit der geburt unseres 4. kindes - der mit einer versteckten behinderung geboren wurde und deshalb unser normales familienleben komplett auf den kopf stellte, bemerkte ich - jetzt rückblickend gesehen - das egoistische - nur auf eigene befriedigung ausgerichtete intimverhalten meines mannes. nun ist unser 4. sohn mittlerweile 15 jahre alt und Gott sei dank! auch gesundheitlich wieder fast stabil und normal - doch mein mann hängt in seiner pronosucht fest wie noch nie. schon seit ca. 10 jahren kämpft er - besser gesagt wir - mit seiner impotenez - ich schlieÃe das auf das masturbieren meines mannes. muÃte ziemlich knabbern, als ich das damals gemerkt hatte. ich kam mir so grenzenlos wertlos vor, bis ich damit umgehen konnte - muÃte. haben jetzt zum schutz unseres zwei jüngsten kinder mit 15 und 9 jahren eine firewall für porno , genauer gesagt einen pornofilter in den router installiert - unser ältester sohn ist informatiker - und unmittelbar danach kam die mail meines mannes an unseren ältesten, doch diese firewall herauszunehmen, was da soll, und er wäre nicht für diesbezügl. einschränkungen. mir gegenüber läÃt sich mein mann nichts anmerken. ich spüre nur nahezu täglich, wie zerrisssen, unzufrikeden, äusserst depressiv er ist. geringsten bis gar kein selbstwertgefühl hat, unendlich nachts lange aufbleibt, am wochenende nie vor 3-4 uhr morgens schlafen geht, nahezu ununterbrochen kopfschmerzen hat. auch finanzielkl sind wir ständig am "absaufen" trotz laufender kredite, wobei oftmals schon knappe 2 wochen nach seinem zahltag "nichts mehr geht. ich vermute, daà er teueres geld für einschlägige internetanbieter bezahlt. obwohl mein mann eigentlich zu den besserverdienenden gehört...!
ich danke euch, daà über kath.net eure internetseite empfohlen war, für mich und ich hoffe auch für ihn, unser letzter rettungsanker. wobei ich schon die ganze zeit über merkte, daà ich ohne glauben, ohne christus und seine barmherzige vergebende liebe nicht mehr da wäre.
heute morgen, als ich kurz für gute 10 minuten mit dem auto weg war um unsere zwei "jüngsten" zur schule zu bringen - es hatte sehr stark geregnet - in dieser zeit - habe ich nachträglich über den computer-router erfahren, für nur wenige minuzten - war mein mann auch wieder auf so einer seite - diesesmal - weil die anderen p.seiten gesperrt sind - auf "mütter & söhn e" ! es ist echt zum kotzen, er tut mir leid und ich liebe ihn noch immer - ich bitte gott um die kraft - diesen dunklen weg zu ende gehen zu können- zusammen mit meinen mann - daà uns der wahre glaube trägt und heilt!
ich bin so froh, dass ich auf eure internetseite gekommen bin und habe sie auch schon einer guten bekannten weitergegeben, die leider auch mit diesem problem zu tun hat.
wäre euch dankbar, wenn ich hin und wieder mich mal bei euch melden dürfte.
lb. grüÃe,
mandel
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Violet Moderator
| Eingegeben am: | 21 Nov 2007 |
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Geschrieben: 4 Dez 2007 17:02 |
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Liebe Mandel
Natürlich kannst du dich jederzeit bei uns melden. Deine Geschichte beschreibt das, was viele Ehepartner täglich erleben. Man spürt auch sehr stark - wie groà diese Last ist, die du schon viele Jahre mit dir herumträgst. Habt ihr eigentlich schon Hilfe auÃerhalb gesucht?
Ehetherapie, Seelsorge...... was auch immer. Da du weiÃt das es anderen auch so geht, denke ich das du dich schon jemanden anvertraut hast. Sprichst du mit deinem Mann offen über seine Pornogrphiesucht? Und hat er schon Hilfe gesucht? Denn wenn man sich jemandem auÃerhalb der Ehe öffnet ist für viele das ein GroÃteil ihrer Heilung.
Vielleicht kannst du deinen Mann auf unsere Website hinweisen - irgendwie gelingt dir das vielleicht (auf http://www.nacktetatsachen.at ) wird er einiges finden, was ihn interessieren könnte zum Thema Heilung von Pornographiesucht.
Bleibe dran und bete weiter für ihn denn das verändert vieles - da unser Gott gröÃer als jede noch so eingefahrene Sucht ist - er hält auch deinen Mann in der Hand -
sei gesegnet
Violet (B.G. Team)
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BoH Guest
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Geschrieben: 19 Nov 2008 19:48 |
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Hallo Mandel,
nach dem Durchlesen Deines Beitrages ist mir das Buch "Gesichter der Sucht" von Michiaki und Hildegard Horie eingefallen. Du kannst es z.B. bei Amazon bekommen: http://www.amazon.de/Gesichter-Sucht-Hintergr%C3%BCnde-Hilfen-Michiaki/dp/3855803447/ref=sr_1_31/279-9922039-4185956?ie=UTF8&s=books&qid=1227126766&sr=1-31
Dort werden Zusammenhänge von Sucht- und Schamverhalten, Versuchungssituation usw. auch für den Bereich der Sexualsüchtigen sehr gut beschrieben. Das Grundmuster eines jeden Sexualsüchtigen lautet "Ich bin nichts wert".
Außerdem werden andere Süchte beschrieben, die Biologie der Sucht im Gehirn und Gemeinsamkeiten von Süchten, sowie verschiedene unterschiedliche Auswege.
Mehr kann ich dazu im Moment nicht schreiben, weil ich das genaue Verhaltensmuster Deines Mannes nicht kenne. Auf jeden Fall glaube ich eine gewisse Lust an der Heimlichkeit und dem "Kick" in seinem Verhalten zu erkennen.
Interessant wäre diesbezüglich, wer Deinem Mann als Kind Glaubensinhalte vermittelte und vor allem wie das geschah. Wurde ein falsches Gottesbild vermittelt?
Desweiteren ist interessant, wie seine Beziehung zur Mutter während der Pubertät war (welche Gefühle in ihm durch die Mutter ausgelöst wurden). War Nacktheit z.B. ein Tabu? Durch wen oder was wurde er aufgeklärt? Gab es Vertrauen und echte Nähe in der Herkunftsfamilie? War der Vater als Vorbild präsent?
Das alles kann etwas in's Rollen bringen, so daß jemand sich endlich traut, seine Maske abzulegen.
Ich hoffe, daß der eine oder andere Tipp hilfreich ist.
Gruß BoH
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pink-lady Member
| Eingegeben am: | 1 Okt 2007 |
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Geschrieben: 9 Dez 2008 17:18 |
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Hallo,
war lange nicht mehr hier. Hatte viel um die Ohren. Mittlerweile bin ich seit zwei Monaten verheiratet und wir haben eine gemeinsame Wohnung bezogen.
Bislang bin ich mit der Sucht meines Mannes zum Glück noch nicht direkt konfrontiert worden. Das heißt ich habe nichts verdächtiges in der Wohnung und dem Computer entdeckt. Ich bemühe mich auch ihn nicht zu kontrollieren...
Er geht auch regelmäßig in seine Selbsthilfegruppe und versucht an sich zu arbeiten, was mich sehr freut.
Eine Frage beschäftigt mich aber nun schon seit längerem: Wie geht ihr als (Ehe-)paare mit der Sucht um? Wie offen redet ihr darüber? Wisst ihr über die Muster im Verhalten eurer Männer bescheid? Wieviel erzählt er euch`?
Ich weiß eigentlich fast nichts über seine Sucht und darüber ob und wie er ausagiert, was mich ja auch ein Stück weit schützt. Andererseits fühle ich mich aus diesem Lebensbereich ausgeklammert und wäre gern mehr involviert...
Schreibt mir doch mal eure Erfahrungen.
Liebe Grüße
Pink-Lady
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