Die Natur des Abhängig seins ...
Immer verführen...
- ...arbeitet beinahe immer durch ein bestimmtes Verlangen
(Alkohol, Drogen, Sex, Spielsucht, Fresssucht, etc.)
- ...beginnt langsam - zuerst erlebt die Person ihre Freude im Genuss nachdem sie gesucht hat; ist die Sucht fortgeschritten, wird es mehr zur Last als zur Freude
- Sobald die Person die undurchsichtige Linie in die völlige Abhängigkeit überschritten hat, verliert sie das Recht auf freie Entscheidung; sie muss tun, was ihr die Sucht vorschreibt.
- In völliger Abhängigkeit verliert die Person jegliche Lust an der Aktivität; es wird mehr zur Last, ständig die Tätigkeit zu wiederholen, die ihr die Sucht vorschreibt (trinken, sexuelle Tätigkeiten, Drogen, sich voll fressen, spielen). Die Lust wird von einem intensiven emotionalen Schmerz ersetzt und hat immer verheerende physische, emotionale und spirituell-negative Effekte.
Sie isoliert und verdammt immer
- So wie die Handlung fortgeführt wird, nimmt auch die Sucht zu. Die Person beginnt intensives anti-soziales und selbstzerstörerisches Verhalten an den Tag zu legen. Oft führt es zu weiteren negativen Tätigkeiten wie Stehlen, Lügen, Ehebruch, One-Night-Stands, Prügeleien, ... Auch lassen sich Probleme mit Autoritäten wie zum Beispiel der Polizei, Institutionen, etc. nicht vermeiden.
- Sucht verursacht intensives Scham-, Schuld- und niedriges Selbstwertgefühl.
- Sucht weiß, dass sie isolieren muss um zu zerstören, darum trichtert sie der Person ein, dass sie "nichts wert" ist. Sie überzeugt die Person, dass sie unliebenswürdig und unwert ist; ebenfalls erzeugt sie intensives Schuld und Schamgefühl für "sinnlichere" Akte. Wenn dieses Rad einmal angefangen hat alltäglich zu werden, setzt die Verzweiflung ein und das Stadium: "Ich kann es nicht stoppen, warum sollte ich es dann überhaupt probieren" - tritt ein.
- Während des Prozesses der langsamen Zerstörung gehen zwei Beziehungen mehr oder weniger zur Gänze in die Brüche:
- die mit Gott und;
- jene mit der Familie, Freunden und Kollegen.
Langsam wird alles und jeder zur Seite geschoben, der zwischen der Person und der Sucht steht. Darum wird Sucht oft als "Der große Verwandler" bezeichnet.
- Immer bindend ...
Die Hilflosigkeit, manchmal auch als "Kraftlosigkeit" bezeichnet, wird immer größer, bis das Opfer nicht mehr genug Willenskraft hat, sich gegen die Selbstvernichtung zu wehren: Sie ist der Sucht völlig ausgeliefert. Darum ist Sucht eine Bindung im wortwörtlichen Sinn und total zerstörerisch für jeden einzelnen Menschen. Ist die Person einmal zur Gänze an die Sucht gebunden, reicht menschliche Hilfe alleine nicht aus, um davon los zu kommen.
Der komplette Zusammenbruch im Endstadium der Abhängigkeit ist so schlimm, dass nicht einmal die Person selbst daran glauben kann. Die Person fühlt sich eingeschlossen, gefangen, wie mit Ketten gefesselt. Normalerweise ist sie schlichtweg geschockt, dass sie nicht mehr fähig ist, mit jener gewissen Tätigkeit aufzuhören.
- Zerstört immer ...
Ist die Person einmal gebunden, fordert die Sucht immer mehr und mehr "Nahrung", von der sie zehren kann. Trinken, Drogen, Sex in verschiedensten Formen; Der Ruin und die immer weiter nach unten laufende Spirale des mentalen, emotionalen, physischen und spirituellen Untergangs ist nun schon an einem verheerenden Punkt angelangt. Diese Stufe könnte man "letzter Atemzug" nennen, denn ohne fremdes Eingreifen gibt es keine Hoffnung mehr für den Betroffenen, da der "Krebs der Abhängigkeit" nun völlig im Körper verwurzelt ist. Er breitet sich so lange aus, bis die Person zur Gänze "verseucht" ist: physisch, mental und/oder emotional - denn alles Spirituelle ist ohnehin schon vertan.
- Benötigt immer einen seelischen Eingriff ...
Während meiner Arbeit mit Abhängigen über die letzten 26 Jahre hatte ich es öfter mit Menschen zu tun, die nicht nur von einer Droge, sondern gleich von vielen abhängig waren. Rückschlüssig kann ich ohne Vorbehalt sagen, dass sich keine dieser Personen, sei sie jetzt einseitig oder mehrfach belastet, sich jemals mit menschlicher Kraft (inkl. Doktoren, Psychiater und andere Institutionen), geschweige denn alleine von dem Sog der Zerstörung losreißen hat können.
Was ich immer und immer wieder festgestellt habe war, dass die Fesseln der Abhängigkeit ganz und gar gelöst werden konnten, sobald Gott im Spiel war. Überließ der Patient sein Leben Gott, ganz ohne wenn und aber, so wurde er 100%-ig von seiner Sucht erlöst, und sein Leben wurde wieder sinnvoll und lebenswert.
Leider sah ich die Menschen teilweise rückfällig werden, manchmal sogar mit tödlicher Folge. Jedoch nie jemanden, der ein geistig beständiges Leben hat, sich Gott täglich neu aufs Ganze hingab und wirklich Seinem Weg folgte.
Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die bereits das Licht der Wahrheit entdeckt haben, jedoch noch zu sehr in ihrer Sucht gefangen waren, um Gottes Wegen voll und ganz folgen zu können.
Zum Bespiel sind geheilte Drogenabhängige und Alkoholiker hin und wieder noch in Pornographie und sexuellen Abhängigkeiten verstrickt. Sie verstehen nicht, dass auch diese Tätigkeiten ihre spirituellen Prinzipien zerstören können.
Gott IST WIRKLICH Gott, und Er gibt uns Zeit, um aus all unserem Schlamassel herauszukommen - egal was es ist. Aber er erwartet von uns herauszukommen, wenn er uns seine Gegenwart zu spüren gibt.
Und wenn nicht, tja, dann sind wir wieder auf uns gestellt. Wenn wir ihm unseren Rücken zukehren, blicken wir in die Dunkelheit, die uns bloß zu weiteren Miseren führt, sowie zum Tod unseres Körpers, Geist und Seele.
Ich kenne nur diesen einen Ausweg: Finde Gott, und du wirst verstehen. Suche Ihn, und du wirst Ihn finden. Gott segne euch!




